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Voss-Tecklenburg mit Schweizer Zurückhaltung

Nach Siegen gegen Island und Dänemark ist die Schweiz auf gutem Weg in Richtung FIFA-Frauen-WM 2015, doch vor dem Duell mit Israel übt sich Trainerin Martina Voss-Tecklenburg in Zurückhaltung.

Martina Voss-Tecklenburg ist seit zwei Jahren Schweizer Nationaltrainerin
Martina Voss-Tecklenburg ist seit zwei Jahren Schweizer Nationaltrainerin ©Getty Images

Dänemark und Island galten als klare Favoriten in Gruppe 3 der Qualifikation für die FIFA-Frauen-WM 2015, doch aktuell bestimmt dort die Schweiz das Geschehen. Die Schweizerinnen, die noch nie eine Endrunde erreicht haben, stehen nach Siegen gegen Dänemark (1:0), Island (2:0) und Serbien (9:0) souverän an der Tabellenspitze. Trainerin Martina Voss-Tecklenburg sprach vor der vierten Partie am Mittwoch in Israel mit UEFA.com.

UEFA.com: Wie ist Ihre Zielsetzung für dieses Turnier?

Martina Voss-Tecklenburg: Wir wollen uns erstmals für eine Endrunde qualifizieren. Wir haben uns sehr gut vorbereiten können, ich kenne das Team inzwischen sehr gut und wir sind bereit. Die Auslosung hätte definitiv schlechter laufen können, wir sind Teams wie Deutschland, Schweden und Frankreich aus dem Weg gegangen. Nach drei Spielen stehen wir jetzt besser da, als wir erwarten durften. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen und wir müssen weiter alles aus uns herausholen.

UEFA.com: Ist Ihre Mannschaft jetzt der Favorit in Gruppe 3?

Voss-Tecklenburg: Nein, es stehen noch sieben Spiele auf dem Plan und es ist hier natürlich alles möglich. Natürlich haben wir nach diesem tollen Start jetzt einiges zu verlieren, deshalb ist mein Team nun ganz besonders gefordert - auch mental. Wir wurden vom Jäger zum Gejagten. Meine Mannschaft weiß, dass sie gegen jeden Gegner 100 Prozent geben muss. Wir werden weiter unser Bestes geben, aber es hängt natürlich auch viel an den Leistungen der Konkurrenz in den verbleibenden Spielen.

UEFA.com: Mit Lara Dickenmann, Ramona Bachmann, Ana Maria Crnogorčević und Vanessa Bürki haben Sie einige sehr starke Spielerinnen. Was kann dieses Team erreichen?

Voss-Tecklenburg: Meine Mannschaft hat sich wirklich stark entwickelt. Wir sind schon immer offensiv sehr stark gewesen, doch wir hatten ganz einfach den Ball zu selten. Daran haben wir gearbeitet und inzwischen hat sich daran einiges geändert. Neben diesen vier Säulen unserer Mannschaft haben wir auch viele junge und hochtalentierte Spielerinnen wie Noelle Maritz aus Wolfsburg und Lia Wälti aus Potsdam. Andere spielen in Italien wie Gaëlle Tahlmann und Sandy Mändly. Ganze neun Spielerinnen haben letzte Saison in der Champions League gespielt und das ist natürlich sehr wichtig für uns.

Aber auch die Spielerinnen, die in der Schweiz aktiv sind, haben sich sehr gut weiterentwickelt. Alles in allem erwarte ich von meiner Mannschaft aber noch stabilere Leistungen, beispielsweise über den Zeitraum einer ganzen Qualifikation. In Bestform sind wir schwer zu schlagen. Wir müssen diese Bestform aber konsequent abrufen in den nächsten Spielen. Die Spielerinnen sind aber wirklich heiß auf das Erreichen einer Endrunde und das macht mich zuversichtlich.

UEFA.com: Am Dienstag gegen Isreal geht Ihr Team sicher sehr selbstbewusst in die Partie.

Voss-Tecklenburg: Wir werden diese Mannschaft ganz sicher nicht unterschätzen. Gerade auswärts erwartet uns hier keine leichte Aufgabe. Beim letzten Duell vor drei Jahren gewann die Schweiz nur knapp mit 1:0 gegen Israel. Wir müssen versuchen, das Kommando zu übernehmen und in Führung zu gehen. Wir wollen uns die Qualifikation nicht verbauen, in dem wir gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften Punkte liegen lassen. Das darf nicht passieren.

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