Salzburg stolpert bei Sturm
Samstag, 17. August 2013
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Die bisher überragenden Bullen kamen in Graz nur zu einem 1:1. Die Austria besiegte Wiener Neustadt mit 5:0. Ried holte sich am Tivoli drei Punkte und bei Grödig - WAC fielen sieben Tore.
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Die fünfte Runde der österreichischen Bundesliga entwickelte sich zu einem wahren Torfestival - außer in der vermeintlichen Spitzenpartie FC Salzburg gegen SK Sturm Graz: Die Salzburger kamen in Graz nur zu einem 1:1. Der FK Austria Wien verpasste dem SC Wiener Neustadt eine 5:0-Packung, Aufsteiger SV Grödig schlug den Wolfsberger AC mit 4:3 und die SV Ried holte sich beim FC Wacker Innsbruck ein 3:2.
Salzburg kam bei Sturm Graz nicht über ein 1:1 hinaus. Die Bullen zeigten dabei lange Zeit Einbahnstraßen-Fußball und hatten Chance um Chance. Die beste Möglichkeit auf die Führung gab es in der 20. Minute: Sadio Mané wurde schön in Szene gesetzt, legte per Stanglpass zu Kevin Kampl ab und der vergab vor dem praktisch leeren Kasten. Nur zwei Minuten später tänzelte Kampl Martin Ehrenreich aus, flankte zur Mitte und Jonathan Soriano nickte unbekümmert zur überaus verdienten Führung ein. Salzburg spielte weiter groß auf und Sturm war stets in die Defensive gedrängt.
Nach dem Seitenwechsel fiel dann rasch der Ausgleich für die Schwarz-Weißen. Robert Berič (57.), der in Minute 40 die bisher einzig zählbare Grazer Chance vergeben hatte, traf nach einem präzisen Stanglpass von Patrick Wolf. Salzburg tat sich danach schwer, das Spiel nach vorne zu forcieren und musste sich nach 90 Minuten mit dem 1:1 begnügen.
Austria Wien schlug Wiener Neustadt über 90 Minuten unumstritten klar mit 5:0. Nach einem recht unorganisierten Start kamen die Austrianer mit der ersten Chance zum ersten Tor. Alexander Gorgon (7.) schlenzte einen Freistoß aus 25 Metern herrlich ins Tor zum 1:0. Die Austria war aufgewacht und machte Druck. Fast die logische Konsequenz folgte - Tomáš Jun (28.) traf mit einem wahrhaftigen Traumtor zum 2:0. Der Routinier holte sich am 16er den Ball, tanzte drei Verteidiger aus und überlistete mit einem Lupfer Jörg Siebenhandl.
Auch in den zweiten 45 Minuten war die Austria tonangebend. Philipp Hosiner traf in Minute 70 zum 3:0, nachdem der Stürmer mehrmals vergeblich versucht hatte, einzunetzen. Marko Stanković (75.) legte mit dem vierten Treffer des Matches nach und setzte mit seinem Volleyschuss ein Zeichen. Hosiner markierte mit seinem zweiten Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt.
Die Grödiger machten gegen Wolfsberg früh das 1:0. Nach einem Ballverlust der Gäste bediente Peter Tschernegg Philipp Zulechner (8.) in der Spitze, der ließ Nenad Jovanović aussteigen und schob ins lange Eck ein. Grödig war spielbestimmend und legte in der 19. Minute noch eines drauf. Philipp Huspek setzte sich rechts durch, flankte zur Mitte auf Thomas Salamon, der den Ball unbedrängt annehmen konnte und auf 2:0 stellte. Und auch das 3:0 fiel bald. Dieter Elsneg setzte sich an der linken Flanke durch, spielte zur Mitte, wo Gernot Suppan (27.) für den WAC klären wollte, aber die Kugel ungeschickt ins eigene Tor trat.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Kärntner zunächst mehr Offensiv-Power, obwohl Zulechner (49.) für Grödig die große Möglichkeit auf das 4:0 hatte. In Minute 69 schwächte Dominique Taboga durch ein Torraub-Foul seine Grödiger und musste von draußen mitansehen, wie Michael Liendl (70.) den anschließenden Elfer verwertete. Nur zwei Minuten später stellte Hannes Sigurðsson mit einem Treffer aus wenigen Metern die Drei-Tore-Führung wieder her. Es wurde aber noch einmal spannend: Christian Falk (78.) verkürzte auf 2:4, Jacobo Ynclán (85.) auf 3:4. Nach 90 Minuten hieß es dennoch 4:3 für Grödig.
Wacker Innsbruck verlor gegen Ried mit 2:3. Für die Rieder gab es einen wahrhaftigen Auftakt nach Maß: Der Ex-Innsbrucker Clemens Walch setzte in Minute drei zu einem Sololauf an, zog aus gut 25 Metern einfach einmal ab - und die Kugel war im Tor. Wacker war anschließend wacher und hatte leicht mehr vom Spiel. Dann, Freistoß für Innsbruck: Der wird lang und länger, Marco Kofler (21.) fuhr zuerst noch knapp neben den Ball, Thomas Gebauer konnte abwehren und im Nachsetzen drückte Kofler die Kugel dann zum 1:1. ins Tor. Eine Minute später ging Wacker sogar in Führung. Daniel Schütz spielte sich in den 16er, legte für den heranstürmenden Roman Wallner ab und der knallte die Kugel im Rutschen ins Netz – sein 100. Bundesliga-Treffer! Es ging aber mit 2:2 in die Pause: René Gartler trat die Flanke von rechts genau auf den Kopf von Patrick Möschl (44.) und der nickte aus kurzer Distanz ein.
In Hälfte zwei waren die Rieder wieder besser als zuvor. Die logische Folge war der erneute Führungstreffer, der zwar spät, aber doch fiel. Julius Perstaller spitzelte den Ball von der Seitenauslinie hoch in den Fünfer, wo Robert Žulj (71.) auftauchte und zum 3:2 einköpfelte. Wallner hätte in der 81. Minute um ein Haar noch sein 101. Tor gemacht. Gebauer legte Stjepan Vuleta knapp vor dem eigenen Gehäuse, Wallner trat an und Gebauer hielt. Gartler musste in der Schlussphase mit seiner zweiten Gelben Karte vorzeitig vom Feld, was seiner SVR den Sieg aber trotzdem nicht mehr streitig machen konnte.
Zum Abschluss des fünften Spieltags trifft morgen der FC Admira Wacker Mödling auf den SK Rapid Wien.