Nachwuchsturniere sind wichtig
Dienstag, 11. Juni 2013
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Ungarn war Gastgeber eines UEFA-Nachwuchsturniers, beherbergte viele junge Spieler und hat auch selbst Erfahrungen als Gastgeber für weitere Turniere gesammelt.
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Die Zeit der Nachwuchsturniere der UEFA neigt sich in dieser Saison dem Ende entgegen und die nationalen Verbände und auch die Verantwortlichen zeigen sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. Es ist wichtig, jungen Spielern früh einen Eindruck vom internationalen Fußball zu vermitteln.
Die Turniere fanden in den letzten Monaten im Rahmen der Kampagne des europäischen dachverbands statt und waren eine Reaktion auf das Feedback der Mitgliedsverbände der UEFA. Im Vordergrund stand die europaweite Förderung des Sports. Da die Klasse der U16-Spieler als sehr wichtig in der Entwicklung der Spieler angesehen wird, entschied sich die UEFA für diesen Jahrgang.
Das Turnier wurde im Global Football Park in Telki ausgetragen. Ungarn lobte die UEFA dafür, dass die Nachwuchsspieler diese einmalige Erfahrung machen konnten. Mädchen- und Jungenteams aus Armenien (nur Jungs), Bulgarien (nur Mädchen), Ungarn, Slowenien und der Schweiz nahmen an dem Turnier teil.
"Diese Art von Turnier ist sehr interessant und ein tolles Erlebnis für die Spieler", so Yves Débonnaire, Trainer der Schweizer U16. "Dass wir hier auf drei andere Teams trafen und mit ihnen zusammen gewohnt haben, war sehr positiv. Mit 20 Spielern anreisen zu dürfen, war eine gute Chance, den ganzen Kader zu beobachten und jedem Spieler Spielzeit zu geben."
"Dank des Einflusses der UEFA bei der Organisation haben wir alle tolle Bedingungen vorgefunden ... perfekte Plätze, die Unterkunft, die total an U16-Spieler angepasst wurde und auch die vielen Möglichkeiten, sich im nationalen Zentrum des ungarischen Fußballverbands zu beschäftigen. All das hat zu einer rundum tollen Woche beigetragen."
Dušan Tittel, technischer Beobachter der UEFA bei dem Jungenturnier und Mitglied der Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung, stimmt Débonnaire zu. "Das Turnier wurde sehr gut organisiert und die Sportanlage in Telki ist sehr gut", sagte er. "Jeder Trainer hat die Möglichkeit, alle Spieler einzusetzen, ausgenutzt. Für die jungen Spieler war es gut, internationale Erfahrungen zu sammeln."
Der Ungarische Fußballverband (MLSZ) war ein stolzer und aufmerksamer Gastgeber und konnte auch selbst für kommende Events Erfahrungen sammeln. "Die Idee dieser UEFA-Nachwuchsturniere ist toll, alle können dabei lernen", erklärte Márton Vagi, Generalsekretär des MLSZ.
"Die Spieler können sich darauf vorbereiten, in einem Stadion vor Fans zu spielen und auch darauf, wie man seine Nerven bei einem Elfmeterschießen behält. Für die Trainer sind diese Turniere eine gute Gelegenheit, das Theoretische ins Praktische umzusetzen."
"Das Organisationskomitee lernt, wie bestimmte Probleme in der Praxis zu bewältigen sind. Das Beste aber ist, dass jeder, der an diesem Turnier beteiligt ist, andere Kulturen und Menschen kennenlernt. Ungarn hat schon viel Erfahrung in der Austragung großer Veranstaltungen und wir sind bereit für die UEFA-U19-Europameisterschaft im kommenden Jahr. Ich bin mir aber sicher, dass es gut war, dass wir diese Veranstaltung ausgetragen haben."
Auch das Event für die U16-Frauen in Ungarn ging reibungslos über die Bühne, so die technische Beobachterin und technische Leiterin der UEFA für Frauenfußball, Béatrice von Siebenthal: "Die Trainer können sich auf ihre erste Qualifikationsrunde für die Frauen-U17-Weltmeisterschaft vorbereiten, allerdings ohne den Erfolgsdruck", sagte sie.
"Auch die Spieler profitieren von ihrem ersten internationalen Turnier. Jeden Tag gab es Forschritte. Alle sind sich einig, dass so ein Programm nur mithilfe der UEFA möglich war. Ohne diese Unterstützung hätten es sich die Verbände nicht leisten können."
Zwei Turniere stehen noch aus. Eines in Albanien für Jungs vom 15. bis 22. Juni, und vom 20. bis 24. August für Mädchen in Polen. Die Turniere für 2014 werden bereits geplant, die nationalen Verbände freuen sich bereits darauf.
Das letzte Wort soll Ioan Lupescu, dem leitenden technischen Offizier der UEFA, gehören: "Nach der erfolgreichen Testphase im Frühling 2012 war es eine gute Entscheidung, allen Mitgliedsverbänden die Teilnahme an diesen Nachwuchsturnieren zu ermöglichen", sagte er. "Das Feedback, das wir 2013 bekommen haben, war fantastisch. Um ehrlich zu sein, haben wir gar nicht mit so viel Begeisterung der nationalen Verbände gerechnet."
"Das ist ein großer Anreiz für uns, diese Nachwuchsturniere weiterzuführen, um somit für eine gute Ausbildung unsere Nachwuchsspieler, Jungen und Mädchen, zu sorgen."