Verstärkt Schalke Bayerns Krise?
Freitag, 24. Februar 2012
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0:1 in der Königsklasse in Basel und am Sonntag muss Bayern gegen Schalke ran - auch der BVB bekommt es mit einem Europapokalteilnehmer zu tun.
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Im Spitzenspiel dieses Wochenendes treffen am Sonntag der FC Bayern München und der FC Schalke 04 aufeinander. Der Dritte spielt gegen den Vierten, es trennen die beiden Teams nur ein einziger Punkt. Doch beim FC Bayern kriselt es nach der Pleite in Basel mehr denn je. "Gegen Schalke müssen wir Punkte machen", fordert der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, während Kapitän Philipp Lahm sicher ist: "Wir werden bis zum Wochenende noch viele Gespräche führen". Manuel Neuer bringt es vor dem Duell mit seinem Ex-Klub auf den Punkt: "Fußball stelle ich mir anders vor". Der Druck auf Trainer Jupp Heynckes nimmt natürlich zu – seine Lösung: "Der Funke muss wieder überspringen, dass ein Rädchen wieder ins andere greift. Uns fehlt das Selbstverständnis, die Ruhe, manchmal die taktische Disziplin."
Bei Königsblau huldigt alles Torkönig Klaas-Jan Huntelaar, der am Donnerstag mit drei Treffern das Weiterkommen in der UEFA Europa League nach Verlängerung sicherte. "Ich freue mich natürlich, dass ich ganz oben in der Torjägerliste stehe. Ich will Gomez überholen. Es wäre natürlich für die Mannschaft gut, wenn ich gegen die Bayern treffen würde", ließ der Niederländer wissen.
Ebenfalls am Sonntag empfängt Tabellenführer Borussia Dortmund mit Hannover 96 einen weiteren Achtelfinalisten der UEFA Europa League. Die Beine werden bei den Niedersachsen sicher schwer sein, doch trotzdem ist Trainer Mirko Slomka überzeugt: "Wir fahren auch nach Dortmund mit einer Chance. Wir haben lange nicht mehr verloren." Elf Pflichtspiele lang, um präzise zu sein. Beim BVB sind es sogar 16 Spiele seit der letzten Ligapleite – denn die gab es ausgerechnet gegen Hannover. "Wir haben uns die Niederlage im Hinspiel selbst eingebrockt, und nun gilt es, den verbliebenen letzten Rest dieser Suppe auszulöffeln", so Jürgen Klopp, während Kapitän Sebastian Kehl heiß ist: "Gegen Hannover haben wir noch etwas gutzumachen."
Der SV Werder Bremen ist Gastgeber für den 1. FC Nürnberg und möchte seinen Europapokalplatz festigen. Das am letzten Wochenende gegen den Hamburger SV gewonnene Derby sollte für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen. "Nürnberg wird uns nicht so viel Raum geben wie der HSV, sondern wie so oft agieren. Sie werden sehr kompakt auftreten, uns so wenige Räume wie möglich geben und vor allem versuchen, sehr schnell umzuschalten", erwartet Thomas Schaaf. Für Gegenüber Dieter Hecking ist angesichts der Bremer Leistung der Vorwoche klar: "Wir werden in Bremen voll gefordert sein."
Der in der Hinrunde schwächelnde VfL Wolfsburg möchte gegen die TSG 1899 Hoffenheim nach der Pleite der Vorwoche (0:4 gegen Schalke) zurück in die Erfolgsspur. "Wir werden gegen die TSG ebenso auf Sieg spielen wie in den vergangenen Heimspielen auch. Ich möchte sehen, dass die Mannschaft sich gut in Szene setzt, das Spiel dominiert und eine Reaktion zeigt", sagte Felix Magath, während Hoffenheims Markus Babbel in seinem dritten Spiel in der Verantwortung auf den ersten Dreier baut. "Wir müssen hart arbeiten, präsent sein, sowohl vom Kopf her als auch physisch. Wenn wir es schaffen, gut zu stehen, dann haben wir die Möglichkeit, drei Punkte zu holen."
Im Rheinland-Derby ist der 1.FC Köln, der in der Tabelle nur sechs Punkte Abstand auf die direkten Abstiegsränge hat, Gastgeber für den UEFA-Champions-League-Achtelfinalisten Bayer 04 Leverkusen. "In einem Derby kann alles passieren! Wir können auch am Samstag eine gute Leistung bringen, und dürfen kein Risiko eingehen, natürlich versuchen wir ein gutes Ergebnis zu erzielen", betont Ståle Solbakken. "Wir sind selbstbewusst genug, da weiter machen zu wollen, wo wir gegen Augsburg aufgehört haben. Unser Ziel ist es, mit einer sehr, sehr guten Leistung ein logisches Resultat folgen zu lassen", versprach dagegen Robin Dutt.
Fastnacht ist vorbei, doch der 1. FSV Mainz 05 will sich seine gute Laune nicht verderben lassen und blickt zuversichtlich auf das nächste Spiel gegen den auf dem Relegationsplatz stehenden 1.FC Kaiserslautern. "Es ist unsere Aufgabe, jedes Spiel emotional zu bestreiten", so Thomas Tuchel, während FCK-Coach Marco Kurz dagegenhielt: "Es ist wichtig, dass wir an uns glauben und mit großem Selbstvertrauen nach Mainz fahren. Wir werden dort sicher nicht auf das selbstbewussteste Team treffen."
Im Kellerduell ist der Vorletzte FC Augsburg Gastgeber für Hertha BSC Berlin – im Mittelpunkt steht natürlich die sensationelle Rückkehr von Otto Rehhagel in die Bundesliga. Packt der 73-Jährige den Libero wieder aus? Augsburgs Sebastian Langkamp, der im Hinspiel eine Rote Karte gesehen hatte, sagte: "Es ist ein richtungsweisendes Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller. Uns trennen ja nur zwei Punkte. Wir wollen zuhause den Dreier holen, um in der Tabelle an den Herthanern vorbeizuziehen."
Ein Südwestderby steht zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg an. Die Schwaben, die an das letzte Heimspiel (5:0 gegen Berlin) anknüpfen wollen, erwartet ein heiß umkämpfter Fight, denn der Freiburger Sportclub will die Rote Laterne abgeben. "Der SC betreibt einen unheimlich hohen Aufwand und ist läuferisch sehr stark", hat Bruno Labbadia beobachtet. Auch Christian Streich hat Gegnerstudium betrieben: "Stuttgart hat zuletzt nicht so konstant gespielt und sie sind damit unzufrieden, wo sie gerade stehen. Aber das alles macht es für uns nicht einfacher. Sie haben vor dem letzten [2:4] in Hannover 5:0 gegen Berlin gewonnen und wir kommen sicher nicht auf die wahnwitzige Idee, sie zu unterschätzen."