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Salzburg will Sturm wieder ablösen

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Schon früh steht die österreichische Bundesliga wieder in den Startlöchern. Traditionell ist Salzburg wieder Titelkandidat Nummer eins, Sturm will aber die Schale verteidigen, und auch die Austria lauert.

Für Sturm Graz wird die Titelverteidigung schwer werden
Für Sturm Graz wird die Titelverteidigung schwer werden ©Getty Images

Die Trainer der österreichischen Bundesliga sind sich einig. Neun von zehn sehen den FC Salzburg als Meister der Saison 2011/2012. Die einzige Person, die stattdessen für die Titelverteidigung des SK Sturm Graz gestimmt hat, war ausgerechnet Ricardo Moniz, der Trainer der Mozartstädter - so etwas nennt man wohl "den Ball flach halten". Es spricht tatsächlich viel für den Liga-Krösus aus Salzburg.

Die Leistungsträger wurden gehalten, mit Petri Pasanen, Rasmus Lindgren und Leonardo konnten die Schlüsselpositionen punktuell verstärkt werden. Zudem wurde die Meisterschafts-Generalprobe gegen den französischen Topklub Olympique Lyonnais mit 1:0 gewonnen. "Wenn du eine Woche vor dem Start gegen so einen Gegner gewinnen kannst, ist das für das Selbstvertrauen natürlich sehr gut", meinte auch Moniz.

Der aktuelle Meister Sturm Graz konnte weitgehend die Mannschaft halten, allerdings wurde Abwehrchef Gordon Schildenfeld an Eintracht Frankfurt abgegeben. Die Titelverteidigung wird ein ganz hartes Stück Arbeit. "Es wird verdammt schwer. Der Level wurde nach oben geschraubt, die Erwartungshaltung der Fans ist größer", ist sich auch Verteidiger Ferdinand Feldhofer bewusst. Im abschließenden Testspiel erreichte man ein 3:3 gegen Hannover 96.

Auch dem FK Austria Wien, dem Drittplatzierten der Vorsaison kam eine wichtige Stütze abhanden. Julian Baumgartlinger wechselte zum 1. FSV Mainz 05. Die Position im defensiven Mittelfeld soll der junge Emir Dilaver einnehmen. Falls der U20-Nationalspieler der Rolle gewachsen ist, dann sind die Violetten wohl der erste Herausforderer der Salzburger. "Wir greifen wieder an! Dass es schwierig wird, ist keine Frage", so Trainer Karl Daxbacher.

Eine komplette Umstellung gab es hingegen beim SK Rapid Wien. Als Aktiver war Peter Schöttel Rekordspieler der Grün-Weißen – nun soll er die Hütteldorfer von der Coaching Zone aus zu neuen Erfolgen führen. Nicht nur auf der Bank, sondern auch am Feld gab es zahlreiche Veränderungen. Tanju Kayhan, Veli Kavlak und Yasin Pehlivan wurden allesamt in die Türkei verkauft. Dafür wurden mit Deni Alar, Thomas Schrammel, Guido Burgstaller und Thomas Prager vielversprechende Akteure verpflichtet. Die beiden Letztgenannten fallen allerdings zu Saisonstart verletzungsbedingt aus. "Nach den ersten Runden werden wir sehen wo wir stehen", so Schöttel. Ziel ist jedenfalls das Erreichen eines Europacup-Startplatzes.

Ein großes Fragezeichen steht wieder hinter der Sensationsmannschaft der letzten Saison, der SV Ried. Wird der Pokalsieger wieder mit einem Mini-Budget die ganze Liga überraschen können? Erfolgscoach Paul Gludovatz wäre es zuzutrauen. Zahlreichen Abgängen stehen zahlreiche – größtenteils junge, unbekannte – Neuzugänge gegenüber. "Der Verein ist sich bewusst, dass es für das Trainerteam schwieriger wird als im vergangenen Jahr", meinte Manager Stefan Reiter. Ried könnte aber auf jeden Fall wieder ein Wörtchen mitreden. Für die kommende Europa League Qualifikation wünscht sich Gludovatz jedenfalls mit dem Club Atlético de Madrid einen richtigen Brocken.

Hinter den fünf Klubs wird es wieder im Abstiegskampf interessant. Der FC Wacker Innsbruck hat eigentlich keine schlechten Karten im Mittelfeld der Liga zu landen, allerdings plagen den Verein finanzielle Probleme. Deswegen mussten im Sommer die Stützen Pascal Grünwald und Harald Pichler verkauft werden. Der SV Mattersburg und der Kapfenberger SV 1919 haben im Kampf um den Klassenerhalt schon langjährige Erfahrung. Diese wird ihnen klarerweise auch in der Saison 2011/2012 extrem hilfreich sein.

Interessant wird auch, wie sich die junge Mannschaft des Aufsteigers FC Admira Wacker Mödling schlagen wird. Für Trainer Dietmar Kühbauer gibt es nur ein Ziel – den Klassenerhalt: "Wir wollen in der Liga drinbleiben. Ob Platz sechs oder neun ist mir egal." Den am Papier wohl schwächsten Kader hat der SC Wiener Neustadt. Nachdem das Budget drastisch gekürzt wurde, verließen neun Stammspieler den Verein. Nachbesetzt wurden sie größtenteils mit jungen Talenten. Ob diese mit ihrem Biss die fehlende Erfahrung ausgleichen können, bleibt abzuwarten. Der ehemalige Nationalspieler Peter Stöger ist jedenfalls als Coach von seiner Mannschaft überzeugt.