Ter Stegen wohl dabei
Mittwoch, 21. Dezember 2011
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Gladbach wohl mit Reus und Ter Stegen +++ Freiburg trennt sich von sechs Spielern +++ Rettig verlässt Augsburg +++ Pröll beendet Karriere +++ Schalke bangt um Holtby +++ Bruma ist fit
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Der VfL Borussia Mönchengladbach wird am Mittwochabend im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Titelverteidiger FC Schalke 04 wohl auf Stammtorwart Marc-André ter Stegen zurückgreifen können, der sich am Wochenende beim 1:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 ebenso eine leichte Blessur zuzog wie Marco Reus, Tony Jantschke und Mike Hanke. Auch dieses Trio sollte gegen Königsblau zur Verfügung stehen, womit nur Joshua King (Adduktorenprobleme) ausfallen wird.
Bei Schalke fällt Jan Morávek mit einer Oberschenkelverletzung auf jeden Fall aus, während Lews Holtby weiter fraglich ist. Der Mittelfeldspieler fehlte schon beim 5:0 gegen den SV Werder Bremen am Wochenende mit einer Fußverletzung. "Er könnte es schaffen", hofft Huub Stevens.
Jeffrey Bruma vom Hamburger SV konnte am Montag wegen Oberschenkelproblemen nicht trainieren, war am Dienstag jedoch wieder ohne Beschwerden mit von der Partie und ist somit fit für das Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart heute Abend. Auch Marcell Jansen, der das 1:1 am Wochenende gegen den FC Augsburg mit Adduktorenproblemen verpasste, ist wieder bereit, so dass Mladen Petrić für ihn auf die Bank soll. "Er ist noch nicht wieder zu 100 Prozent fit. Zwei volle Spiele in vier Tagen sind zu viel", sagte Trainer Thorsten Fink.
Itay Shechter vom 1. FC Kaiserslautern wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Ligaspiele gesperrt. Der Stürmer war am 18. Dezember beim 1:1 gegen Hannover 96 nach 87 Minuten nach "einer Tätlichkeit in einem leichteren Fall nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung" des Feldes verwiesen worden. Außerdem gab es für den FCK wegen "fortgesetzten unsportlichen Verhaltens" seiner Fans eine Geldstrafe von 14 000 Euro. Auslöser war diesmal das Verhalten der Anhänger beim Pokalspiel am 26. Oktober bei Eintracht Frankfurt.
Torhüter Markus Pröll, der für den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt 113 Bundesligaspiele und 91 Zweitligapartien bestritt, hat seine Karriere beendet. Der 32-Jährige stand zuletzt beim derzeitigen Zehnten der griechischen Super League Panionios GSS unter Vertrag. "Das Thema ist durch. Ich habe im Sommer erfahren müssen, dass ich wegen der Verletzungen aus der Vergangenheit nicht mehr auf 100 Prozent Leistungsfähigkeit kommen kann. Es macht für mich als Perfektionisten so keinen Sinn mehr. Ich will nicht mit 35 morgens aufwachen und den Tag mit Schmerztabletten beginnen müssen", sagte Pröll, der in Zukunft vermutlich als Spielerberater fungieren wird.
Hertha BSC Berlin muss vor dem Pokalspiel heute Abend gegen den 1. FC Kaiserslautern noch um den Einsatz von Roman Hubnik (Leistenprobleme) und Christian Lell (Muskelfaserriss und Andre Mijatović (Knöchel) bangen. "Es gibt immer Lösungen, und die Lösung habe ich dann parat", sagte der bisherige Co-Trainer Rainer Widmayer, der nach der Entlassung von Markus Babbel als Interimstrainer fungiert.
Geschäftsführer Andreas Rettig wird seinen bis Saisonende laufenden Vertrag beim FC Augsburg nicht verlängern und den Verein verlassen. Rettig kam 2006 zum FCA und zog mit diesem 2010 ins Halbfinale des DFB-Pokals ein, bevor in der letzten Saison der erstmalige Aufstieg in die Bundesliga erfolgte. "Ich hatte sechs ereignisreiche und tolle Jahre in Augsburg und habe diese Entscheidung aus rein persönlichen Gründen getroffen. Bei keiner meiner bisherigen Stationen im Profifußball konnte ich eine solch hohe Jobzufriedenheit genießen. Ich bin mir sicher, dass der FCA vor einer großartigen weiteren Entwicklung steht, sich fest im Profifußball etablieren wird und bin überzeugt, dass wir gemeinsam am Saisonende unser großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen werden", so Andreas Rettig. "Dass uns Herr Rettig nach sechs erfolgreichen Jahren verlässt ist schmerzlich für den FCA und mich persönlich. Wenn wir auch seine persönlichen Gründe für diese Entscheidung respektieren müssen, sind wir Herrn Rettig für seinen 'rund um die Uhr' Einsatz für unseren FCA zu größtem Dank verpflichtet. Herr Rettig hat mitentscheidend Anteil am sportlichen Erfolg und dem enormen wirtschaftlichem Wachstum der letzten Jahre", fügte Augsburgs Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bircks hinzu.
Der SC Freiburg hat sich per sofort von seinem Spieler Yacine Abdessadki getrennt. "Es sind Dinge geschehen, die wir einem Profi mit Vorbildfunktion nicht durchgehen lassen können. Dieses Auftreten werden wir als SC Freiburg nicht hinnehmen", sagte Sportdirektor Dirk Dufner über einen Vorfall in einem Kölner Hotel, der nicht den Darstellungen in den Medien entspräche. "Unabhängig davon" ließen die Breisgauer verlautbaren, aus rein sportlichen Gründen nicht mehr mit Manuel Salz, Kisho Yano, Heiko Butscher, Maximilian Nicu und Felix Bastians zu planen. "Mit dieser Maßnahme will Marcus Sorg den sportlichen Umbruch einleiten, um Perspektiven für die Rückrunde und darüber hinaus zu schaffen", hieß es in einer Pressemitteilung der Freiburger. "Wir wollten nicht bis zum Trainingsauftakt am 2. Januar warten, sondern die fünf Spieler gleich darüber in Kenntnis setzen, dass wir ihnen keine Steine in den Weg legen werden", so Sorg.