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Anti-Doping-Programm der UEFA zeigt Wirkung

Kurz nach dem Start der neuen Saison versucht die UEFA mit einem umfassenden Anti-Doping-Programm die wichtigsten europäischen Klub- und Nationalmannschaftswettbewerbe zu schützen.

Das Anti-Doping-Programm der UEFA kann auf eindrucksvolle Zahlen verweisen
Das Anti-Doping-Programm der UEFA kann auf eindrucksvolle Zahlen verweisen ©UEFA

Unmittelbar vor dem Start der UEFA Champions League und der UEFA Europa League sowie der laufenden Qualifikation für die UEFA EURO 2016, versucht die UEFA mit einem umfassenden Anti-Doping-Programm - einer Kombination aus Tests und Aufklärung – die wichtigsten europäischen Klub- und Nationalmannschaftswettbewerbe vor der Dopinggefahr zu schützen.

Letzte Saison führte die UEFA in all ihren Wettbewerben 2 198 Dopingproben (1 860 Urin- und 338 Blutproben) durch, 1 698 davon (1 360 Urin und 338 Blut) in der Champions League und der Europa League. In der Champions League wurden die Proben während der Wettkämpfe und im Training abgenommen. In keiner der beiden Wettbewerbe gab es positive Befunde. In den anderen Wettbewerben führte die UEFA 500 Urinproben durch.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat die Ergebnisse ihrer weltweit im Jahr 2013 durchgeführten Doping-Tests veröffentlicht. Dabei wird ersichtlich, dass die UEFA im Kampf gegen Doping eine führende Rolle einnimmt. Wie schon 2012, wurden die Zahlen ausschließlich vom Anti-Doping Administration and Management System (ADAMS) zusammengestellt, einem Online-Meldesystem, in dem alle WADA-akkreditierten Laboratorien ihre negativen und positiven Befunde melden müssen.

Die wichtigsten Fakten der Teststatistik 2013:

• Weltweit wurden im Jahr 2013 269 878 Tests durchgeführt.

• Im Fußball wurden mehr Tests (28 002) durchgeführt als in jeder anderen Sportart.

• Die UEFA führte mehr Tests (1 932) durch als jede andere nationale Sportorganisation, nur vier internationale Sportverbände lagen noch darüber.

• Die positiven Analyseergebnisse (AAFs) im Fußball (0,48%) gehören zu den niedrigsten überhaupt im Sport. Wichtig ist dabei, dass die Zahl der bestätigten Verstöße der Anti-Doping-Bestimmungen unter der Zahl der AAFs liegt, da alle AAFs Teil eines Ergebnismanagements sind, das zum Beispiel alle von der Norm abweichenden Ergebnisse daraufhin untersucht, ob der betroffene Spieler eine gültige Ausnahmegenehmigung zur therapeutischen Anwendung (TUE) besitzt.

• Bei den 1932 Tests, die die UEFA durchgeführt hat, gab es drei AAFs (0.16%). Nach eingehender Untersuchung wurde nur ein AAF als eine Verletzung der Anti-Doping-Bestimmungen gewertet (Kokain; ein Futsalspieler wurde für 18 Monate gesperrt).

Insgesamt führte die UEFA 2013 insgesamt 1 932 Tests durch: 1 846 Urin- (1 373 während der Wettbewerbe, 473 Trainingskontrollen) und 86 Blutproben (36 während der Wettbewerbe, 50 Trainingskontrollen). Zusätzliche Analysen wurden durchgeführt: 616 Tests auf EPO, 39 auf GC/C/IRMS (zur Entdeckung von Steroid-Doping), sowie zehn Tests auf hGH (menschliche Wachstumshormone).

Alle Zahlen der WADA finden Sie hier

Unerlässlich für das Anti-Doping-Programm der UEFA sind die Doping-Kontroll-Offiziere (DCOs) - 45 Ärzte aus 24 Ländern, die die Dopingkontrollen in den UEFA-Wettbewerben durchführen.

Ende Juni veranstaltete die UEFA einen Workshop für 20 Kandidaten aus zwölf Ländern, die mit dem Trainingsprogramm zur Ausbildung als DCO begannen. Die Kandidaten verbrachten zwei Tage in der UEFA-Zentrale in Nyon, wo sie Vorlesungen und Präsentationen von Mitarbeitern der UEFA-Anti-Doping-Agentur sowie von erfahrenen DCOs besuchten. Anschließend nahmen die Kandidaten an einigen praktischen Tests und schriftlichen Examen teil. Die Kandidaten, die diesen ersten Teil des Trainingsprogramms erfolgreich absolviert haben, nehmen nun die zweite Stufe in Angriff, dabei begleiten sie einen erfahrenen DCO bei einer Dopingkontrolle während eines UEFA-Spiels und führen anschließend selbst zumindest einen Dopingtest unter Aufsicht eines DCO durch. Sollten die Kandidaten auch diese zweite Stufe des Trainingsprogramms erfolgreich meistern, dürfen sie künftig neben den schon existierenden 45 UEFA-DCOs in ganz Europa Tests durchführen.

Die DCOs selbst nahmen Ende Juli an einem zweitägigen Seminar in Genf teil. Dabei besuchten sie Vorlesungen, Diskussionsrunden und absolvierten praktische Übungen sowie ein schriftliches Examen. So soll sichergestellt werden, dass alle UEFA-DCOs auf höchstem Niveau arbeiten und weiterhin garantieren, dass das Anti-Doping-Programm der UEFA eines der besten der Welt ist.

Bei den UEFA-Jugendturnieren im Sommer hielt die Anti-Doping-Abteilung der UEFA Aufklärungskurse für alle beteiligten Mannschaften ab. Diese Kurse, simultan übersetzt in alle Sprachen der teilnehmenden Teams, informierten die Spieler über die Anti-Doping-Bestimmungen, die Risiken, die zu einem positiven Test führen könnten und die damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit der Spieler. Zudem verteilte die UEFA an alle Teilnehmer der diesjährigen UEFA-Wettbewerbe rund 25 000 Aufklärungsbroschüren in sieben Sprachen.

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