Fink: "HSV teilt meine Philosophie"
Montag, 17. Oktober 2011
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Fink bei seiner Vorstellung als HSV-Coach: "Ich spiele 4-4-2". "Mannschaft hat höhere Qualität als die vor uns stehenden Teams." +++ Fährmann, Castro und Rodnei gesperrt +++ Eigler und Bobadilla verletzt
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Eben spielte er noch mit dem FC Basel 1893 in der UEFA Champions League unentschieden gegen Manchester United FC, nun geht es in der Bundesliga mit dem Hamburger SV gegen den Abstieg - auf Thorsten Fink kommt beim Bundesliga-Dino einiges zu.
"Ich habe gesehen, dass die Mannschaft hohe Qualität hat. Wir sind im Angriff sehr gut besetzt, haben technisch gute Spieler, aber auch große, physisch starke Spieler. Die Mannschaft ist viel besser, als viele anderen, die zurzeit vor uns stehen", lautete aber gleich die Kampfansage des 43-Jährigen, der den bisherigen Basler U21-Trainer Patrick Rahmen als seinen Assistenten mitbrachte.
"Rodolfo Cardoso kehrt zur U23 des HSV zurück. Der Kontakt zu Rodolfo wird groß sein. Ich werde täglich mit ihm telefonieren oder persönlich sprechen und schaue mir Spiele der Nachwuchsmannschaft an, weil ich der Überzeugung bin, dass die U23 ein Sprungbrett zur ersten Mannschaft sein muss", unterstrich Fink, der damit deutlich machte, dass ihn das Konzept des HSVs, verstärkt auf junge Spieler zu setzen, anspricht: "Mir war klar, dass der Verein eine Philosophie hat, die ich teile. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft hohe Qualität hat. Ich habe den Wusch, dass der Nachwuchs die gleiche Philosophie trägt wie die erste Mannschaft. Man muss sehen: Das ist unser System. Eine Handschrift muss auch beim Nachwuchs erkennbar sein. Ich werde wohl 4-4-2 spielen lassen, wobei die Mannschaft in der Lage sein muss, situativ umstellen zu können. Ich spiele sicherlich mit einem flachen Mittelfeld." Trotz des 2:1-Erfolgs am Sonntag beim SC Freiburg zieren die Hanseaten weiterhin das Ende der Tabelle. Finks erste Bewährungsprobe steht am Samstag zu Hause gegen den VfL Wolfsburg (12.) auf dem Programm.
Alexander Madlung vom VfL Wolfsburg hat sich beim 2:1-Heimsieg am Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Es wurde nicht bekannt, wie lange der 29-jährige Innenverteidiger, der bisher sechs Ligaspiele bestritt, ausfallen wird. Dagegen stehen Sotirios Kyrgiakos und Marco Russ nach abgelaufener Sperre beim HSV ebenso wieder zur Verfügung wie Torhüter Marwin Hitz.
Sperren hat es auch für Rodnei (1. FC Kaiserslautern), Gonzalo Castro (Bayer 04 Leverkusen) und Ralf Fährmann (FC Schalke 04) gegeben - allerdings darf das Trio aufatmen, denn mit je einem Ligaspiel wurde bei allen dreien die Mindeststrafe vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes ausgesprochen. Rodnei hatte am Samstag beim 2:1-Sieg gegen Schalke wegen unsportlichen Verhaltens Rot gesehen. Castro war beim 2:2 gegen den VfL Borussia Mönchengladbach am selben Tag aufgrund einer "Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten in einem leichteren Fall" des Feldes verwiesen worden, während Fährmann bei der Heimniederlage gegen Lautern aufgrund unsportlichen Verhaltens frühzeitig duschen musste. Die Sperre dürfte den Schalker aber weniger stören als der Bänderriss im linken Knie, den er im selben Spiel erlitt und der ihn nun mehrere Wochen zum Zuschauen zwingt.
Eine Pause ist auch für Christian Eigler vom 1. FC Nürnberg angesagt, der nur kurz nach einem verheilten Bänderriss nun eine Kapselbandverletzung am linken Sprunggelenk erlitt. Der 27-jährige Stürmer wurde bei der 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg nach 71 Minuten ausgewechselt, nachdem er sich beim Erzielen des zwischenzeitlichen Ausgleichstors verletzt hatte. Es war Eiglers erster Saisontreffer in der Bundesliga. Nun fällt er auf unbestimmte Zeit aus.
Gladbachs Stürmer Bobadilla erlitt bei dem Remis gegen Leverkusen einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich und wird wohl die beiden nächsten Ligaspiele gegen die TSG 1899 Hoffenheim und Hannover 96 verpassen. Der Argentinier bestritt in dieser Saison acht Ligaspiele und erzielte dabei einen Treffer.
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