Bayern kann die 50 voll machen
Freitag, 14. März 2014
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Während Zenit im ersten Spiel nach der Trennung von Luciano Spalletti bei CSKA Moskva ran muss, trifft Manchester United auf Liverpool und der FC Bayern kann in der Bundesliga zum 50. Mal ungeschlagen bleiben.
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Russland: PFC CSKA Moskva - FC Zenit (Samstag, 13.00 Uhr)
Beide Titelanwärter durchleben gerade schwierige Zeiten. Meister CSKA verlor am vergangenen Sonntag mit 2:4 bei FC Dinamo Moskva und ist nun mit neun Punkten Rückstand zur Spitze nur noch Fünfter. Zenit machte es beim 0:0 zu Hause gegen den FC Tom Tomsk nicht viel besser. Dass sie von den letzten elf Pflichtspielen nur eins gewinnen konnten, kostete Trainer Luciano Spalletti den Job.
Dessen früherer Assistenztrainer Sergei Semak wurde zum Interimstrainer ernannt. Er debütiert als verantwortlicher Coach ausgerechnet gegen den Verein, für den er zehn Jahre lang spielte, ehe er 2005 zu Paris Saint-Germain wechselte. "Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich mir kaum vorstellen können, dass ich einmal Zenit für ein Spiel gegen CSKA vorbereite", sagte der 38-Jährige. "Aber im Leben passieren nun einmal unerwartete und komplizierte Dinge."
Deutschland: FC Bayern München - Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr)
Kann man wirklich aus einer Niederlage Hoffnung für ein Auswärtsspiel beim FC Bayern München schöpfen? Bei Bayer 04 Leverkusen können sie das. Das 1:2 am Mittwochabend bei Paris Saint-Germain wird von allen Beteiligten der Werkself positiv bewertet. "Wenn wir so einen Einsatz und so eine Einstellung zeigen, kann es auch für Bayern München gegen uns schwer werden", meinte Bayer-Coach Sami Hyypiä nach der Partie in Paris gar.
Aus zehn Punkten Abstand zwischen den beiden Mannschaften im Januar sind mittlerweile 24 geworden. Sportchef Rudi Völler ahnt: "In München haben wir noch mal eine andere Hausnummer." Einen moralischen Bonuspunkt gibt es für Leverkusen aber: In der letzten Saison waren sie der einzige Bundesligist, der den FC Bayern, der letztes Wochenende mit dem 16. Bundesliga-Sieg in Folge einen neuen Rekord aufstellen konnte und in der Liga seit 49 Partien ungeschlagen ist, besiegen konnte. Auf ein Neues?
England: Manchester United FC - Liverpool FC (Sonntag, 14.30 Uhr)
Liverpool hat auch zehn Spieltage vor Ende der Saison noch die Chance, erstmals seit 1990 wieder englischer Meister zu werden. Am kommenden Sonntag aber steht erst einmal der schwere Gang zum amtierenden Meister an, auch wenn der momentan nur auf Platz sechs steht. Die Reds liegen sieben Punkte hinter Tabellenführer Chelsea FC, haben aber noch ein Spiel mehr als die Blues und empfangen diese Ende April noch in Anfield. Liverpool hat in diesem Jahr schon sieben von neun Erstligaspielen gewonnen, darf sich aber bis Mai keinen Ausrutscher mehr erlauben.
"Wir sind in einer guten Position, aber es ist erst März", sagte Verteidiger Daniel Agger dem Liverpool Echo. "Es ist noch ein weiter Weg, es sind noch viele Punkte zu vergeben. Wir haben noch gar nichts erreicht und müssen in den letzten zehn Spielen weiterhin alles geben. Wir spielen noch gegen einige direkte Konkurrenten. Diese Duelle müssen wir gewinnen."
Portugal: Sporting Clube de Portugal - FC Porto (Sonntag, 20.15 Uhr)
Sporting und Porto liegen bereits sieben beziehungsweise neun Punkte hinter Tabellenführer SL Benfica. Im direkten Duell geht es also primär darum, sich im Rennen um den zweiten direkten Qualifikationsplatz für die UEFA Champions League die bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Porto hat in dieser Saison noch nicht gegen Sporting verloren. Nach dem 3:1 in der Hinrunde im Oktober trennten sich beide Mannschaften in einem Gruppenspiel um den Ligapokal Ende Dezember 0:0.
Am Donnerstag war es genau neun Jahre her, dass Portos neuer Trainer Luís Castro in seiner Erstliga-Debütsaison beim FC Penafiel in Sportings Estádio José Alvalade gewinnen konnte. Ein ähnlicher Erfolg würde den Titelverteidiger wieder zurück in die Spur bringen. Ricardo Quaresma freut sich auf ein Wiedersehen mit dem Klub, bei dem seine Karriere begann. Er kehrte im Januar nach sechs Jahren im Ausland nach Porto zurück. "Ich fühle mich von Tag zu Tag besser und motivierter, Porto zum Erfolg zu verhelfen", sagte er.
Frankreich: Paris Saint-Germain - AS Saint-Étienne (Sonntag, 21.00 Uhr)
Der souveräne Spitzenreiter aus Paris schonte am Mittwoch gegen Bayer 04 Leverkusen das Mittelfeld-Trio Verratti-Matuidi-Motta. Denn in der Ligue 1 steht das Duell mit der Mannschaft an, die den Hauptstadtklub in der nächsten Saison in die UEFA Champions League begleiten will. Paris hat acht Punkte Vorsprung auf AS Monaco FC und ist seit zwölf Ligaspielen ungeschlagen. Die Grünen wollen nach der 0:1-Niederlage beim FC Lorient Wiedergutmachung betreiben. Sie liegen jetzt vier Punkte hinter dem Dritten LOSC Lille.
"Es ist ein Spiel, bei dem wir nichts zu verlieren haben", sagte St-Étiennes Kapitän Loïc Perrin. "Paris ist ein großartiges Team, das in der heimischen Liga und in Europa auf allerhöchstem Niveau spielt. Dennoch können wir ihnen wieder Probleme bereiten [wie beim 2:2 in der Hinrunde und im Ligapokal, als es in die Verlängerung ging]."
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