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Spanien teilt sein Wissen

Studiengruppe

Spanien war der Gastgeber des jüngsten UEFA-Studienprogramms, zu dem Vertreter aus Russland, Polen und der Ukraine ins Land des Welt- und Europameisters reisten.

Teilnehmer des Studienprogramms in Spanien
Teilnehmer des Studienprogramms in Spanien ©RFEF

Der Austausch von Technischem Fachwissen und Know-how zwischen den 53 Mitgliedsverbänden der UEFA – im Rahmen der Technischen Studiengruppe der UEFA – geht in unvermindertem Tempo weiter. Nun richtete der Spanische Fußballverband (RFEF) ein Seminar auf einem Gebiet aus, in dem Spanien zuletzt herausragende Leistungen erzielen konnte: Elite-Jugendfußball.

Der RFEF und seine Technische Abteilung, unter der Führung von Ginés Meléndez, dem Trainer des amtierenden U19-Europameisters, empfing die Vertreter der Verbände aus Polen, Russland und der Ukraine zum Erfahrungsaustausch. Viele aktuelle Stars des spanischen Fußballs, die in den letzten Jahren die EURO und die FIFA-WM gewinnen konnten, sind Produkte der herausragenden Jugendarbeit des Verbandes.

Die Technische Studiengruppe, eine Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini, zielt darauf ab, die technischen Standards durch Austausch nachhaltig zu verbessern und die Besuche der Verbände untereinander zu unterstützen, damit Wissen, Erfahrungen und bewährte Methoden bei der Trainerausbildung sowie dem Breiten-, Jugend- und Frauenfußball ausgetauscht werden können. Außerdem sollen die Standards in ganz Europa dadurch verbessert werden, dass sich beispielsweise Spezialisten der Landesverbände durch finanzielle Hilfen der UEFA auf Gastbesuche bei anderen Verbänden und insbesondere deren Klubs begeben können, um so gemeinsam Wissen auszutauschen.

"Wir fühlen uns geehrt, mit der UEFA in der Technischen Studiengruppe zusammenarbeiten zu können, um die Arbeit zu erläutern, die wir in unserem Fußball unternommen haben, und zwar nicht nur auf Verbandsebene, sondern auch die exzellente Arbeit der spanischen Klubs im Hinblick auf die Ausbildung ihrer Jugendtrainer", sagte Ángel María Villar Llona, RFEF-Präsident und dritter Vizepräsident der UEFA. "Wir werden diese Studiengruppe weiterhin unterstützen, da wir sie für sehr nützlich und gewinnbringend für alle Verbände halten."

"Es ist eine große Ehre für uns, unseren Teil dazu beitragen zu dürfen, das Niveau des europäischen Fußballs durch den Erfahrungsaustausch mit den anderen Verbänden zu verbessern – und gleichzeitig unser eigenes Niveau durch die Informationen, die wir von anderen Verbänden erhalten, von Tag zu Tag zu steigern", fügte Meléndez hinzu.

Die Gäste waren sich in ihrem Lob für die Arbeit des Gastgebers einig. "Die Informationen, die wir über die Organisation der Spielerausbildung bei weltweit bekannten Topklubs [Club Atlético de Madrid, Real Madrid CF, FC Barcelona und Athletic Club] erhalten haben, erlauben es uns, auch in ukrainischen Fußballakademien und -Klubs Fortschritte zu erzielen", sagte der Technische Direktor des Ukrainischen Fußballverbandes (FFU), Kostiantyn Vikhrov. "Dieser Erfahrungsaustausch zwischen den europäischen Nationen wird ohne Zweifel dazu beitragen, die Trainerausbildung in ganz Europa zu verbessern."

"Die russische Delegation, die am Studienprogramm [Workshop] über Elite-Jugendfußball teilgenommen hat, ist dem spanischen Verband und der UEFA für die perfekte Organisation und die hochwertigen Inhalte sehr dankbar", übermittelte der Russische Fußballverband (RFS) der UEFA. "Das zur Verfügung gestellte Ausbildungsmaterial war sehr nützlich für die organisatorische und methodische Arbeit im Elite-Jugendfußball in Russland."

"Der Besuch hat uns wertvolle Erkenntnisse über das System und die Philosophie der UEFA-Studiengruppe geliefert sowie Erkenntnisse über System und Philosophie der Auswahl der besten spanischen Jugendspieler für die Jugendnationalmannschaften. Nicht zu vergessen die Erkenntnisse über System und Philosophie des Jugendtrainings bei den besten spanischen Klubs", sagte Piotr Maranda, Chef der Abteilung für Trainerausbilder im polnischen Fußballverband (PZPN). "Zudem hatten wir die Möglichkeit, Ideen über Jugendtrainer-Programme mit unseren Kollegen aus der Ukraine und aus Russland auszutauschen."

"Das Interesse an der Arbeit des amtierenden Welt- und Europameisters in verschiedenen technischen Bereichen ist groß, und die UEFA ist wirklich erfreut darüber, dass der spanische Verband seine Tore regelmäßig öffnet", erklärte Frank Ludolph, Chef der UEFA-Abteilung für Fußball-Ausbildung. "Die freundschaftliche und solidarische Atmosphäre, kombiniert mit der Kooperation spanischer Topklubs wie Real Madrid, Barcelona, Atlético und Athletic, sorgen dafür, dass Seminare in Spanien ideale Lernmöglichkeiten für unsere Mitgliedsverbände bieten."

54 Seminare sollen in der Saison 2011/12 stattfinden, das Studienprogramm wurde in diesem Jahr um vier Pilotkurse über Torhütertrainer-Ausbildung erweitert.