Sturm rettet 2:2 gegen Salzburg
Samstag, 14. April 2012
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In letzter Sekunde konnte Patrick Wolf im ersten Spiel nach der Ära Franco Foda ein Remis erobern. Ried bleibt weiter im doppelten Europacup-Rennen, Admira und Wacker trennten sich 1:1.
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In der 30. Runde der österreichischen Bundesliga vereitelte der SK Sturm Graz dem FC Salzburg in letzter Sekunde den Sieg und spielte 2:2. Die SV Ried bleibt nach einem 2:0 über den SV Mattersburg oben dran, beim 1:1 zwischen dem FC Admira Wacker Mödling und dem FC Wacker Innsbruck war bei beiden Teams die Enttäuschung groß. Der Kapfenberger SV vergab mit dem 0:0 beim SC Wiener Neustadt wohl die letzte Chance, die Klasse zu halten. Am Sonntag kann der SK Rapid Wien mit einem Sieg im Derby gegen den FK Austria Wien die Tabellenführung übernehmen.
Im Liebenauer Stadion trennten sich Sturm Graz und der FC Salzburg nach einem hochspannenden Spiel mit 2:2. Nach dem Rauswurf von Franco Foda, dem Ausscheiden im Cup und großen personellen Problemen galt der amtierende Meister als angeschlagen. Doch bereits nach drei Minuten stellte Florian Kainz mit einem Abstauber nach Schuss von Christoph Kröpfl auf 1:0. Rubin Okotie erzielte nur Sekunden später den zweiten Treffer der Grazer - dieser zählte aber aufgrund einer hauchdünnen Abseits-Entscheidung nicht. Stefan Maierhofer machte es auf der Gegenseite besser, der 2,02-Meter-Mann wuchtete eine Ecke mit dem Kopf in die Maschen (7.). Danach entwickelte sich eine flotte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Der Meisterschaftsfavorit aus Salzburg konnte zehn Minuten vor Schluss vorlegen, Maierhofer traf mit seinem Kopfball nur die Latte, Jakob Jantscher reagierte aber blitzschnell und drückte die Kugel über die Linie. Als die Mozartstädter schon mit den Köpfen in der Kabine waren, traf der völlig allein gelassene Patrick Wolf nach einer weiten Flanke von Darko Bodul in der 94. Minute zum 2:2-Ausgleich.
Im Rennen um die Qualifikationsplätze zur UEFA Europa League mussten sowohl der FC Admira als auch Wacker Innsbruck mit einem 1:1-Remis herbe Rückschläge hinnehmen. Die Tiroler bestimmten zu Beginn das Geschehen und gingen in der 21. Minute auch verdient in Führung. Die Abwehr der Niederösterreicher bekam die Kugel nicht aus der Gefahrenzone, Christopher Wernitznig legte ideal für Julius Perstaller ab - der Stürmer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob souverän ein. Die Admira konnte erst nach 57. Minuten ausgleichen. Patrik Ježek verwertete den fälligen Elfmeter nach Handspiel von Georg Harding eiskalt. Danach gelang keinem Team - trotz zahlreicher Möglichkeiten - mehr der Siegtreffer.
Die SV Ried bezwang daheim den SV Mattersburg mit 2:0 und schob sich vorerst auf Platz drei vor. Beide Teams zeigten sich spielerisch durchaus ambitioniert, der Cupsieger wirkte aber doch ein bisschen aktiver. In Minute 36 wurde schließlich Thomas Hinum von Marvin Potzmann im Strafraum umgestoßen, Anel Hadžić bliebt beim Elfmeter cool und beförderte die Kugel problemlos ins rechte Eck. Kurz nach der Pause hatten die Gäste die große Chance zum Ausgleich. Der Kopfball von Ilčo Naumoski wurde aber gerade noch von Stefan Lexa auf der Linie geblockt. In Minute 90 machte eine Koproduktion von zwei eingewechselten Spielern alles klar. Daniel Beichler spielte Guillem frei, der schob den Ball ruhig an Thomas Borenitsch vorbei.
Im Duell Neunter gegen Zehnter gab es zwischen Wiener Neustadt und Kapfenberg ein 0:0. Somit vergaben die Steirer wohl die letzte realistische Chance den Abstieg zu vermeiden - der Rückstand beträgt weiterhin zwölf Punkte. Die Partie geizte mit Highlights, Michael Madl scheiterte einmal mit einem Distanzkracher an Raphael Wolf. Jörg Siebenhandl musste sich bei einem Schuss von Dieter Elsneg und einem schönen Heber von Mark Prettenthaler ordentlich strecken. Das torlose Remis war aufgrund der matten Offensiv-Leistung beider Teams das einzig gerechte Ergebnis.