Starkes Verona lässt Fans träumen
Donnerstag, 31. Oktober 2013
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Aufsteiger Hellas Verona FC sorgt in der Serie A im Moment für ordentlich Furore, weshalb bereits Vergleiche zur Meistermannschaft von vor fast drei Jahrzehnten gezogen werden.
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Fast drei Jahrzehnte nach dem man die Größen des italienischen Fußballs geschockt und sich den Scudetto 1985 geholt hatte, sorgt Hellas Verona FC in der Serie A nun erneut für Furore.
Mit dem 2:0-Sieg am Mittwoch gegen UC Sampdora – der fünfte Sieg im fünften Spiel im Bentegodi Stadion in dieser Saison – überholte man ACF Fiorentina und liegt punktgleich mit dem FC Internazionale Milano mit 19 Zählern auf dem vierten Platz. "Wir spielen im Moment über den Erwartungen", erklärte Trainer Andrea Mandorlini.
Nach dem Abstieg in die Serie B im Jahr 2002 und dem Abstieg in die dritte Liga 2007, konnte sich Verona 2008 dank eines Sieges in den Play-offs gegen Pro Patria gerade noch so vor der vierten Liga retten. Die Fans haben das Team aber niemals im Stich gelassen und so kamen in der Saison 2009/10, als Verona am letzten Spieltag mit 0:1 gegen Calcio Portogruaro verlor und somit den Aufstieg in die Serie B verpasste, über 25 000 Zuschauer in das Bentegodi Stadion.
Ein Jahr später holte man nach zwölf enttäuschenden Spielen dann Mandorlini als Trainer und der ehemalige Inter-Verteidiger führte die Mannschaft über die Play-offs direkt in die Serie B. Im letzten Jahr schaffte der Gewinner der rumänischen Meisterschaft mit CFR Cluj mit dem Verona schließlich den Aufstieg in die Serie A.
"Der Erfolg, den wir im Moment genießen dürften, ist der Ertrag der harten Arbeit über die letzten Jahre", erklärte Mandorlini. "Wir haben einige Spieler, die zum Beispiel die jungen Spieler führen und an die Hand nehmen – der Enthusiasmus ist groß innerhalb der Mannschaft. Mein Job ist es nun, dafür zu sorgen, dass sie auf dem Boden bleiben."
Einer dieser erfahrenen Spieler ist Luca Toni, der gegen Sampdoria sein viertes Saisontor erzielte. "Das war ein wichtiger Sieg, den wir nach der Niederlage gegen Inter am Wochenende dringen gebraucht haben", so der 36-jährige Gewinner der FIFA-WM 2006. "Aber unsere Ziele sind nach wie vor gleich. Wir wollen den Abstieg vermeiden und so schnell wie möglich 40 Punkte erreichen."
Neben Toni konnten junge Talente wie der 21-jährige brasilianische Mittelfeldspieler Jorginho oder der vom FC Porto ausgeliehene 22-jährige argentinische Stürmer Manuel Iturbe auf sich aufmerksam machen. Rechtsverteidiger Fabrizio Cacciatore, der in dieser Spielzeit bereits drei Treffer erzielt hat, oder Torhüter Rafael sowie Kapitän Domenica Maitta sind dagegen schon seit der dritten Liga bei diesem Verein.
Parallelen zwischen dem berühmten Mannschaftstrainer Osvaldo Bagnoli und den Starspielern Hans-Peter Briegel und Preben Elkjær Larsen mögen zwar eher ein Traum bleiben, aber in der romantischen Stadt von Romeo und Julia wird träumen zumindest noch erlaubt sein dürfen.