Torloses Remis im Spitzenspiel
Samstag, 27. August 2011
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Der FC Bayern München hat am 4. Spieltag einen souveränen 3:0-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern eingefahren. Im Spitzenspiel trennten sich Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund mit einem torlosen Remis.
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Der FC Bayern München hat am 4. Bundesliga-Spieltag die Hürde 1. FC Kaiserslautern locker genommen und einen souveränen 3:0-Auswärtssieg eingefahren. Mario Gomez erzielte alle drei Treffer. Außerdem gewann der 1. FC Köln das Krisenduell beim Hamburger SV mit 4:3. Im Abendspiel trennten sich Vizechampion Bayer 04 Leverkusen und Meister Borussia Dortmund in einem rassigen Spiel mit einem torlosen Remis.
Leverkusen hatte von Beginn an deutliche Vorteile, und während Dortmund im ersten Durchgang ohne klare Torchance blieb, hatte Bayer zwei richtig gute Möglichkeiten, die aber beide von Roman Weidenfeller entschärft wurden: In der 9. Minute lief André Schürrle nach Klassepass von Simon Rolfes alleine auf Weidenfeller zu, brachte das Leder aber nicht am BVB-Keeper vorbei - und in der 24. Minute klärte Weidenfeller einen starken Kopfball von Stefan Reinartz. Nach der Pause kam Dortmund etwas besser ins Spiel, und nachdem Bayers Michal Kadlec in der 64. Minute nach einem rüden Foul an Mario Götze des Feldes verwiesen worden war, hagelte es Großchancen für den BVB, der aber im überragenden Bernd Leno mehrmals seinen Meister fand. Vor allem die Rettungstaten gegen einen Volleyschuss des eingewechselten Ivan Perišić (67.) und gegen Shinji Kagawa (76.) waren aller Ehren wert. Nach einem Platzverweis für Dortmunds Jungstar Götze in der 77. Minute (Tätlichkeit) drängten beide Teams auf den Siegtreffer, doch absolute Großchancen sprangen keine mehr heraus.
Die Bayern legten los wie die Feuerwehr und kamen in der Anfangsphase zu zahlreichen Großchancen, doch Mario Gomez (2.), Daniel Van Buyten (4.) und Philipp Lahm (9.) wussten mit ihren guten Gelegenheiten nichts anzufangen. Nach etwa 20 Minuten konnte sich Kaiserslautern ein wenig aus der Umklammerung der Bayern befreien, geriet jedoch nach 37 Minuten in Rückstand: Rodnei bekam den Ball im eigenen Strafraum an den Oberarm, und Gomez verwandelte den Elfmeter ganz sicher. Nach 55 Minuten stand es 2:0 für die Bayern. Wieder gab es Elfmeter für die Bayern, Rodnei hatte Thomas Müller gefoult, doch Gomez scheiterte an Kevin Trapp, ehe der Stürmer im Nachschuss erfolgreich war. Nach 69 Minuten war die Partie endgültig entschieden: Müller setzte sich im Strafraum gegen Martin Amedick durch und legte das Leder zurück zu Gomez, der freistehend aus zehn Metern einnetzen konnte. Zudem flog der Lauterer Ivo Iličević in der Schlussminute mit der Roten Karte vom Platz.
Der erste Treffer des Tages fiel in Hamburg: Mladen Petrić war in der 11. Minute per Elfmeter erfolgreich, nachdem Dennis Aogo im Duell mit Pedro Geromel zu Fall gekommen war. Doch die Freude des HSV währte nur kurz, denn die Kölner kamen zehn Minuten später zum Ausgleich. Sławomir Peszko passte von der Grundlinie an den zweiten Pfosten, wo Adil Chihi völlig freistehend einschieben durfte. Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Der eingewechselte Lukas Podolski hatte in der 49. Minute auf der linken Seite viel Platz und passte mustergültig an den zweiten Pfosten, wo Milivoje Novakovič das 2:1 für die Kölner besorgte. Erneut dauerte es genau zehn Minuten bis zum 2:2-Ausgleich. Nach einem Freistoß von Aogo köpfte Heung-Min Son an den Pfosten, ehe Neuzugang Slobodan Rajković den Abpraller verwertete. In der 62. Minute ging dann wieder der HSV in Führung. Nach einem weiten Pass auf Son vernaschte der Südkoreaner Andrézinho und schlenzte das Leder in die lange Ecke. Dann waren wieder die Kölner dran: Christian Clemens konnte in der 84. Minute nach einer Ecke von Mato Jajalo völlig freistehend zum 3:3-Ausgleich einschießen. Für den Schlusspunkt in einer turbulenten Partie sorgte Kevin McKenna, der in der 88. Minute von einem dicken Patzer von Keeper Jaroslav Drobný profitierte.
Die TSG 1899 Hoffenheim war im Spiel gegen den SV Werder Bremen von Beginn an hellwach und hatte in einer furiosen Anfangsphase mehrere gute Gelegenheiten, doch Roberto Firmino (1.) und Edson Braafheid (3.) hatten ihr Visier nicht richtig eingestellt. Besser machte es Firmino in der 37. Minute, als der Brasilianer nach Zuspiel von Andreas Beck per Flachschuss in die lange Ecke erfolgreich war. Doch Bremen kam fast im direkten Gegenzug zum Ausgleich. Nach Fehler von Marvin Compper ließ sich Marko Arnautović nicht zweimal bitten und spitzelte das Leder an Keeper Tom Starke vorbei zum 1:1 ins Netz (38.). Den Bremer Siegtreffer markierte Markus Rosenberg in der 83. Minute per Direktabnahme von Flnake von Claudio Pizarro.
In der Partie zwischen dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg dominierten von Beginn an die Gastgeber und gingen in der 30. Minute hochverdient in Führung: Nach einem Freistoß von Julian Schuster reagierte Oliver Barth am schnellsten und brachte die Gastgeber per Kopf in Front. Zehn Minuten später wurde die Überlegenheit der Freiburger erneut belohnt. Papiss Demba Cissé setzte sich auf der rechten Seite gegen Marcel Schäfer durch und passte in die Mitte, wo Erik Jendrišek aus zwölf Metern einschießen konnte. Auch im zweiten Durchgang war Freiburg klar besser und erzielte in der 59. Minute ein Traumtor durch Cédric Makiadi, der per Volleyschuss aus 15 Metern in den rechten Winkel traf.
In einer völlig biederen Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und Aufsteiger FC Augsburg gab es über die komplette Spielzeit wenig Höhepunkte. Nürnberg war bemüht, biss sich aber an der sicheren Abwehr der Gäste immer wieder die Zähne aus - bis zur 76. Minute, da erzielte Alexander Esswein nach feiner Einzelleistung den verdienten Siegtreffer für den Club.