Basel auf Meisterkurs
Samstag, 5. März 2011
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Der FC Basel 1893 gewann das Spitzenspiel gegen den FC Zürich trotz Pausenrückstand mit 3:1 und hat bereits sieben Punkte Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger.
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Der FC Basel 1893 gewann das Spitzenspiel gegen den FC Zürich trotz Pausenrückstand mit 3:1 und hat bereits sieben Punkte Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger. Der FC Luzern spielte beim FC Thun 3:3 und Xamax Neuchâtel FC verlor gegen die AC Bellinzona mit 1:2.
Es war der 26. November 2006, als der FC Zürich zuletzt gegen den FC Basel gewann. Es war ein 3:2 auf dem Weg zum Meistertitel 2007 für den FCZ. Seither reichte es dem FCZ nicht einmal zu einem Dreier gegen den FCB – weder in der Meisterschaft noch im Pokal. Und diese unrühmliche Serie hat weiterhin Bestand: Auch am Sonntag, dem 23. Spieltag der Super League, gingen die Zürcher im St. Jakob-Park vor 30 400 Zuschauern als Verlierer vom Platz. Trotz Überlegenheit und einer verdienten Pausenführung verloren sie am Ende mit 1:2.
Der FC Zürich startete offensiv – ganz so, als glaubte er, auf einen FCB zu treffen, der nach seinem Aus im Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten FC Biel-Bienne angeschlagen ist. Und diese Einstellung zahlte sich früh aus: Nach zwei Minuten lancierte Ludovic Magnin den schnellen Amine Chermiti, welcher der FCB-Abwehr enteilte und Franco Costanzo sicher bezwang.
Der FCB kam nur langsam besser ins Spiel; vor allem im Mittelfeld hatte der aggressive FCZ klare Vorteile. Mit Ausnahme einer Chance durch Marco Streller, der nach 24 Minuten aus spitzem Winkel scheiterte, fand der FCB kaum gute Möglichkeiten vor. Ganz anders der FCZ, dem sich zwei ausgezeichnete Gelegenheiten boten, um auf 2:0 zu erhöhen: Zunächst vergab Admir Mehmedi alleine vor Costanzo, dann zögerte Xavier Margairaz alleine vor dem Basler Tor zu lange und konnte so noch vom Ball getrennt werden. Dennoch deutete zur Pause vieles auf den ersten FCZ-Sieg seit viereinhalb Jahren hin.
Doch dieser Eindruck verflüchtigte sich schnell. Der FCB kam so aus der Kabine, wie man ihn von Anfang an erwartet hatte: Entschlossen, zweikampfstark und mit Zug aufs Tor. Thorsten Fink hatte zu dem Jacques Zoua Doagari aufs Feld geschickt, um die Schlagzahl zu erhöhen. Und gerade Zoua war es, der die Erwartungen seines Trainer umgehend erfüllte: In der 50. Minute schob er einen Querpass von Valentin Stocker über die Linie.
Gleich im Gegenzug hatten die Basler aber Glück, dass ein Kopfball Alexandre Alphonses nur an die Latte flog. Sonst aber drängten die Basler den FCZ immer stärker in die Abwehr zurück; sie zwangen den Gast zu immer mehr Fehlern. Und in der 61. Minute wurde diese Steigerung belohnt: Nach einer Ecke verwertete Alex Frei einen Abpraller Andrea Guatellis zum 2:1. In der Schlussphase kam der FCZ wieder stärker auf, mit dem zweiten Treffer Freis nach 88 Minuten nach einer Vorlage Strellers entschieden die Basler aber die Partie. Den letzten Treffer hatte Guatelli mit einem verunglückten Abschlag eingeleitet.
Der FC Luzern entging beim FC Thun nur knapp einer Niederlage. Die Luzerner lagen nach einem Tor Tomislav Puljics zwar in Führung, doch nach Treffern von Timm Klose (35.), Nick Proschwitz (39.) und Ifet Taljevic (45.) stand es zur Pause 3:1. Dank eines Kraftakts und Toren von Michel Renggli (51. per Elfmeter) und Daniel Gygax (60.) verhinderte der FCL aber eine Pleite beim Aufsteiger.
Einer Pleite nicht entgangen ist Neuchâtel Xamax, das zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Bellinzona mit 1:2 verlor. Mauro Lustrinelli (25.) und Dragan Mihajlovic (90.) trafen für die Tessiner, die sich wieder am Grasshopper-Club vorbei auf Rang sieben schoben. Zwischendurch hatte Federico Almerares für die Neuenburger ausgeglichen (58.)