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Trainerausbildung in Prag

Trainerausbilder

Beim 9. UEFA-Workshop für Trainerausbilder, der diese Woche in Prag ausgerichtet wurde, drehte sich alles um das Erfolgsgeheimnis des spanischen Fußballs.

Die Delegierten beim UEFA-Workshop für Trainerausbildung in Prag
Die Delegierten beim UEFA-Workshop für Trainerausbildung in Prag ©UEFA.com

Im Fußball ist Spanien derzeit ohne Zweifel das Maß aller Dinge. Nach den Triumphen bei der UEFA EURO 2008 und der FIFA-WM 2010 gewannen die Iberer in diesem Jahr auch noch die UEFA-U21-Europameisterschaft, die U19-Europameisterschaft und den Titel bei der U17-Europameisterschaft für Frauen. Kein Wunder, dass sich beim 9. UEFA-Workshop für Trainerausbilder, der diese Woche in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Fußballverband (ČMFS) in Prag ausgerichtet wurde, alles um das spanische Erfolgsgeheimnis drehte.

Danach gefragt, antwortete Ginés Meléndez, Technischer Direktor des Spanischen Fußballverbandes (RFEF), freimütig: "Trainerausbildung. Die Grundlage all unserer Erfolge ist die Qualität der Trainer, die in ihren Klubs harte Arbeit leisten und uns perfekt ausgebildete Spieler zu den Nationalmannschaften schicken. Auch die UEFA spielt dabei eine große Rolle, ihre Trainerkonvention und ihre Trainerausbildungs-Programme haben das Niveau in ganz Europa angehoben."

Die Ausbildung von Trainern ist ein Thema, das selten in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird – der dreitägige Workshop in der tschechischen Hauptstadt wollte mithelfen, dies zu ändern. "Das Fußballumfeld hat sich in den letzten zehn Jahren enorm weiterentwickelt", sagte Nico Romeijn, Trainerausbilder beim Niederländischen Fußballverband (KNVB). "Die Trainer müssen sich in drei wichtigen Bereichen bewähren – das Coaching bei Spielen, zielgerichtete Trainingseinheiten und das Training der Mannschaft mit ihren individuellen Komponenten." Der Technische Direktor der UEFA, Andy Roxburgh, fügte an: "Heute ist es generell wichtiger, wie man trainiert als wen man trainiert."

Ein wichtiges Thema des Workshops war folglich, wie die UEFA die Trainerausbilder weiterhin auf bestmögliche Art und Weise unterstützen kann. Dies war die Einleitung zu einer eingehenden Diskussion über das Trainerausbildungsprogramm der UEFA sowie das neu eingeführte Austauschprogramm, bei dem sich Studenten der UEFA Pro Lizenz – viele von ihnen ehemalige oder noch aktive Spieler – aus je drei nationalen Verbänden in der UEFA-Zentrale in Nyon zu einem fünftägigen Kurs treffen, um zusätzlich zu den Trainerkursen der nationalen Verbände internationale Erfahrungen sammeln zu können.

In Prag wurden auch die Pläne diskutiert, UEFA-Lizenzen für spezielle Trainerzweige, wie Torwarttrainer, Fitnesstrainer oder Futsaltrainer in die UEFA-Konvention zur gegenseitigen Anerkennung von Trainerqualifikationen (oder UEFA-Trainerkonvention) aufzunehmen. Über diese Themen sprachen der ehemalige irische Nationaltorhüter Packie Bonner; Andreas Morisbak, der Technische Berater des Norwegischen Fußballverbandes (NFF) und Spaniens Technischer Direktor Ginés Meléndez, der noch im Juli die spanische U19 in Rumänien zum Gewinn der EURO geführt hatte.

Eingehend besprochen wurden auch Strukturen und Methodik der von der UEFA akzeptierten A-Jugendlizenz. Nico Romeijn präsentierte die Strukturen des Niederländischen Verbandes, in deren Rahmen es Studenten erlaubt ist, praktische Arbeit bei den Klubs mit theoretischen Stunden zu kombinieren. "Dabei lernen sie mit den Problemen umzugehen, mit denen sie als Trainer konfrontiert werden. Wir ermutigen die Studenten auch, ihre eigene Leistung kritisch unter die Lupe zu nehmen und ihren eigenen Weg zu gehen."

Antonin Plachy, Cheftrainerausbilder des tschechischen Verbandes, befürwortete diesen Ansatz mit einem Hinweis auf die Ausbildungsparameter in seinem Heimatland. "Man muss eine entspannte Stimmung unter den Studenten mit hochkarätigen Anforderungen kombinieren können", sagte er. "Es ist wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Studenten ihr Potenzial ausschöpfen können, sich inspiriert fühlen, Probleme auf ihre Art zu lösen und sich auf die Entwicklung und Ausbildung von talentierten und kreativen Spielern konzentrieren können."

Andy Roxburgh sagte in Prag: "Bei der Trainerausbildung geht es darum, Studenten – viele von ihnen ehemalige Spieler – zu unterrichten und ihnen Ideen zu vermitteln, ihnen dabei zu helfen, Führungsqualitäten zu entwickeln und sie auf die Realität des Trainerberufes vorzubereiten."

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