Große Überraschung durch Eschen/Mauren
Donnerstag, 17. Mai 2012
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Der FC Vaduz führte im liechtensteinischen Pokalfinale mit 2:0, kassierte aber noch den Ausgleich und musste sich am Ende dem USV Eschen/Mauren im Elfmeterschießen geschlagen geben.
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40 Pokal-Erfolge stehen bislang für den FC Vaduz zu Buche, zuletzt reihte er 14 Titel aneinander – nun wurde seine Siegesserie abrupt gestoppt. Der USV Eschen/Mauren setzte sich überraschend im Elfmeterschießen durch und beraubte die favorisierten Vaduzer auch der neuerlichen Chance, sich auf europäischem Parkett zu präsentieren.
Der Sieg war auch insofern bemerkenswert, als Vaduz die letzten drei Pokalendspiele ausgerechnet gegen den USV jeweils klar für sich entschieden hatte.
Auch dieses Mal sah es lange so aus, als gelinge den Vaduzern der erwartete Sieg. Obwohl der USV bis dahin bereits ebenbürtig gewesen war, brachte Pascal Cerrone den Favorit nach 41 Minuten mit einem Strafstoß in Führung; USV-Keeper Benjamin Büchel hatte David Hasler gefoult. Und nach 55 Minuten schien Vaduz auf bestem Weg, als Mario Sara eine flache Hereingabe von Ramon Cecchini sicher einschob.
Doch in der Endphase gab der Titelverteidiger die Partie völlig aus der Hand, kam der USV wieder heran, obwohl er von der 62. Minute an in Unterzahl agieren musste, weil Metin Batir vom Platz gestellt wurde. Zunächst verkürzte Igor Manojlovic per Elfmeter, nachdem Flavio Piperno zu Fall gebracht worden war (68.). Und in der Nachspielzeit schaffte Eren Dulundu mit einem trockenen Schuss das 2:2.
Nach einer abwechslungsreichen Verlängerung, vor deren unmittelbarem Ende auch noch der Vaduzer Martin Rechsteiner mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt wurde, kam es zum Elfmeterschießen, in dem einige Vaduzer Nerven versagten: Derweil vier Akteure des Außenseiters trafen, verschossen Franz Burgmeier und Mariano Tripodi.
Ein Spiel war zu Ende, das für Vaduz-Trainer Eric Orie mit einer "Riesenenttäuschung" endete, für USV-Trainer Uwe Wegmann hingegen mit einem "Erfolg, der nach 0:2-Rückstand und Unterzahl nicht mehr zu erwarten war", ihn aber "umso mehr" freue.