Pleiten für Bayern und Bayer
Sonntag, 7. August 2011
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Während der FC Bayern München zu Hause mit 0:1 gegen VfL Borussia Mönchengladbach verlor, musste sich Bayer 04 Leverkusen beim 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 geschlagen geben.
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Herbe Enttäuschung für zwei Meisterschaftskandidaten zum Saisonauftakt: Während der FC Bayern München zu Hause mit 0:1 gegen VfL Borussia Mönchengladbach verlor, musste sich Bayer 04 Leverkusen beim 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 geschlagen geben.
Die Bayern übernahmen von Beginn an das Kommando und hatten in der 7. Minute die erste gute Gelegenheit, doch Mario Gomez köpfte das Leder nach guter Flanke von Thomas Müller völlig freistehend in die Arme von Keeper Marc-André ter Stegen. Gladbach stand hinten aber gut sortiert und ließ wenig zu, nach vorne ging aber herzlich wenig. Nach 26 Minuten fasste sich Toni Kroos ein Herz und zog aus 20 Metern ab, doch ter Stegen schnappte sich das Leder im Nachfassen. In der 42. Minute kam dann Gladbach zu seiner ersten Chance, doch Juan Arango scheiterte an Manuel Neuer, und zwei Minuten später köpfte Bastian Schweinsteiger das Leder nach einem Eckball über den Gladbacher Kasten. Die Bayern waren zwar klar überlegen, es fehlte aber an Tempo und Einfallsreichtum, um den Abwehrverbund der Gäste zu knacken.
Im zweiten Durchgang wurden die Offensivaktionen der Bayern dann immer zwingender, und in der 49. Minute war es erneut Gomez, der nach einer Müller-Flanke per Kopf am glänzend reagierenden ter Stegen scheiterte. Sechs Minuten später köpfte Gomez das Leder nach einer Ecke von Arjen Robben an den rechten Pfosten. In der 62. Minute wurden die Bayern dann eiskalt erwischt: Nach einem weiten Ball von Roel Brouwers waren sich Jérôme Boateng und Neuer uneins, Igor de Camargo profitierte von dem Missverständnis und köpfte das Leder aus 16 Metern mit Hilfe des Innenpfostens ins leere Tor. Vier Minuten später probierte es Robben aus knapp 20 Metern, doch erneut tauchte ter Stegen blitzschnell runter und parierte den tückischen Flachschuss. In der 77. Minute fand dann auch Schweinsteiger seinen Meister in ter Stegen. In der Schlussphase drängten die Bayern mit aller Macht auf den Ausgleich, doch Chancen ergaben sich keine mehr.
Die Mainzer, die am Donnerstag unglücklich in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League ausgeschieden waren, fanden etwas besser in die Partie, doch die erste dicke Gelegenheit hatte der Gast aus Leverkusen. Nach einem Freistoß von Daniel Schwaab kam Stefan Reinartz in der 7. Minute aus acht Metern frei zum Kopfball, doch Heinz Müller, der den Vorzug vor Christian Wetklo erhalten hatte, lenkte den Aufsetzer um den Pfosten. Im Anschluss kontrollierte Bayer das Geschehen, war jedoch in der Offensive nicht zwingend genug - und hinten, da patzte Torhüter Fabian Giefer, der den Vorzug vor David Yelldell bekommen hatte. Reinartz spielte den Ball in der 32. Minute zu seinem Keeper zurück, der zu Michal Kadlec weiterpassen wollte, doch das Leder nicht richtig traf. Sami Allagui spritzte dazwischen und überwand Giefer aus spitzem Winkel. Während der Treffer die aggressiven Mainzer beflügelte, lief bei den Gästen bis zur Pause nichts mehr zusammen.
Wer nun erwartet hatte, dass Bayer tatendurstig zum zweiten Durchgang antritt, sah sich getäuscht. Einzig Mainz diktierte das Geschehen und kam zu guten Gelegenheiten. In der 46. Minute wurde Allagui im letzten Moment von Kadlec am Abschluss gehindert, neun Minuten später schlenzte Marco Caligiuri das Leder knapp am Tor vorbei und in der 59. Minute lief Allagui alleine auf Giefer zu, legte sich das Leder aber zu weit vor, so dass die vielversprechende Situation verpuffte. Von Leverkusen kam in der Offensive weiterhin überhaupt nichts, auch André Schürrle kam an alter Wirkungsstätte nicht zur Geltung. Mit zunehmender Spieldauer verlegten sich die Mainzer aufs Kontern und hatten in der 73. Minute die dicke Chance zur Vorentscheidung, doch Allagui scheiterte an Giefer. Vier Minuten später kam Bayer zur ersten guten Gelegenheit im zweiten Durchgang: Schürrle bediente bei einem Konter Eren Derdiyok, der Müller umkurvte, das Leder dann aber nicht entscheidend Richtung Tor bringen konnte. Die endgültige Entscheidung fiel in der 86. Minute: Nach einem starken Konter über Allagui und Caligiuri lenkte Ömer Toprak das Leder ins eigene Tor.