Nach Real kommt Freiburg
Freitag, 26. Oktober 2012
Artikel-Zusammenfassung
Nach dem 2:1-Sieg in der UEFA Champions League gegen Real Madrid CF wartet auf Borussia Dortmund nun der SC Freiburg, während der FC Bayern München Bayer 04 Leverkusen empfängt.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Der Sieg gegen die Königlichen wird natürlich mächtig Rückenwind für den Deutschen Meister geben, doch vor der Auswärtspartie im Breisgau muss man vor allem darauf achten, in der Bundesliga nicht noch mehr an Boden zu verlieren. "Wir wollen unsere Punkte-Situation verbessern", bestätigt dann auch Jürgen Klopp, der nicht glaubt, dass seine Mannschaft im Überschwang der Freude in Freiburg das Wesentliche vergisst: "Der SC Freiburg, ein starker Bundesligist, ist das eigentliche Problem. Ich habe Freiburg häufig gesehen. Die Mannschaft hat eine gute Entwicklung genommen." Auch sein Gegenüber Christian Streich ist mit der Entwicklung seiner Truppe zufrieden: "Ich bin erfreut, wie sie im ersten Viertel der Saison auf einem konstanten, für uns sehr ordentlichen Level Fußball spielt. Dortmund ist eine Mannschaft, die als Ganzes das ganze Spiel abarbeitet und abspielt."
Ähnlich wie der BVB schwebt auch Erzrivale FC Schalke 04 nach dem Derbysieg und dem Erfolg bei Arsenal FC am Mittwochabend in der UEFA CHampions League auf Wolke sieben. "Der Gegner, der auf uns zukommt hat derzeit keine Ergebniskrise", umschreibt das Dieter Hecking, der mit seinem 1. FC Nürnberg nun nach Gelsenkirchen muss. "Ich will, dass mein Team Spaß daran hat, sich mit einer der besten deutschen Mannschaften messen zu können." Viel Spaß hat bei den Knappen zurzeit Ibrahim Afellay, der sich von Spiel zu Spiel besser zurecht findet und in London das zweite Tor erzielte. Der vom FC Barcelona ausgeliehen Niederländer sagte: "Zuerst haben wir in Dortmund gewonnen, dann bei Arsenal. Das hinterlässt bei der Mannschaft ein sehr gutes Gefühl. Gegen Nürnberg wollen wir nachlegen."
Der VfL Wolfsburg hat sich also tatsächlich von Felix Magath getrennt und nach vier Niederlagen und 0:10 Toren in den letzten Ligaspielen soll es nun wieder einmal Lorenz-Günther Köstner, der Trainer der U23, richten. "Ich habe die Aufgabe aus Pflichtbewusstsein übernommen und werde versuchen das in mich gesetzte Vertrauen zurück zu zahlen. Lippenbekenntnisse zählen jetzt nicht mehr, es gilt das Gesagte auf dem Platz umzusetzen. Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen und versuchen die drei Punkte am Wochenende zu holen", so Köstner vor der Auswärtspartie bei Fortuna Düsseldorf 1895.
Drei Spiele in Folge ist der 1. FSV Mainz 05 ungeschlagen und verpasste am letzten Spieltag nur knapp den Sprung in die Europapokalränge - trotzdem tritt Thomas Tuchel vor dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim auf die Euphoriebremse: "Wir wissen, wie eng es ist, wie viel Aufwand wir betreiben." In der Tat - die beiden Teams trennen in der Tabelle sechs Plätze, aber nur drei Punkte. Hoffenheims Markus Babbel weiß nicht so recht, was auf ihn zukommt: "Tuchel ist unberechenbar und richtet seine Aufstellung sehr intensiv am Gegner aus, wechselt immer wieder das Spielsystem, selbst während einer Partie."
Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth hat erst einen Bundesliga-Sieg auf dem Konto und den gab es am zweiten Spieltag - da wird es vor dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen also langsam mal wieder Zeit, wenn man die Abstiegsränge verlassen will. Thomas Schaaf fürchtet eine schwere Aufgabe: "Fürth geht mit Einsatz, Begeisterung und Willen zu Werke - und das von der ersten bis zur letzten Minute."
Gleich drei Spiele stehen aufgrund der Europapokalteilnahmen der Bundesligisten wieder am Sonntag an. Vor der Auswärtspartie beim VfB Stuttgart weist Armin Veh, Trainer des Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt, die Favoritenrolle von sich. "Eines darf man aber nicht vergessen: Wir sind Aufsteiger! Dieses Privileg und diese Jungfräulichkeit möchte ich mir bewahren. Wir sind also nicht der Favorit, nur weil der VfB ein paar Punkte weniger auf dem Konto hat als wir", erklärte der Mann, der einst mit dem VfB Deutscher Meister wurde und einräumte, dass diese Partie daher für ihn keine ganz normale sei.
Im Spitzenspiel des Sonntags wird Bayer 04 Leverkusen versuchen, beim FC Bayern München nicht nur dessen Rekordserie zu knacken, sondern auch eine eigene traurige Bilanz zu beenden: Seit über 23 Jahren hat die Werkself in der bayrischen Landeshauptstadt nicht mehr gesiegt. "Wir waren einige Male nahe dran, aber dann hat doch der letzte Tick gefehlt. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf und werden es an diesem Sonntag auf ein Neues versuchen", versprach Bayers Sportdirektor Rudi Völler.
Der Heimsieg gegen Olympique de Marseille am Donnerstag in der UEFA Europa League hat vor dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 etwas Druck von Lucien Favre und dem VfL Borussia Mönchengladbach genommen. "Ich bin zufrieden mit der Mannschaft. Das 2:0 ist verdient und gut für den Kopf. Dieses Spiel hat uns Selbstvertrauen gegeben. Ich denke, wir werden uns noch weiter verbessern. Wir müssen weiter sehr hart arbeiten und weitermachen – Spiel für Spiel." Die nächste Gelegenheit dazu gibt es in Hannover.