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Spaniens früherer Nationaltrainer Luis Aragonés gestorben

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Luis Aragonés, der erfolgreich bei Club Atlético de Madrid arbeitete und Spanien bei der UEFA EURO 2008 zum Titel führte, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Luis Aragonés ist im Alter von 75 Jahren gestorben
Luis Aragonés ist im Alter von 75 Jahren gestorben ©Getty Images

Die Fußballwelt trauert um die spanische Trainerlegende Luis Aragonés, der heute Morgen im Alter von 75 Jahren gestorben ist.

"Der Weise von Hortaleza", wie Aragonés genannt wurde, wird vor allem in Erinnerung bleiben als Trainer der spanischen Nationalelf, die bei der UEFA EURO 2008 in Österreich und der Schweiz den Titel holte - was der erste große Titel des Landes seit 1964 war. Dieser Triumph war der Grundstein für weitere Erfolge, unter Vicente del Bosque gewannen die Iberer auch die FIFA-Weltmeisterschaft 2010 und die UEFA EURO 2012.

Der Spanische Fußballverband (RFEF) erklärte auf diese Nachricht: "Wir möchten unseren Schmerz und unsere Betroffenheit nach dem Tod eines Mannes zum Ausdruck bringen, der hier in Spanien und im Ausland Spieler und Trainer war und der zudem die spanische Nationalmannschaft zu Beginn ihrer erfolgreichsten Periode trainierte. Luis Aragonés – aus Madrid – führte Spanien zum Sieg bei der Europameisterschaft 2008. Er ist heute im Clínica Centro de Madrid gestorben."

Aragonés' aktive Karriere begann 1957 bei Club Getafe Deportiv, in den folgenden 17 Jahren spielte er zudem bei Real Oviedo, Real Betis Balompié und vor allem Club Atlético de Madrid, wo er den Großteil seiner Laufbahn verbrachte.

Mit Atlético wurde er dreimal spanischer Meister, zudem gewann er zweimal die Copa del Rey. 1974 stand er mit den Madrilenen im Finale des Pokals der europäischen Meistervereine gegen den FC Bayern München. Die Partie endete 1:1-Unentschieden, nachdem Aragónes für Los Colchoneros getroffen hatte. Das Wiederholungsspiel zwei Tage später wurde dann verloren.

Auch als Trainer feierte Aragonés erste Erfolge bei Atlético, wo er 1977 Meister wurde sowie im Intercontinental Cup und der Copa del Rey triumphierte. Er trainierte noch mehrere andere spanische Teams, unter anderem von 1987 bis 1988 den FC Barcelona. Sein größter Erfolg war aber der Sieg bei der UEFA EURO 2008 mit der spanischen Nationalmannschaft, die er 2004 übernommen hatte. Im Finale wurde dabei Deutschland mit 1:0 bezwungen.

Viele wichtige Persönlichkeiten in Spanien haben ihre Trauer und ihr Mitgefühl ausgedrückt:

Ángel María Villar, RFEF-Präsident
Er wird immer in Erinnerung bleiben als ein Mann, der ein großartiger Fußballspieler war, ein Weltklassetrainer und ein erfolgreicher Nationalcoach. Luis Aragonés war ein Vorbild im spanischen Fußball.

Vicente del Bosque, Spaniens Nationaltrainer
Er hat ohne Zweifel den Grundstein für diese enorm erfolgreiche Ära gelegt. Er hatte sehr große Erfahrung als Trainer, ich persönlich hatte eine sehr hohe Meinung von ihm.

Enrique Cerezo, Präsident von Club Atlético de Madrid
Er war in erster Linie ein Mann von Atlético. Im Namen des Vereins möchte ich seiner Familie unser Beileid ausdrücken. Luis Aragonés war ein großer Spieler und Trainer, aber vor allem war er ein großartiger Mensch und ein Freund.

Iker Casillas, Torhüter von Real Madrid CF und der spanischen Nationalmannschaft
Er war einer der wichtigsten Menschen in meiner Profikarriere. Danke für alles, "Gaffer".

David Villa, Stürmer von Club Atlético de Madrid und der spanischen Nationalmannschaft
Heute ist ein sehr trauriger Tag. Wir haben einen ganz Großen verloren. Danke, dass Du mich zu dem gemacht hast, der ich bin.

Xabi Alonso, Mittelfeldspieler von Real Madrid CF und der spanischen Nationalmannschaft
Wir haben einen der Größten verloren, das ist ein sehr trauriger Tag. Seine Persönlichkeit hat das Leben von so vielen Menschen beeinflusst.

Fernando Torres, Stürmer von Chelsea FC und der spanischen Nationalmannschaft
Danke, Boss. Ich werde nie in der Lage sein, Dir genug dafür zu danken, was du für mich getan hast.

Cesc Fàbregas, Mittelfeldspieler des FC Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft
Wir haben einen Menschen verloren, der mich sowohl in meiner Profikarriere als auch als Person enorm beeinflusst hat. Danke für alles.

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