SvFF-Präsident zu Besuch bei UEFA
Freitag, 11. Januar 2013
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Die Vorbereitungen auf die UEFA Women's EURO 2013 in Schweden standen beim Besuch von SvFF-Präsident Karl-Erik Nilsson im Haus des Europäischen Fußballs auf der Tagesordnung.
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Zu Beginn eines großen Fußballjahres in seinem Lande hat der Präsident des Schwedischen Fußballverbands (SvFF), Karl-Erik Nilsson, das Haus des Europäischen Fußballs in Nyon besucht.
Der ehemalige Schiedsrichter Nilsson, der im letzten März zum SvFF-Präsidenten gewählt wurde, sprach mit UEFA-Präsident Michel Platini und weiteren hochrangigen UEFA-Funktionären über die Beziehungen zwischen der UEFA und dem schwedischen Verband. Zugleich informierte er über den Stand der Vorbereitungen für die UEFA Women's EURO 2013, die zwischen dem 10. und 28. Juli in Schweden ausgetragen wird.
Zwölf Nationen nehmen an diesem hochkarätigen Turnier für Frauennationalmannschaften teil. Jede Gruppe spielt dabei in zwei verschiedenen Orten. Die Gruppe A bestreitet ihre Spiele im Gamla Ullevi (Göteborg) und in Örjans Vall (Halmstad), die Gruppe B ist in der Öster Arena (Växjö) und in der Kalmar Arena (Kalmar) im Einsatz, während die Gruppe C ihre Partien im Nya Parken (Norrköping) und in der Linköping Arena (Linköping) austrägt. Die Viertelfinalspiele finden in Halmstad, Växjö, Linköping und Kalmar, die Halbfinalspiele in Göteborg und Norrköping statt. Das Endspiel wird in der neuen Friends Arena in Solna bestritten.
Nilsson freut sich darauf, die Fußballstars des Kontinents auf einer solchen Ebene in seinem Land beobachten zu dürfen. Schweden, das 1984 die erstmals ausgetragene Europameisterschaft für Frauen gewann, war zuletzt 1997 Gastgeber einer Frauen-EM, damals gemeinsam mit Norwegen, als dieses Turnier erstmals mit acht Teams ausgetragen wurde. Außerdem fand hier 1995 die FIFA-WM für Frauen statt.
"Nun erreichen wir eine neue Phase", sagte der Verbandspräsident gegenüber UEFA.com. "Die Auslosung ist getan, die Gastgeberstädte wissen, welche Mannschaften bei ihnen spielen, und umso näher wir dem Turnier kommen, umso größer wird das Interesse. Aber für die Organisatoren ist es auch wichtig, sich auf die eigene Nationalmannschaft zu konzentrieren – was also gibt es Besseres, als dass unsere Nationaltrainerin Pia Sundhage gerade erst zur FIFA-Welttrainerin des Jahres im Frauenfußball gewählt wurde? "
"Das Turnier findet zu einer Zeit statt, in der die Menschen in den Urlaub gehen", fügte der SvFF-Präsident hinzu. "So hoffen wir, dass die Fans die Gelegenheit ergreifen, ihre Mannschaft zu begleiten. Wir wollen die Fans der anderen elf Nationen in Schweden sehen, um zusammen mit ihnen und ihren Spielerinnen zu feiern. Um ein erfolgreiches Turnier zu haben, brauchen wir eine Menge Anhänger sowie eine gute Atmosphäre in den Stadien und den Gastgeberstädten."
Nachdem er als Lehrer in Schulen in Kalmar unterrichtet und von 1995 bis 2006 als Bürgermeister in seiner Heimatstadt Emmaboda gearbeitet hatte, nahm Nilsson beim örtlichen Verein Lindås BK seinen ersten Posten im Fußball an. In den 1980er-Jahren begann er als Schiedsrichter, um später in der UEFA Champions League und bei der UEFA EURO 2000 zu pfeifen. Vor seiner Wahl zum SvFF-Präsidenten war er schon Vorstandsmitglied, außerdem Präsident des regionalen Verbands der Region Bohuslan. Bei der UEFA-U21-Europameisterschaft 2009 war er Turnierdirektor. Neben anderen Aufgaben innerhalb der UEFA arbeitete er als Schiedsrichterbeobachter und als Mentor für jüngere Offizielle.
"Das ist eine Gelegenheit, in einer entspannten Atmosphäre Menschen zu treffen, mit denen man in Verbindung sein sollte", sagte er über seinen jüngsten Besuch bei der UEFA. "Ich war hier viele Male zuvor, besonders während meiner langen Karriere als Schiedsrichter, aber in meiner neuen Position ist es ausgezeichnet, einander näher zu kommen, um wichtige Fragen zu diskutieren. Die Unterstützung, die Schweden und andere Verbände über HatTrick und andere Projekte bekommt, ist von großer Wichtigkeit, weil damit die Verbände die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln, besonders wenn man über Infrastrukturen, sportliche Entwicklung usw. spricht."
Während der Jahre hat Schweden einen bedeutenden Beitrag zum Fußball geleistet, wenn man beispielsweise an die Rolle im Breitenfußball denkt. Karl-Erik Nilsson glaubt, dass sich die beiden Ebenen ergänzen. "Heutzutage ziehen die Leute vom Land in die größeren Städte, und in Schweden haben wir in jedem Dorf einen kleinen Klub. So ist es eine Herausforderung, die Klubs am Laufen zu halten, weil sie von großer Bedeutung für diese lokalen Bereiche sind."
"Wir brauchen aber auch erfolgreichen Klubfußball auf Topniveau, männlich und weiblich, und das ist eine große Herausforderung", sagte er. "Wir brauchen eine gute und starke Entwicklung bei den Spitzenvereinen, aber wir müssen auch die kleinen Klubs halten, weil sie die Talente der Zukunft hervorbringen. Am wichtigsten ist es, dass der Fußball weiter der Sport Nummer 1 ist – bei den TV-Zuschauern, im Marketing, unter den jungen Leuten. Der Fußball muss weiterhin stark sein in seinen verschiedenen Ebenen und innerhalb der Gesellschaft."