Saibene wird Trainer in St. Gallen
Mittwoch, 9. März 2011
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Jeff Saibene folgt auf Uli Forte +++ Grasshopper-Club bleibt doch im Letzigrund +++ Xhakas verlängern in Basel +++ Hassli nach Vancouver +++ Muskelfaserriss bei Paiva
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Jeff Saibene wird neuer Cheftrainer des FC St. Gallen. Der 42-jährige Luxemburger löst Giorgio Contini ab, der nach der Entlassung Uli Fortes am 1. März als Interimstrainer eingesprungen war. Saibene arbeitete bis zuletzt für den Luxemburgischen Verband LFV, wo er seinen bis 2012 laufenden Vertrag kündigte. Der FCSG befindet sich noch immer in Verhandlungen mit dem Verband über eine einvernehmliche Lösung. Dennoch leitete Saibene bereits am Dienstagmorgen das Training des Tabellenletzten der Super League. Saibene ist in der Schweiz kein Unbekannter: Im Herbst 2009 war er Trainer des FC Aarau, dessen Assistenztrainer er von 2007 bis zu seiner Ernennung zum Cheftrainer war. Im Frühling 2007 rettete er den FC Thun vor dem Abstieg in die Challenge League.
Der Grasshopper-Club verzichtet auf den angedrohten Wegzug aus der Stadt Zürich und spielt auch in der kommenden Saison im Stadion Letzigrund. Dies ist das Ergebnis einer neuerlichen Sitzung des Stadtrats der Stadt Zürich mit den Grasshoppers und dem FC Zürich. Grund für den Verbleib der Grasshoppers in Zürich ist, dass die Stadt den beiden Vereinen eine Mietzinsreduktion im Stadion Letzigrund für die kommende Spielzeit gewährt. Der Zins wird für beide Vereine halbiert – von rund 900 000 auf 450 000 Schweizer Franken. Bereits zu Jahresbeginn forderten die Grasshoppers eine Mietzinsreduktion für das Stadion, doch der Stadtrat verzichtete zunächst auf eine Anpassung des Betrages. Daraufhin gab GC bekannt, zur kommenden Spielzeit in einem Ausweichstadion zu spielen, da der Verein nicht mehr bereit sie, die aus seiner Sicht überhöhten Mietkosten zu zahlen. Als Ausweichmöglichkeiten galten das Brügglifeld-Stadion des FC Aarau und das Stadion Gersag in Emmenbrücke. Unterstützt wurden die Grasshoppers vom Stadtrivalen FCZ, dessen Präsident Ancillo Canepa die Mietkosten ebenfalls als zu hoch bezeichnete und einen mittelfristigen Wegzug des FCZ als möglich bezeichnete.
Dem FC Basel 1893 bleiben zwei Talente erhalten: Die Brüder Granit, 18, und Taulant Xhaka, 20, verlängerten ihre Verträge beim Schweizer Meister bis zum Juni 2015. Die beiden Brüder spielen seit Sommer 2003 beim FCB; davor gehörten sie dem Nachwuchs des Basler Lokalrivalen FC Concordia Basel an. Granit, der im November 2009 mit der Schweizer U17-Nationalmannschaft Weltmeister wurde, absolvierte bislang 18 Spiele mit der ersten Mannschaft des FCB; er kam dabei vornehmlich im Mittelfeld zum Einsatz. Taulant kam bislang auf vier Einsätze und spielte dabei meist in der Abwehr.
Der FC Zürich verzeichnet einen namhaften Abgang: Eric Hassli verlässt nach rund vier Jahren den Schweizer Meister von 2009. Hassli wechselt mit sofortiger Wirkung zu den Vancouver White Caps in die nordamerikanische Major League Soccer. Hassli erhält bei den Kanadiern einen Vierjahresvertrag und trifft dort auf seinen ehemaligen Teamkollegen Alain Rochat, der im Winter vom FCZ nach Vancouver wechselte. Er habe sich in Zürich sehr wohl gefühlt und verlasse den Verein schweren Herzens, sagte Hassli. In 108 Pflichtspielen für den FCZ erzielte der bald 30-jährige Angreifer 35 Tore. Vorerst wird der FCZ auch auf einen anderen Stürmer verzichten müssen: Alexandre Alphonse zog sich am Sonntag im Spitzenspiel beim FC Basel 1893 eine Hirnerschütterung zu und fällt für noch unbestimmte Zeit aus.
Joao Paiva vom FC Luzern fällt wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel für mehrere Wochen aus. Der 28-Jährige hatte nach dem Spiel gegen den FC Basel 1893 über Schmerzen geklagt.