Ärzte-Programm rettet Leben
Freitag, 14. Dezember 2012
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Ein Arzt des Bulgarischen Fußballverbands (BFS) hat bei einem kürzlich ausgetragenen U17-Spiel ein Leben gerettet - er führte das auf das UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte (FDEP) zurück.
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Ein Arzt des Bulgarischen Fußballverbands (BFS) hat bei einem kürzlich ausgetragenen U17-Spiel das Leben eines Spielers gerettet - danach sagte er, dass seine Ausbildung im Rahmen des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte(FDEP) eine entscheidende Rolle gespielt habe.
Zdravko Taralov, der früher dieses Jahr an einem FDEP-Workshop in Wien teilnahm, war der Notarzt am Spielfeldrand beim Spiel zwischen PFC Lokomotiv Plovdiv 1936 und PFC Beroe Stara Zagora.
"In der zweiten Halbzeit sind zwei Spieler zusammengestoßen, wobei der Spieler von Beroe Stara Zagora im Gesicht vom Kops des Lokomotiv-Spielers erwischt wurde", erklärte Dr. Taralov. "Er hat sich eine Fleischwunde an der Lippe zugezogen und seine Zunge verschluckt. Ich habe mich um den verletzten Spieler gekümmert und gesehen, dass seine Atemwege blockiert sind und er einen hypoxischen Krampf erlitten hatte, was eine sehr ernsthafte Situation darstellte."
"Dank der Notfallausbildung, die ich beim UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte erhalten habe, war ich gut darauf vorbereitet, den Spieler zu behandeln und es war ein großartiges Ergebnis, dass er gerettet und sicher in eine Klinik transportiert wurde", fügte Dr. Taralov hinzu.
"Das zeigt, wie wichtig es für alle Fußballärzte ist, ausgebildet und vorbereitet zu sein und wie wichtig der UEFA-Kurs war, denn man weiß nie, wann man ein Leben retten muss." Die Medizinische Kommission der UEFA hat sich über diese positiven Neuigkeiten aus Bulgarien ebenfalls sehr gefreut.
FDEP begann 2011 mit dem Ziel, das Wissen moderner Fußballärzte zu verbreiten. Zu den Lehrinhalten gehören die medizinische Erstversorgung von Spielern, Verletzungsprävention, Therapie und Rehabilitation, Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Fußballarztes sowie Antidoping. Die Lehrinhalte wurden gemeinsam mit der Medizinischen Kommission der UEFA und erfahrenen Sportmedizinern entwickelt.
Die Inhalte werden auf nationalem Level an die Mitgliederverbände weiterverbreitet. Medizinische Repräsentanten der Verbände erhalten Hilfe, um das Wissen des internationalen Männerfußballs an die medizinischen Mitarbeiter und Vereinsärzte auf jedem Level zu weiterzugeben.
Die UEFA verleiht medizinische Notfallausrüstungen und stellt Ausbildungswerkzeuge wie technische Handbücher und ausgebildete Kursdelegierte zur Verfügung. Außerdem gibt es eine umfangreiche Online-Plattform mit Lernmöglichkeiten.