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Technische Studiengruppe vor emsiger neuer Saison

Studiengruppe

In der vierten Saison der Technischen Studiengruppe der UEFA werden etwa 54 Seminare in ganz Europa sowie Pilotseminare für Torhütertrainer-Ausbilder abgehalten.

Teilnehmer bei der Veranstaltung in Brüssel
Teilnehmer bei der Veranstaltung in Brüssel ©UEFA.com

Die Technische Studiengruppe der UEFA geht 2011/12 in ihre vierte Saison und ermöglicht es den nationalen Verbänden, Fachwissen im Gesamtinteresse des europäischen  Fußballs auszutauschen.

Die Technische Studiengruppe, eine Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini, zielt darauf ab, die technischen Standards durch Austausch nachhaltig zu verbessern und die Besuche der Verbände untereinander zu unterstützen, damit Wissen, Erfahrungen und bewährte Methoden bei der Trainerausbildung sowie dem Breiten-, Jugend- und Frauenfußball ausgetauscht werden können. Außerdem sollen die Standards in ganz Europa dadurch erhöht werden, dass sich beispielsweise Spezialisten der Landesverbände durch finanzielle Hilfen der UEFA auf Gastbesuche bei anderen Verbänden und insbesondere deren Klubs begeben können, um so gemeinsam Wissen auszutauschen.

Für die kommende Saison sind etwa 54 Seminare geplant - neu sind vier zusätzliche Pilotseminare für Torhütertrainer-Ausbilder. Der erste Torhüter-Coachingkurs fand bereits in Brüssel statt. Die Republik Irland, Schweden und die Niederlande sind Gastgeber der anderen drei Seminare, und alle 53 Mitgliedsverbände werden an mindestens einer der vier Veranstaltungen teilnehmen. Drei Torhütertrainer-Ausbilder pro Verband werden bei einem betreffenden Seminar anwesend sein.

Die Technische Studiengruppe wurde seit ihrer Einführung im Jahr 2008 sehr gut aufgenommen, und im Dezember 2010 entschied das UEFA-Exekutivkomitee, daraus ein langfristiges Bildungsprogramm zu machen. In den ersten drei Jahren wurden insgesamt 156 Seminare abgehalten - 46 zum Thema Elite-Jugendfußball, 44 zum Thema Trainerausbildung, 35 zum Breitenfußball und 31 zum Frauenfußball. 30 verschiedene Verbände fungierten als Gastgeber bei den Seminaren, bei denen rund 5000 Fachleute aus ganz Europa eingesetzt wurden - genauso wie alle Mitglieder der Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung.

In diesem Jahr gibt es 11 Meetings zum Thema Trainerausbildung, 16 zum Elite-Jugendfußball, 16 zum Breitenfußball und 11 zum Frauenfußball. Insgesamt fungieren 29 verschiedene Verbände als Gastgeber, darunter fünf neue: Zypern, Israel, Malta, Moldawien und Slowenien. Auch hier wird die Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung anwesend sein, um Expertenwissen einzubringen.

Die spezielle Position des Torhüters ist eine willkommene Ergänzung des Programms. "Der belgische Fußballverband fühlte sich geehrt, die Gelegenheit zu haben, das erste UEFA-Seminar für Torhütertrainer abhalten zu dürfen", sagte François De Keersmaeker, Präsident des Königlichen belgischen Fußballverbandes. "Nach unserem Informationsaustausch habe ich festgestellt, dass die Meinungen sehr positiv waren, was die Initiative anbetrifft."

"16 Nationen haben an dem Seminar teilgenommen", fügte Michel Sablon, der Technische Direktor des URBSFA-KBVB, hinzu. "Es umfasste neun theoretische Präsentationen und fünf Praxiseinheiten mit belgischen Nachwuchs-Nationaltorhütern. Es war das Hauptziel, im Sinne der verschiedenen Zielgruppen neue Trainingsmethoden und moderne technische Elemente für Torhüter anzuregen."

Fachkundige Torhüter-Ausbilder - ehemalige Profis - waren in Brüssel vor Ort. "Es war interessant, so viele Torhüter-Fachleute aus all den verschiedenen Ländern zu treffen, und die verschiedenen Konversationen trugen dazu bei, die Arbeit in den jeweiligen Ländern zu verdeutlichen", erklärte Joel Corminboeuf, technischer Ausbilder der UEFA. "Es ist sehr wichtig, diese Kurse zu organisieren und Informationen unter Experten auszutauschen, um in naher Zukunft den perfekten Torhütertrainer-Ausbildungskurs zu entwickeln, zu gestalten und zu inszenieren. Das war ein großartiger Start", sagte UEFA-Ausbilder Frans Hoek.

Es unterstreicht zudem den Schulungsaspekt des Programms, Experten für die Aktivitäten der Technischen Studiengruppe zusammenzuführen. "Es ist immer gut, Leute aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenzubringen", sagte Lars Lagerbäck, Mitglied des Jira-Ausschusses der UEFA. "Es ist egal, ob man schon seit 30 Jahren Trainer oder Ausbilder ist - man kann immer etwas Neues finden, über das man nachdenken und das man erlernen kann."

"Wir sind äußerst erfreut, diese zusätzliche spezielle Schulung bei der Technischen Studiengruppe anbieten zu können", erklärte Frank Ludolph, der UEFA-Vorsitzende für technische Ausbildung. "Dabei gibt es klare Richtlinien zur Schulung von Torhütertrainern, die vor kurzem vom Jira-Ausschuss der UEFA ausgearbeitet wurden. Die vier Gastgeber sind Verbände, die bei der Schulung dieser speziellen Coaching-Zielgruppe erfahren sind."

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