Die Suche nach dem Überraschung-Ersten
Freitag, 21. September 2012
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Wenn heute Abend der 1. FC Nürnberg Gastgeber für Eintracht Frankfurt ist, geht es - man höre und staune - um die Tabellenführung in der Bundesliga. Zumindest für eine Nacht.
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Damit hätten wohl die Wenigsten gerechnet, dass die Paarung im Frankenland am Freitagabend zum Spitzenspiel mutiert ist. Klar, so früh in der Saison hat das wenig Aussagekraft, doch die sieben Punkte des Clubs bisher sind schon eine große Überraschung. Die perfekte Bilanz der Eintracht allerdings noch viel mehr. Egal, wie das Spiel endet - zumindest eine Nacht wird einer der beiden Klubs an der Tabellenspitze verbringen.
"Es ist ein Spiel mit besonderem Flair", sagte dann auch Nürnbergs Coach Dieter Hecking, der von den Hessen beeindruckt ist. "Sie sind sehr gut in die Saison gestartet, mit Selbstbewusstsein aus der erfolgreichen letzten Spielzeit in der zweiten Liga. Die Mannschaft ergänzt sich gut und hat viele talentierte Spieler. Das wird eine Aufgabe, die viel von uns abverlangen wird." Da wird es vermutlich wieder darauf ankommen, dass Neuzugang Hiroshi Kiyotake seine Form abruft. Der Japaner hatte an allen fünf Ligatoren bisher Anteil. "Ich bin noch längst nicht zufrieden mit meiner Leistung. Es werden Aufgaben auf mich zukommen, die mir noch mehr abverlangen, deshalb muss ich mich weiterentwickeln", so der Asiate.
Die Gefährlichkeit der Clubberer ist auch bei Armin Veh bekannt. "Nürnberg hat fünf Tore durch Standards gemacht, sie haben ein kopfballstarkes Team und mit Kiyotake einen Spieler der überragende Standards schlägt. Da versuchen wir natürlich dagegen zu halten, dass das aber nicht immer funktioniert, hat man im Spiel gegen Hamburg gesehen. Ansonsten wirkt Nürnbergs Mannschaft geschlossener als zum Beispiel der HSV oder Hoffenheim, deshalb sind sie auch so erfolgreich", sagt der Frankfurter Coach. "Wir müssen hochkonzentriert sein, laufstark und diszipliniert, so sind wir auch ein unangenehmer Gegner." Den Hessen winkt mit vier Siegen ein Startrekord in ihrer Bundesligageschichte. "Wenn wir das schaffen würden, das wäre schon etwas Besonderes, warum nicht! Dann kann ich irgendwann mal ein Buch aufschlagen, in dem das drinsteht, und denke mir – das war was Besonderes", so Veh weiter.