Augsburg und Paderborn draußen
Sonntag, 17. August 2014
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Nach Mainz und Stuttgart sind nun auch Augsburg und Paderborn im DFB-Pokal gestrauchelt. Die Schwaben verloren in Magdeburg mit 0:1, während der SCP bei RasenBallsport Leipzig mit 1:2 nach Verlängerung verlor.
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Nun hat es die nächsten beiden Bundesligisten in der ersten Runde des DFB-Pokals erwischt. Der FC Augsburg unterlag dem Regionalligisten 1. FC Magdeburg mit 0:1 und Aufsteiger SC Paderborn 07 musste sich nach Verlängerung Zweitligaaufsteiger RasenBallsport Leipzig mit 1:2 geschlagen geben. Zittern mussten der VfL Wolfsburg, der gegen Zweitlist SV Darmstadt 98 im Elfmeterschießen weiterkam, und der SV Werder Bremen, der sich erst in der Verlängerung gegen den FV Illertissen durchsetzte. Alle anderen Erstligisten kamen mehr oder weniger problemlos weiter.
Da Augsburg eine enttäuschende Vorstellung bot, war der Sieg des Viertligisten Magdeburg verdient. In der 57. Minute schlugen die Gastgeber vor fast 18 000 Zuschauern zu. Nach einem Fehler von Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker beförderte Christian Beck nach einer Flanke die Kugel in den Kasten. Anschließend verschärften die Schwaben zwar das Tempo, konnten die Partie aber nicht mehr biegen.
Schon 2000 hatte der FCM im Pokal beeindruckt, als er in den ersten drei Runden den 1. FC Köln, Bayern und den Karlsruher SC schlug, ehe das Aus gegen den späteren Pokalsieger FC Schalke 04 kam. Es war das letzte Mal, dass der ehemalige Gewinner des Pokals der Pokalsieger die zweite Runde erreichte. Diesmal gab es wieder Grund zur Freude, während die Schwaben wie begossene Pudel die Rückreise nach Bayern antreten müssen.
Das Aus kam anschließend auch für Paderborn bei den ambitionierten Sachsen, die in dieser Saison noch keine Niederlage hinnehmen mussten. Sie glichen kurz vor der Pause durch Anthony Jung aus, nachdem Süleyman Koc nach einer halben Stunde für die Führung der Gäste gesorgt hatte. Weil anschießend keine Treffer mehr fielen, ging es in die Verlängerung, in der in der 109. Minute Clemens Fandrich traf. Paderborn hat also noch vor dem Start ins Abenteuer Bundesliga Federn lassen müssen, während die Brust bei den Leipzigern immer breiter wird.
Wolfsburg hätte zu später Stunde fast das gleiche Schicksal ereilt. Nach torlosen 120 Minuten musste die Entscheidung im Elfmeterschießen gefunden werden. Dieses begann wenig vielversprechend für die Wölfe, denn Naldo verschoss gleich den ersten Versuch, aber da auch Werder-Keeper Max Grün zweimal hielt, hieß es am Ende 5:4 für die Wölfe.
Bremen war ebenfalls nah dran, die Segel zu streichen, obwohl alles so gut anfing, denn schon nach vier Minuten lagen die Norddeutschen durch Izet Hajrovic per Elfmeter in Führung gegangen. Doch Mitte der ersten Hälfte glich der Regionalligist durch Moritz Nebel aus.
Das Spiel ging in die Verlängerung, und da waren gerade drei Minuten gespielt, als die Truppe von Robin Dutt erneut in Front ging. Nach einem Freistoß von Zlatko Junuzovic war es Assani Lukimya, der per Kopf verwandelte. Kurz darauf traf der frischgebackene UEFA-U19-Europameister Davie Selke zum 3:1. Doch dies war noch nicht die Entscheidung, denn wenig später sorgte Marc Hämmerle mit einem schönen Schlenzer für den Anschluss, der aber nichts mehr brachte.
Überhaupt nichts anbrennen ließ Hoffenheim beim 9:0-Kantersieg beim Fünftligisten USC Paloma in Hamburg. Der fünffache Torschütze Schipplock erzielte in der ersten Hälfte sogar einen echten Hattrick, doch mehr als diese Treffer waren nicht drin, weil er ausgewechselt wurde, sodass er den Rekord von Dieter Müller nicht knacken konnte, der dereinst sechsmal eingelocht hatte. Für die anderen Tore sorgten Raik Elyounoussi und Anthony Modeste sowie die beiden Neuzugänge Ermin Bicakcic und Adam Szalai.
Ohne Mühe erreichte auch der FC Bayern München sein Ziel und kam zum 20. Mal in Folge in die zweite Runde. Der Titelverteidiger besiegte Drittligist Preußen Münster mit 4:1, die ersten beiden Tore erzielten zwei der fünf auf dem Platz stehenden FIFA-Weltmeister. Nach nicht einmal 20 Minuten war WM-Siegtorschütze Mario Götze erfolgreich, zehn Minuten später vollendete Thomas Müller. Die anderen Tore im zweiten Abschnitt schossen David Alaba und Claudio Pizarro, ehe wenige Minuten vor dem Ende das Ehrentor für Münster gelang und in der Nachspielzeit Robert Lewandowski einen Elfmeter verschoss.
"Ich gratuliere meiner Mannschaft für ihre Seriosität. Bis zum Tor von Götze war Münster aber besser als wir. Nach dem Tor waren wir besser und in der zweiten Halbzeit viel besser. Deshalb bin ich zufrieden. Aber man hat gesehen, dass wir noch Zeit brauchen", sagte Bayern-Coach Pep Guardiola nach der Partie.
Der SC Freiburg musste bis in die zweite Halbzeit warten, ehe eine Leistungssteigerung gelang und gegen Regionalligist Eintracht Trier die beiden Tore zum 2:0-Erfolg fielen. Zunächst musste kurz nach Wiederbeginn ein Foulelfmeter herhalten, den Kapitän Julian Schuster verwandelte, dann schlug Mitte des zweiten Abschnitts der eingewechselte Karim Guédé zu.
Erwähnenswert auch der 3:2-Sieg des Drittligisten Würzburger Kickers nach Verlängerung gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf.
Die weiteren Ergebnisse
Holstein Kiel – TSV 1860 München 1:2
Carl Zeiss Jena - Erzgebirge Aue 0:1
1. FC Neubrandenburg - Karlsruher SC 1:3
Arminia Bielefeld - SV Sandhausen 4:1
BSV SW Rehden - VfR Aalen 3:4 i.E. (1:1 n.V.)