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Schweizer Liga ist spannend wie nie

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Gerade einmal vier Punkte trennen die ersten fünf Teams in der Tabelle der Schweizer Super League - die Meisterschaft ist vor dem Rückrundenauftakt so spannend wie noch nie.

Der FC Basel ist aktueller Tabellenführer der Super League
Der FC Basel ist aktueller Tabellenführer der Super League ©AFP/Getty Images

Bei der Betrachtung der Tabelle scheint die Super League vor Beginn der Rückrunde am kommenden Wochenende so spannend wie seit vielen Jahren nicht mehr: Den FC St Gallen auf dem fünften Platz trennen gerade mal vier Punkte vom Tabellenführer FC Basel 1893, dazwischen stehen im Abstand von jeweils einem Punkt der FC Luzern vor dem BSC Young Boys und dem Grasshopper Club. Die Basler, Titelhalter und Seriensieger der letzten vier Jahre, sind weiterhin erster Anwärter auf den Titel. Die fünfte Meisterschaft in Folge bedeutete alleiniger Schweizer Rekord.

In personeller Hinsicht mussten die Basler in den letzten Wochen allerdings einige Abstriche machen. Vor allem der Wechsel Mohamed Salahs zum Chelsea FC, gegen den der Ägypter in der UEFA Champions League 2013/14 und der UEFA Europa League 2012/13 in insgesamt vier Spielen drei Treffer erzielte, hinterlässt Spuren. Die Schnelligkeit, Hauptattraktion im Spiel des Basler Rekordtransfers, wird dem Meister insbesondere auf der rechten Angriffsseite fehlen.

Es ist bis dato der einzige namhafte Abgang beim FCB, doch fehlen dem Meister im Rennen um den Titel aus anderen Gründen weitere Spieler: Ivan Ivanov wird dem Sechzehntelfinalisten der UEFA Europa League noch mehrere Monate fehlen. Die Lücke soll der tschechische Nationalspieler Marek Suchý schließen, der bis Ende der Saison auf Leihbasis vom FC Spartak Moskva ans Rheinknie stößt. Fest eingeplant war im Abwehrzentrum auch Fabian Schär, doch der Nationalspieler erholt sich von einer Operation während der Winterpause weniger schnell als erhofft – der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist unbestimmt. Neben Suchý werden wohl entweder Gastón Sauro, Arlind Ajeti oder gar der defensive Mittelfeldspieler Fabian Frei eingesetzt werden.

Die personellen Ausfälle beim FC Basel lassen bezüglich der Spannung in der Meisterschaft hoffen, die Herausforderer dürften mitunter daraus ihre Hoffnungen schöpfen. Einer davon, der GC, hat allerdings selbst mit einer personellen Schwächung zu kämpfen: Izet Hajrović, in den letzten Jahren einer der wichtigsten Akteure beim Rekordmeister, wechselte in der Winterpause in die Türkei zu Galatasaray AŞ. Mit ein Grund, warum in Zürich niemand vom Meistertitel sprechen möchte, auch wenn die Arbeit des Trainer Michael Skibbe jüngst in einer Vertragsverlängerung mündete.

Anders sieht die Situation bei den Young Boys aus, die in der Winterpause reagierten und Josef Martinez aus dem Leihgeschäft vom FC Thun zurückholten. Der Venezolaner führt mit acht Treffern die Torschützenliste zusammen mit Basels Marco Streller an. Der Zuzug von Martinez dürfte den Abgang beispielsweise von François Affolter kompensieren. Affolter ist der einzige Neuzugang bei Luzern, der mit einem Punkt Rückstand auf Basel auf Platz zwei überwinterte. Dem Team der Innerschweizer blieben die Leistungsträger erhalten, womit sie weiterhin ein Konkurrent Basels bleiben. Dazu zählen darf sich auch St Gallen, das nach dem Ausscheiden aus der UEFA Europa League von der kräftezehrenden Doppelbelastung befreit aufspielen kann.

In der unteren Hälfte der Tabelle werden am ehesten der FC Sion und der FC Aarau noch in den Abstiegstrudel verwickelt sein, wobei sie letztendlich mit dem Gang in die Challenge League wohl nichts zu tun haben werden. Der Grund: Die Waadtländer des FC Lausanne-Sport liegen mit sieben Punkten abgeschlagen am Tabellenende und werden nächste Saison mutmaßlich in der zweithöchsten Spielklasse zu sehen sein.