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Kann Schalke Bayern stoppen?

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Nachdem am Freitagabend der 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt den "Interims-Tabellenführer" ausgespielt haben, steht am Samstag das Spitzenspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Bayern München an.

Können die Schalker die Bayern ausbremsen?
Können die Schalker die Bayern ausbremsen? ©Getty Images

Klar, dass der Rekordmeister an die Spitze zurückkehren will. "Es wäre schön, wenn wir die nächsten zwei, drei Spiele auch noch gewinnen würden. Dann hätten wir eine richtige Serie hingelegt", so Arjen Robben. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Schalke ist ein Mitfavorit um die Meisterschaft", meint Philipp Lahm. Ob das wirklich so ist, muss die Truppe von Huub Stevens nun gegen bisher äußerst souveräne Bayern unter Beweis stellen. "Wir dürfen keine Angst vor den Bayern haben. Angst ist ein schlechter Ratgeber", meint der Schalke-Coach. "Selbstvertrauen allein reicht aber nicht aus, um gegen München zu gewinnen. Sie spielen mit deutlich mehr Pressing und sind im Umschaltspiel schneller geworden."

Der Hamburger SV ist schwach in die Saison gestartet und muss nun ausgerechnet gegen Double-Sieger Borussia Dortmund ran. Thorsten Fink versucht mal wieder, aus der Not eine Tugend zu machen. Wir haben nichts zu verlieren. Ich sage immer: Es ist doch etwas Tolles, wenn der Deutsche Meister zu einem kommt. Vielleicht können wir ja für eine Überraschung sorgen", so der HSV-Trainer. "Wir können Dortmund schlagen", meint auch Hoffnungsträger Rafael van der Vaart, über den Jürgen Klopp sagt: "Er ist ein hervorragender Fußballspieler. Seine Position war im ersten Spiel nicht genau festgelegt. Wir werden vorbereitet sein. Der HSV wird alles geben, auch darauf sind wir eingestellt."

So richtig rund läuft es auch für den VfL Wolfsburg nicht, für den im Heimspiel gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth natürlich nur ein Sieg zählt. Allerdings haben die Franken in der Vorwoche mit dem 1:0 beim 1. FSV Mainz 05 ihren ersten Bundesliga-Dreier gelandet. "Weil gerade ein solcher Gegner aber nicht leicht zu überspielen sein wird, ist der Eindruck, dass wir gegen einen Aufsteiger Tore am Fließband schießen müssen, ein falscher", mahnt Felix Magath. "Der Auswärtssieg der Fürther in Mainz ist für uns ein deutliches Zeichen, dass die Partie am Samstag kein Selbstläufer wird. Ich erwarte eine schwierige Partie, die viel Geduld erfordert und erst in der zweiten Hälfte entschieden wird."

Ein Punkt aus drei Spielen ist weder für Mainz noch für den FC Augsburg die Erfüllung der eigenen Erwartungen. Normalerweise sprechen Trainer bei solchen Spielen gegeneinander davon, dass es auch nur um drei Punkte geht - Thomas Tuchel macht da eine angenehm ehrliche Ausnahme. "Ich könnte jetzt auch herunterspielen, wie wichtig und entscheidend dieses Spiel für uns wird. Aber jedem in der Mannschaft und uns allen ist diese Wichtigkeit bewusst. Es wäre Blödsinn, da um den heißen Brei herum zu quatschen.Dieses anstehende Spiel ist sehr wichtig, auch in der Konstellation gegen den FC Augsburg. Es wird kurz- und mittelfristig die Weichen stellen", erklärte der Mainzer Trainer.

2:0 Tore weist Fortuna Düsseldorf 1895 bisher auf, doch davon, dass die Fortuna nur zerstörerisch spiele, will Trainer Norbert Meier nichts wissen und erklärt mit entwaffnender Ehrlichkeit: "Wir wollen ja nach vorne spielen. Nur der Gegner lässt das nicht immer zu." Mal sehen, wie das dem Samstags-Gast SC Freiburg gelingt, für den Christian Streich anerkennend vermerkt hat: "Die Fortuna hat in den bisherigen vier Pflichtspielen noch kein Tor bekommen und sich aus dem vergangenen Jahr enormes Selbstvertrauen geholt. Sie sind hochverdient aufgestiegen."

Aufgrund der Teilnahme an der UEFA Europa League entfällt das Samstagabendspiel und gleich drei Mannschaften treffen am Sonntag aufeinander. Der SV Werder Bremen (11.) hat die große Chance, mit einem Heimsieg gegen den kriselnden VfB Stuttgart (16.) einen richtigen Schritt nach vorne zu machen. "Mit der Punkteausbeute können wir nicht zufrieden sein, absolut nicht. Diesen Zustand müssen wir schleunigst ändern. Wir hätten schon in Dortmund etwas holen müssen und auch in Hannover", so Thomas Schaaf, der zwar für die Auftritte seiner Mannschaft bisher Komplimente, aber dann doch zu wenig Zähler einheimste.

Richtig schlecht gelaufen ist die neue Spielzeit bisher für die TSG 1899 Hoffenheim, denn im Kraichgau hat man in vier Pflichtspielen viermal verloren und 15 Gegentreffer kassiert. Saisonübergreifend hat man vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 sogar die letzten sieben Pflichtspiele verloren. "Sie haben einen gewissen Vorbildcharakter für uns, da Hannover es schafft, in jeder Partie maximale Leistungsbereitschaft zu zeigen. Wir müssen eigene Aussetzer vermeiden, da sie darauf lauern und dann blitzschnell umschalten", sagte 1899-Trainer Markus Babbel.

Hinter den eigenen Erwartungen liegen auch Bayer 04 Leverkusen und der VfL Borussia Mönchengladbach zurück, die im Rheinland am Sonntagnachmittag aufeinander treffen. "Klar analysiert man, was der Gegner macht. Aber wir müssen uns auf uns und unsere Stärken konzentrieren" - so lautet die Marschroute, die Sami Hyypiä ausgegeben hat. Man darf gespannt sein, ob sich Lucien Favres Rotation, für die es in der UEFA Europa League Kritik gab, nun in der Bundesliga auszahlen wird.

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