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Breitenfußball für alle

Breitenfußball

Die Notwendigkeit, den Breitenfußball für jedermann zu unterstützen und die vitalen Schlüsselelemente des Sports zu pflegen, war das wichtigste Thema beim 10. UEFA-Breitenfußball-Workshop in Oslo.

Gianni Rivera auf dem 10. UEFA-Breitenfußball-Workshop in Oslo
Gianni Rivera auf dem 10. UEFA-Breitenfußball-Workshop in Oslo ©UEFA

Werden wir unseren Verpflichtungen gegenüber den Eltern und der Gesellschaft gerecht? Arbeiten wir daran, Kinder zu guten Bürgern heranzuziehen, von denen einige vielleicht gute Fußballer werden? Oder sind wir ungeduldig und konzentrieren uns auf darauf, Stars zu produzieren und dabei die "Nummer zwei" zu vergessen? Das waren einige der Fragen, die UEFA-Breitenfußballbotschafter Per Ravn Omdal den anwesenden Zuhörern am Eröffnungstag des 10. UEFA-Breitenfußball-Workshops in Oslo gestellt hat.

Für Omdal ist die "Nummer zwei" ein gewaltiger Teil der Fußballfamilie, die Fußball auf Breitensportniveau betreibt. "Von Zeit zu Zeit", sagte er, "sollten wir uns wieder die Fußballfamilie anschauen und dabei die breite Basis im Auge haben, wo die Leute in ihrer Freizeit aus Spaß spielen. Ignorieren wir die Bedürfnisse von 90 Prozent unserer Spieler?"

Die Rückkehr zum wesentlichen Element des Breitenfußball wurde von Italiens Größe Gianni Rivera unterstrichen, der in Oslo als Mitglied des UEFA-Breitenfußball-Ausschusses zugegen war und der die Breitenfußball-Preise 2013 am Eröffnungsmorgen des dreitägigen Ereignisses präsentierte. "In Italien", sagte er, "schafft es nur einer von 30 000 oder 35 000 auf Serie A-Niveau, und die grundlegende Verantwortung der nationalen Verbände ist, den Kindern Möglichkeiten zu geben, um Fußball spielen zu können."

Er beschrieb sich selbst als "glücklich, in der Nachkriegszeit aufgewachsen zu sein, als die Leute nichts hatten. Wir mussten uns selbst organisieren und uns in einem Milieu voller Widrigkeiten selbst etwas beibringen". Das zentrale Thema des Workshops war, wie man diese Basiswerte wiederbeleben kann und wie die europäischen Mitgliedsverbände in der heute sehr veränderten Gesellschaft den Breitenfußball pflegen können. Yngve Hallén, Präsident des Norwegischen Fußballverbands (NFF), der diesen Workshop veranstaltete, sagte: "Wir müssen zusammen in die Zukunft schauen und uns darauf konzentrieren, sinnvolle Lebensstile zu schaffen und die Gesellschaft zu unterstützen."

Stig Inge Bjørnebye, ehemaliger Verteidiger von Liverpool FC, heute Chef der NFF-Fußballentwicklung, untermauert dies. Er stellte sich selbst grundlegende Fragen darüber, wie er Fußball spielen und sein Leben gestalten wollte. "Ich kam zu dem Schluss, dass es nur mit Freude geht", sagte er zu den Zuhörern in Oslo. "Deshalb denke ich, dass es eines der Schlüsselelemente des Breitenfußballs ist, den Wunsch nach Aktivitäten zu stimulieren und sicherzustellen, dass jeder sich auf die nächste Einheit oder die nächste Saison freut."

Das Programm dieses Workshops demonstrierte, dass es verschiedene Wege gibt, dies zu erreichen. Dazu zählen auch Veranstaltungen von Breitenfußball-Aktivitäten im Umfeld von großen Fußballereignissen, um Jungs und Mädchen für den Fußball zu begeistern. Piet Hubers gab eine Übersicht über die Ereignisse (oder "Flaggschiff-Momente" wie er es nannte), mit denen der Niederländische Fußballverband (KNVB) im Umfeld des Endspiels der UEFA Europa League in Amsterdam aktiv wird, während Orit Raz, Breitenfußball-Direktor des Israelischen Fußballverbands (IFA), einen Ausblick auf Kampagnen gab, die während der UEFA-U21-Europameisterschaft laufen, die drei Wochen später beginnen.
Peter Landström unterstrich die Bandbreite von Kindergarten-Ereignissen, Trainingslagern, Klubbesuchen und Fußballfestivals, mit der der Schwedische Fußballverband (SvFF) die UEFA Women's EURO 2013 begleitet. Und Alf Hansen sprach darüber, wie beim norwegischen Pokalfinale in jedem Jahr ein Seminar für Breitenfußball-Trainer und –Führungspersönlichkeiten organisiert wird.

"Es ist wichtig, Events zu nutzen, um die Fußballfamilie zusammenzubringen", sagte Ioan Lupescu, der leitende technische Verantwortliche der UEFA, bei der Eröffnung des Workshops. "Wir haben hier in Oslo alle 53 Mitgliedsvereine, und das Thema ist es, gemeinsam an neuen Ideen und Visionen zu arbeiten, um den Breitenfußball zu pflegen." Und Per Ravn Omdal sagte: "Wir haben das beste Produkt der Welt, und nun müssen wir unsere Breitenfußball-Strategien weiterentwickeln und an die künftigen Notwendigkeiten anpassen."

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