Portugal trauert um Jaime Graça
Dienstag, 28. Februar 2012
Artikel-Zusammenfassung
Der portugiesische Fußball trauert um Jaime Graça, der im Endspiel des Pokals der europäischen Meistervereine 1968 ein Tor erzielte und zwei Jahre zuvor WM-Dritter wurde.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Der portugiesische Fußball trauert um Jaime Graça, der sich sowohl in die Geschichtsbücher des Pokals der europäischen Meistervereine als auch der FIFA-WM geschrieben hat.
Der Ex-Mittelfeldspieler von Vitória FC, SL Benfica und der portugiesischen Nationalmannschaft starb nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren. Der in Setubal Geborene debütierte im Alter von 17 Jahren für seinen lokalen Verein und erzielte 1965 beim Sieg im portugiesischen Pokalendspiel gegen Benfica ein Tor.
Jaime Graça war in jedem Spiel präsent, als Portugal bei der WM 1966 in England Dritter wurde. Danach kam er zu Benfica, wo er sieben Ligameisterschaften und drei weitere portugiesische Pokale gewann. Beim Erreichen des Endspiels des Pokals der europäischen Meisterverine 1968 gegen Manchester United FC in Wembley war er ein Schlüsselspieler und glich nach 79 Minuten für Benfica aus, doch letztendlich unterlag man mit 1:4 nach Verlängerung.
Zwischen 1965 und 1972 bestritt er insgesamt 36 Länderspiele für Portugal, ehe er 1975 seine Karriere bei Vitória in Setubal beendete. Danach wurde er Co-Trainer bei José Torres bei der WM 1986 – es war die erst zweite WM-Teilnahme der Portugiesen nach ihrem tollen Auftreten 20 Jahre zuvor.
Jaime Graça erlangte Berühmtheit dafür, dass er das Leben von Eusébio und anderen Mitspielern bei Benfica im Jahr 1966 rettete. Die Spieler unterzogen sich einer Wassermassage, als ein elektrischer Fehler zu einem Kurzschluss führte. Als ehemaliger Elektriker konnte Jaime Graça den Strom wieder anschließen – zwar konnte er den Tod von Luciano Fernandes nicht verhindern, sorgte aber dafür, dass es nicht zu einer größeren Tragödie kam.