Derbys in Italien und England im Fokus
Freitag, 31. Januar 2014
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UEFA.com blickt voraus auf das Wochenende, an dem es in England und Italien zu Derbys kommt, in der Schweiz sowie Nordirland Spitzenspiele anstehen und ein Härtetest auf Real Madrid wartet.
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England: Newcastle United FC - Sunderland AFC (Samstag, 13.45 Uhr)
Sunderland hat unter Gus Poyet eine erstaunliche Wandlung hingelegt. An Weihnachten stand die Mannschaft noch mit fünf Punkten Rückstand am Tabellenende, doch seitdem ging es steil bergauf. Durch Siege gegen Chelsea FC und Manchester United FC ist Sunderland ins Finale des Ligapokals eingezogen, und am Mittwoch konnte man zum ersten Mal seit August die Abstiegszone verlassen. Ein Sieg im 144. Tyne and Wear-Derby würde einen weiteren Schub geben. Newcastle muss den Abgang von Yohan Cabaye verkraften, und weil Loïc Rémy gesperrt ist, könnte der vom VfL Borussia Mönchengladbach ausgeliehene Luuk de Jong gleich zu seinem Debüt kommen.
Deutschland: FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)
Unterschiedlicher hätte der Rückrundenstart für beide Teams nicht ausfallen können. Während Schalke auch dank des geglückten Comebacks von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar zu einem mühelosen Sieg beim Hamburger SV kam, kassierten die Wölfe mit ihrem neuen Star Kevin de Bruyne eine bittere Derbypleite gegen Hannover 96. Für Torhüter Diego Benaglio ein ärgerlicher Ausrutscher, aber auch nicht mehr: "Wir haben mit neun Spielen ohne Niederlage eine ganz ordentliche Serie gehabt, wenn es vorerst bei dieser Niederlage bleibt, war das kein Beinbruch. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen und alles versuchen, um auf Schalke schon wieder in der Spur zu sein." Und das ist im Kampf um einen Platz in der UEFA Champions League auch bitter nötig, denn die Schalker liegen als Fünfter nun einen Zähler vor Wolfsburg. Schalkes Abwehrspieler Felipe Santana will nachlegen: "Das wird ein sehr wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Wenn wir so eine Leistung abrufen wie gegen Hamburg, haben wir eine große Chance, auch dieses Duell für uns zu entscheiden."
Nordirland: Cliftonville FC - Linfield FC (Samstag, 16.00 Uhr)
Cliftonville hat am letzten Wochenende mit dem nordirischen Ligapokal den ersten Titel in dieser Saison gewonnen, mit einem Sieg am Samstag könnten die Hausherren einen großen Schritt in Richtung nächste Trophäe machen, denn dann würde man nur noch zwei Punkte hinter Spitzenreiter Linfield liegen. "Für beide Vereine steht eine Menge auf dem Spiel", sagte Cliftonvilles Trainer Tommy Breslin. "Es ist ein großer Ansporn für uns, den Rückstand auf zwei Zähler zu verkürzen."
Schweiz: FC Luzern - Grasshopper Club (Sonntag, 13.45 Uhr)
Zwar steht der Grasshopper Club zum Start in die Rückrunde der Super League auf Platz vier, lediglich drei Punkte hinter Branchenprimus FC Basel 1893. Doch die Zürcher gehen ohne einen ihrer wichtigsten Spieler der letzten Jahre in diese Partie: Izet Hajrović wechselte in der Winterpause zu Galatasaray AŞ – GC verlor seinen stärksten linken Fuß für ruhende Bälle, der sechs Treffer selbst erzielte und vier weitere vorbereitete. "Sein Abgang ist ohne Frage ein großer Verlust für uns", sagte Grasshopper-Trainer Michael Skibbe. Das Duell mit Luzern ist die erste Schlagerpartie des Jahres, der Zweite trifft auf den Vierten. Zwei Punkte trennen die beiden Mannschaften und der Gewinner meldet seine Ambitionen an, im Titelrennen weiter mitzumischen. Für die Innerschweizer spricht ihre traditionelle Heimstärke, doch gegen die Grasshoppers ist der letzte Heimsieg fast fünf Jahre her – am 26. Juli 2009 gab es einen 2:1-Erfolg.
Italien: Juventus - FC Internazionale Milano (Sonntag, 20.45 Uhr)
Das Derby d'Italia in der Serie A wird immer besonders mit Spannung erwartet, die Partie am Sonntag ist keine Ausnahme. Der Tabellenfünfte Inter liegt satte 23 Punkte hinter Spitzenreiter Juventus und steht unter Druck - Torino FC, Parma FC und Hellas-Verona FC könnten allesamt an der Truppe von Walter Mazzarri vorbeiziehen, sollte diese nicht gewinnen. Die Bianconeri müssen ohne den verletzten Gianluigi Buffon auskommen, haben mit Marco Storari aber einen starken Ersatzmann. Nach zwölf Siegen in Folge musste sich Juve am letzten Wochenende mit einem 1:1 bei SS Lazio begnügen, das Selbstvertrauen hat darunter aber nicht gelitten. "Wir haben unser letztes Spiel zwar nicht gewonnen, aber wir haben gezeigt, warum wir oben stehen", sagte Trainer Antonio Conte. "Wir haben nie aufgegeben, auch in Unterzahl nicht. Genau so werden wir auch am Sonntag auftreten."
Spanien: Athletic Club - Real Madrid CF (Sonntag, 21.00 Uhr)
Im neuen San Mamés stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die eine ganz starke Saison spielen. "Jeder weiß, dass es dort nicht einfach ist; Barcelona hat dort vor kurzem verloren", meinte Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti. Die Gastgeber haben vier der letzten fünf Ligaspiele gewonnen und dabei insgesamt 17 Tore geschossen, die Madrilenen dürfen sich also auf einen heißen Tanz einstellen, auch wenn sie seit 20 Pflichtspielen ungeschlagen sind und im Jahr 2014 noch kein einziges Gegentor kassiert haben. "Athletic spielt gut, aber das Spiel kommt für uns zum richtigen Zeitpunkt, denn wir sind ebenfalls gut drauf", so Ancelotti weiter.
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