Der Höhenflug von Swansea
Montag, 16. Januar 2012
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Swansea City ist in den letzten neun Jahren einen langen Weg gegangen, um nun selbst Arsenal besiegen zu können. Das Geheimnis: Coach Brendan Rodgers und sein Team glauben an sich und ihre Fähigkeiten.
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Heute vor genau neun Jahren belegte Swansea City AFC in der Football League den letzten Platz, während Arsenal FC stolz die Spitze der Premier League zierte. Unfassbare 90 Plätze lagen zwischen beiden Klubs, doch dies ist längst Vergangenheit. Mittlerweile kann Swansea mit den besten Mannschaften der Liga mithalten oder sie wenigstens immer wieder mal schlagen.
Zuletzt und besonders war dies am Sonntag zu sehen, als sich Swansea mit 3:2 gegen die Gunners durchsetzte. Es scheint nach Lage der Dinge unwahrscheinlich, dass der Klub, der nach 28 Jahren Abwesenheit aus der obersten Liga wieder aufgestiegen ist im vergangenen Jahr, gleich wieder hinab muss. Denn er befindet sich in der oberen Hälfte der Tabelle, zwei Punkte hinter einer anderen Mannschaft, die in dieser Saison für Überraschungen sorgt, hinter Norwich City FC. Zwei Aufsteiger, die der Elite das Fürchten lehren.
Bislang hat Swansea, die Truppe von Brendan Rodgers, derart überzeugt und so viele Punkte gesammelt, dass der Abstieg zum Ende der Saison in der Tat kein Thema zu sein scheint. Den Grundstein für diesen Erfolg legte Roberto Martínez, bevor er zu Wigan Athletic FC ging. Sein Nachfolger überzeugt aber weiterhin mit flüssigem Angriffsfußball, und er bleibt dem Spielstil treu, der ihn und seine Mannschaft auszeichnete, als sie im Mai vergangenen Jahres im Wembley den Aufstieg perfekt machten.
Das Spiel am Sonntag im Liberty Stadium wurde bezeichnet als New Arsenal gegen Old Arsenal, weil die Gäste auf ähnliche Weise wie die Gunners Wert auf Ballbesitz legen und geduldig ihre Angriffe aufbauen. Jeder Spieler ist geschickt am Ball und verfügt über den Willen, zu warten, um einen gefährlichen Angriff in die Wege zu leiten. Und selbst, als Arsenal in der fünften Minute durch Robin van Persie in Führung ging, ließ sich der Aufsteiger nicht aus dem Konzept bringen.
"Wenn man daheim gegen eine Mannschaft wie Arsenal mit einem Tor hinten liegt, bringt einen das unter immensen Druck. Aber die Art, wie wir mit diesem Druck umgegangen sind, war fantastisch und führte zu den Toren, die wir geschossen haben", sagte Rodgers. Vor allen den dynamischen Leistungen auf den Flügeln von Scott Sinclair und Nathan Dyer war es zu verdanken, dass Swansea die Wende einleitete, als diese ihre Mannschaft in Führung brachten. Und wichtig vor allem ist aber auch eine gigantische Abwehr, die vor dem Sonntagsspiel nur vier Tore in zehn Heimspielen in der Liga kassiert hat.
"Hoffentlich haben wir gezeigt, dass wir nicht nur eine Mannschaft sind, die Stil und Qualität im Ballbesitz zeigt, sondern auch die Ruhe bewahrt", fügte Rodgers hinzu. "Wir haben immer die Zuversicht, zu spielen, zu passen und uns zu bewegen. Es ist etwas, an das wir von Hause aus glauben, und wir hatten damit Erfolg. Manchmal machen wir Fehler, aber ich habe einen großen Glauben, dass wir spielen und passen können - selbst gegen die besten Mannschaften."