Anderlecht neuer belgischer Meister
Sonntag, 6. Mai 2012
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"Jetzt können wir feiern", sagte Trainer Ariël Jacobs vom RSC Anderlecht, nachdem Guillaume Gillets Elfmetertreffer in der Nachspielzeit ein 1:1-Remis gegen Club Brugge KV und die 31. belgische Meisterschaft gesichert hatte.
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Der RSC Anderlecht feiert seine 31. belgische Meisterschaft, nachdem Guillaume Gillet kurz vor Schluss einen Elfmeter verwandeln konnte und seinem Team ein 1:1-Remis gegen den Tabellenzweiten Club Brugge KV sicherte.
Les Mauves, die nach der regulären 30-Spiele-Saison bereits sechs Punkte vor den Gästen gelegen waren, vergrößerten diesen Vorsprung auf sieben Punkte nach acht Partien in den Play-offs. Da vor der Partie am Sonntag nur noch drei Spiele zu absolvieren waren, wusste die Mannschaft aus Brüssel, dass ein Zähler zum Meisterschaftsgewinn reichen würde, doch Anderlecht musste einen unruhigen Nachmittag überstehen, um alles klarzumachen.
Im ersten Durchgang fielen keine Treffer, obwohl Brügges Vadis Odjidja Keeper Silvio Proto umkurven konnte, doch Roland Juhász konnte noch retten. Nichts zu machen war jedoch in der 72. Minute, als Maxime Lestienne nach guter Vorarbeit von Carlos Bacca aus kurzer Distanz einschießen konnte. In der Folgezeit sah es dann so aus, als müsste die Meisterfeier verschoben werden, doch dann verwandelte Gillet in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter, nachdem Dieudonné Mbokani von Michael Almebäck im Strafraum gefoult worden war.
"Ich stehe hier mit einem seltsamen Gefühl", sagte Anderlechts Trainer Ariël Jacobs. "Wir waren nicht richtig drin im Spiel und haben den Gegentreffer zu leicht hergeschenkt. Die Belastung war vielleicht zu groß, aber es war immer noch genug Zeit, um das Ergebnis zu ändern. Dann haben wir auf lange Bälle gesetzt, und manchmal war es recht hektisch. Dies ist das Ergebnis, das wir seit Juli angestrebt haben. Jetzt können wir feiern."
Für Anderlechts Vorsitzenden Roger Vanden Stock ist es bereits die siebte Meisterschaft, seitdem er den Verein 1996 von seinem Vater Constant übernommen hatte. "Zwei Spiele vor Saisonende sind wir mit sieben Punkten Vorsprung bereits Meister - diesen Titel haben wir sicherlich verdient", erklärte er. "Es ist immer sehr schwierig, unter Druck zu arbeiten. Heute haben wir nicht unseren besten Fußball gezeigt, aber dieses Mal ist das Resultat am wichtigsten."