Club triumphiert in Berlin
Samstag, 6. August 2011
Artikel-Zusammenfassung
Der VfB Stuttgart ist hervorragend in die neue Saison gestartet und setzte sich am ersten Spieltag mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 durch. Im Abendspiel gewann der 1. FC Nürnberg mit 1:0 bei Hertha BSC.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Der VfB Stuttgart ist hervorragend in die Bundesliga-Saison 2011/12 gestartet und setzte sich am 1. Spieltag mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 durch. Auch Hannover 96 fuhr einen Dreier ein und gewann mit 2:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Einen Dämpfer erlebte zum Auftakt der neue Trainer des 1. FC Köln, Ståle Solbakken, der eine 0:3-Pleite gegen den VfL Wolfsburg hinnehmen musste. Im Abendspiel gewann der 1. FC Nürnberg mit 1:0 bei Hertha BSC Berlin.
In einem unansehnlichen ersten Durchgang waren im Berliner Olympiastadion Torchancen auf beiden Seiten absolute Mangelware. Während der Club optisch überlegen war, versuchten es die Berliner zumeist mit langen Bällen, die aber in der Spitze keine Abnehmer fanden. Auch nach der Pause kamen beide Teams nur schwer in die Gänge, strukturierter wirkte weiterhin der Gast, der wenigstens hin und wieder mal zum Abschluss kam. So scheiterte Markus Feulner in der 58. Minute mit einem Flachschuss an Keeper Thomas Kraft, und drei Minuten später köpfte Tomáš Pekhart das Leder genau in die Arme von Kraft. Nach 80 Minuten war es dann aber doch soweit: Nach starker Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Jens Hegeler erzielte Pekhart die Führung, die der Club in den Schlussminuten sicher nach Hause schaukelte.
Im Spitzenspiel hatte der VfB bei der Einweihung seines neuen Stadions zu Beginn leichte Vorteile, ehe Schalke nach etwa 25 Minuten immer besser ins Spiel fand - die Führung markierten jedoch die Hausherren. Nach einem Eckball von Tamás Hajnal setzte sich der mexikanische Neuzugang Maza in der 37. Minute gegen Kyriakos Papadopoulos durch und köpfte das Leder zum zweiten Pfosten, wo Cacau stand und aus kurzer Distanz einnickte. Nach der Pause entwickelte sich in Stuttgart ein offener Schlagabtausch. Zunächst vergaben Martin Harnik und Cacau in der 51. Minute das 2:0, ehe Alexander Baumjohann das Leder zwei Minuten später nur knapp über die Latte jagte. In der 56. Minute war es dann aber soweit: Cristian Molinaro flankte von der linken Seite an den langen Pfosten, wo Harnik aus fünf Metern ungehindert einköpfen durfte. Den Schlusspunkt besorgte Shinji Okazaki in der 89. Minute mit einem satten Schuss aus 16 Metern ins linke Eck.
Der erste Treffer des Tages fiel in Hannover: Jan Schlaudraff war in der 15. Minute per Freistoß aus etwa 20 Metern erfolgreich, Gäste-Keeper Tom Starke hatte nicht mitbekommen, dass die Partie bereits freigegeben war und noch an seiner Mauer rumgebastelt. Doch nur drei Minuten später kam Hoffenheim zum Ausgleich: Sejad Salihović verwandelte einen Elfmeter, nachdem Fabian Johnson von Emanuel Pogatetz gefoult worden war. Gut zehn Minuten später gab es erneut einen Elfmeter, dieses Mal auf der anderen Seite. Nachdem Schlaudraff von Edson Braafheid gelegt worden war, traf Mohammed Abdellaoue vom Elfmeterpunkt. Im zweiten Durchgang war dann von beiden Seiten nicht mehr allzu viel zu sehen.
In Köln erwischten die Gäste aus Wolfsburg den besseren Start. Patrick Helmes tauchte in der 17. Minute nach einem Fehler von Kevin Pezzoni auf einmal frei vor Michael Rensing auf und drosch dem FC-Keeper das Leder durch die Beine. Von den Gastgebern war im ersten Durchgang in der Offensive so gut wie gar nichts zu sehen, und zu Beginn von Hälfte zwei vergaben die Wölfe reihenweise beste Chancen auf die Vorentscheidung: Neuzugang und Kapitän Christian Träsch (54.) und Helmes (65.) ließen die besten Gelegenheiten Nachdem Sławomir Peszko in der 74. Minute die beste Kölner Chance vergeben und nur den Pfosten getroffen hatte, flog der Kölner Milivoje Novakovič fünf Minuten später mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. In der 85. Minute besorgte Marcel Schäfer dann das 2:0 für Wolfsburg, ehe der Ex-Kölner Helmes in der Nachspielzeit Treffer Nummer drei nachlegte.
Großes Durchatmen beim SV Werder Bremen schon vor Spielbeginn gegen den 1. FC Kaiserslautern, denn Kapitän Per Mertesacker, der weite Teile der Vorbereitung aufgrund einer Verletzung verpasst hatte, wurde rechtzeitig fit und stand neben Neuzugang Andreas Wolf in der Innenverteidigung. Nach einem durchwachsenen ersten Durchgang mit Vorteilen für Werder kam in Hälfte zwei Leben in die Bude und Kaiserslautern in der 55. Minute zu einem Lattentreffer von Ivo Iličević. Fünf Minuten später klingelte es dann auf der Gegenseite: Neuzugang Lukas Schmitz zog aus rund 20 Metern ab, Keeper Kevin Trapp wehrte den abgefälschten Schuss genau vor die Füße von Markus Rosenberg ab, der zum 1:0 abstauben konnte. In der 81. Minute war es dann erneut Rosenberg, der nach Flanke von Wesley per Kopf das 2:0 besorgte.
Nach einem schwachen ersten Durchgang zwischen Aufsteiger FC Augsburg und dem SC Freiburg begann die zweite Hälfte mit einem Paukenschlag: Nach einem Fehler von Uwe Möhrle schnappte sich Freiburgs Torjäger Papiss Demba Cissé in der 48. Minute das Leder und besorgte mit einem Flachschuss aus 16 Metern die Führung. Doch Augsburgs Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn in der 54. Minute flankte der eingewechselte Axel Bellinghausen butterweich in den Strafraum, wo Neuzugang Sascha Mölders aus sechs Metern per Kopf den Ausgleich erzielte. Im direkten Gegenzug durften dann aber wieder die Gäste jubeln: Mensur Mujdža flankte von der rechten Seite in den Sechzehner, wo Cédric Makiadi schulbuchmäßig in die lange Ecke einnicken konnte. Den 2:2-Endstand markierte in der 81. Minute erneut Mölders per Kopf.