FCB und BVB spät weiter
Dienstag, 20. Dezember 2011
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Mit Borussia Dortmund (nach Elfmeterschießen bei Fortuna Düsseldorf) und dem FC Bayern München (2:1 beim VfL Bochum 1848) setzten sich die großen Favoriten im DFB-Pokal durch.
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Mit Borussia Dortmund (nach Elfmeterschießen bei Fortuna Düsseldorf) und dem FC Bayern München (2:1 beim VfL Bochum 1848) setzten sich die großen Favoriten in den Dienstagsspielen des Achtelfinals des DFB-Pokals zwar durch, benötigten jedoch lange bis zur Entscheidung. Der 1. FC Nürnberg schied zu Hause im fränkischen Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:1) aus, während sich die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 gegen den FC Augsburg behauptete.
Nach einer unterdurchschnittlichen ersten Halbzeit, die mit einem 0:1-Rückstand geendet hatte, drehte der FC Bayern München auf und setzte sich durch ein Tor in letzter Minute mit 2:1 beim VfL Bochum durch. Naturgemäß hatte der Tabellenführer der Bundesliga schon in den ersten 45 Minuten viel Ballbesitz, wirkte aber pomadig und müde und Bochum nutzte dies nach 26 Minuten zur Führung, als Mirkan Aydin den Ball quer zu Giovanni Federico legte, der nur noch einschieben musste. Nach der Pause erhöhten die Bayern die Schlagzahl mächtig und glichen auch rasch durch Toni Kroos aus (52.). In der Folgezeit dominierte der FCB, hatte aber wenig klare Torchancen, so dass man allerorts schon mit einer Verlängerung rechnete, bevor Franck Ribéry seinen großen Auftritt hatte: Der Franzose setzte sich auf der linken Seite glänzend durch, zog in den Strafraum und brachte den Ball quer hinein, so dass der lauernde Arjen Robben mit einem direkten Abschluss per links das Weiterkommen der Bayern sicherstellte (90.+1).
Noch länger bis zur Entscheidung brauchte der BVB beim Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf. Die personell arg dezimierte Dortmunder Borussia - es fehlten neun Spieler - musste nach 26 Minuten einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als Patrick Owomoyela wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Feld musste. Vielleicht wäre es mit elf-gegen-elf ein anderes Spiel geworden, doch nach dem Platzverweis sah man, warum beide Mannschaften bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Gegentor im diesjährigen Pokalwettbewerb kassiert hatten. Es ging Gastgeber wie Gästen mit zunehmender Dauer vor allem darum, den entscheidenden Fehler zu vermeiden, so dass die 90 Minuten ebenso wie die Verlängerung torlos endeten und das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Dort behielten mit Mats Hummels, Jakub Błaszczykowski, Sebastian Kehl, İlkay Gündoğan und Ivan Perišić alle Dortmunder Schützen die Nerven, während Thomas Bröker mit Düsseldorfs viertem Versuch an Roman Weidenfeller scheiterte.
Manchmal liegt im Fußball nur eine Woche zwischen Freud und Leid. Vor acht Tagen musste Edgar Prib von der SpVgg Greuther Fürth sogar über die Landesgrenzen hinaus Hohn und Spott einstecken, als er gegen Eintracht Frankfurt aus sechs Metern das leere Tor verfehlte - doch spätestens am Dienstagabend haben ihm alle Fürther Fans verziehen. Denn mit dem einzigen Tor der Partie im Pokalderby beim 1. FC Nürnberg avancierte Prib zum viel umjubelten Matchwinner. Die Gäste waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und gingen nach einer Viertelstunde in Front, als Prib eine Kopfballverlängerung von Christopher Nöthe nach Eckball von Heinrich Schmidtgal in den Kasten setzte. Nach der Pause war der Club zwar tonangebend und hatte mehr Ballbesitz, doch echte Torchancen blieben auch nach der Gelb-Roten Karte für Fürths Bernd Nehrig (66.) Mangelware, so dass der Zweitligist nicht unverdient ins Viertelfinale einzog.
Im einzigen Bundesliga-Duell des Dienstags behielt die TSG 1899 Hoffenheim im heimischen Stadion mit 2:1 gegen den FC Augsburg die Oberhand. Die Kraichgauer dominierten das Geschehen, brauchten aber einen Freistoß von Sejad Salihović, um nach 22 Minuten in Führung zu gehen. Aus dem sprichwörtlichen Nichts nutzte der FCA seine Chance auf den Ausgleich, als TSG-Schlussmann Tom Starke eine Hereingabe von Tobias Werner vor die Füße von Torsten Oehrl klatschte, so dass dieser keine Mühe hatte, das 1:1 zu markieren (36.). Nach dem 2:1 von Vedad Ibišević nur vier Minuten nach Wiederanpfiff hatte Augsburg bis auf einen Freistoß von Marcel de Jong in der Nachspielzeit jedoch keine Ausgleichsgelegenheit mehr - was vor allem daran lag, dass die Hoffenheimer nun keinen Fehler mehr machten und so ihren Platz im Viertelfinale sicherten.