Salzburg schießt WAC ab
Samstag, 20. April 2013
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Soriano und Alan sorgten mit je drei Treffern für den 6:2-Erfolg über den Aufsteiger. Am Tabellenende spitzt sich zeitgleich der Abstiegskampf zu. Vier Klubs trennen nur drei Punkte.
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Der Abstiegskampf in der österreichischen Bundesliga nimmt nach der 30. Runde dramatische Züge an. Schlusslicht FC Wacker Innsbruck gewann gegen die SV Ried mit 2:0, der SV Mattersburg (9.) holte beim SK Sturm Graz ein 2:2 und der SC Wiener Neustadt (7.) gewann das direkte Duell mit dem FC Admira Wacker Mödling (8.) mit 3:0. Die vier letztplatzierten Klubs liegen nur drei Punkte auseinander. Die kleine Hoffnungsflamme auf den Titel hat der FC Salzburg mit einem 6:2 gegen den Wolfsberger AC am Leben gehalten. Am Sonntag folgt noch das Derby FK Austria Wien gegen SK Rapid Wien.
Der SK Sturm Graz rettete beim 2:2 daheim gegen den SV Mattersburg in letzter Sekunde ein 2:2-Remis. Die Steirer gingen dabei aber zuerst sogar in Führung. Michael Madl köpfelte nach Eckball von Haris Bukva souverän ein (39.). Danach spielte Sturm auf, der zweite Treffer wollte aber nicht fallen. So musste man – ebenfalls nach einer Ecke – den Ausgleich hinnehmen. Der riesengroße Alexander Pöllhuber wurde bei seinem Kopfball sträflich alleine gelassen (65.). Danach hätten die Grazer wieder in Führung gehen können, Florian Kainz scheiterte aber vom Elfmeterpunkt aus. In der 83. Minute kam dann Mattersburg durch einen Treffer von Patrick Bürger auf die Siegesstraße, spät in der Nachspielzeit konnte Richard Sukuta-Pasu Sturm aber mit einem Kopfball-Tor doch noch ein Unentschieden retten.
Ein wahres Schützenfest feierte der FC Salzburg, der im eigenen Stadion den Wolfsberger AC mit 6:2 an die Wand spielte. Dabei musste der Meister in der 10. Minute durch einen Kopfball von David De Paula sogar den ersten Treffer der Partie hinnehmen. Sieben Minuten später beförderte Alan eine Flanke von Kevin Kampf mit der Brust über die Linie. Mit seinem verwandelten Elfmeter – den auch er herausholte – drehte der Brasilianer dann die Partie (33.). Boris Hüttenbrenner sah dabei nach seinem Torraub im Strafraum rot. In Unterzahl durfte der WAC noch einmal hoffen, Roland Putsche nickte mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:2 ein (37.). In der zweiten Hälfte kam Top-Torjäger Jonathan Soriano ins Spiel. Erst kurz zuvor war er im Spital, seine Frau bekam das dritte Kind. Gleich machte er seiner jüngsten Tochter ein Willkommensgeschenk - sein wunderbarer Heber senkte sich über Torhüter Christian Dobnik in die Maschen (50.). Seine Karenzvertretung Alan hatte aber noch nicht genug vom Jubeln und schob den Ball nach idealer Vorlage von Valon Berisha frei über die Linie (58.). Sein dritter Treffer an diesem Abend. Den internen Tor-Wettstreit wollte aber auch Soriano nicht aufgeben, durch einen Kopfball (76.) und einen Rechtsschuss (87.) machte auch er seinen Hattrick perfekt.
Der SC Wiener Neustadt setzte sich im "Sechs-Punkte-Spiel" gegen den FC Admira Wacker Mödling mit 3:0 durch. Die erste Hälfte des Niederösterreich-Derbys gestaltete sich ausgeglichen und arm an Höhepunkten. Das Highlight war der Kopfball-Treffer von Christian Ramsebner in der 41. Minute. Kurz nach der Pause brannten Admira-Schlussmann Jürgen Macho nach einem Bodycheck von Herbert Rauter die Sicherungen durch. Nach einer Tätlichkeit musste er mit Rot vom Feld. In der 77. Minute verloren die Gäste den nächsten Spieler, Stephan Palla sah seine zweite Gelbe. Erst danach konnten die Neustädter die Entscheidung herbeiführen. Dennis Mimm schob den Ball zwischen die Beine von Patrick Tischler – 2:0 (81.). In der 90. Minute machte Mimm dann mit seinem starken Flachschuss zum 3:0 endgültig alles klar.
Der FC Wacker Innsbruck beendete seine Durststrecke mit einem 3:0 gegen die SV Ried. Zuvor holte die Elf von Roland Kirchler in sechs Spielen nur einen Punkt. Lukas Hinterseer verwertete in der 37. Minute eine Vorlage von Roman Wallner zur Führung. Der Neffe von Schlagersänger Hansi Hinterseer war auch beim zweiten Treffer entscheidend beteiligt. Mit seinem idealen Zuspiel auf Christopher Wernitznig führte er die Entscheidung herbei (76.). Zuvor hatte Wacker Glück, ein Heber von Clemens Walch wurde von einem Verteidiger auf der Linie entschärft. Ried musste ab der 73. Minute mit zehn Mann auskommen, Marco Meilinger sah Gelb-Rot.