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Belastungsprobe für Zenit und Co.

Es wird die längste Saison in der Geschichte des russischen Fußballs: Für den FC Zenit St Petersburg wird die Mission Titelverteidigung aber auch deshalb schwierig, weil es extrem motivierte Konkurrenz gibt.

Zenit St. Petersburg schickt sich an, den Titel in Russland zu verteidigen
Zenit St. Petersburg schickt sich an, den Titel in Russland zu verteidigen ©Getty Images

Am Samstag beginnt die längste Premier-League-Saison in der russischen Geschichte. Die kommende Spielzeit wird einmalig mehr als ein Jahr dauern und endet erst im Mai 2012. Titelverteidiger bei diesem Fußball-Marathon ist der FC Zenit St Petersburg.

Russland wird im kommenden Jahr seinen Fußball-Kalender an den Standard von Westeuropa anpassen und somit die lange Winterpause aus dem Programm streichen. Aus diesem Grund hat man sich für die jetzt beginnende Spielzeit etwas einfallen lassen und führt nach der Hin- und Rückrunde eine Gruppenphase ein, in der die Mannschaften in zwei Achtergruppen um Meisterschaft, bzw. Abstieg kämpfen.

Als Titelverteidiger geht Zenit ins Rennen, nachdem man im letzten Jahr lediglich zwei Niederlagen kassierte und die zweijährige Dominanz vom FC Rubin Kazan beendete. Damit war die erste Saison unter Trainer Luciano Spalletti ein voller Erfolg, doch die Zeit des Feierns ist vorbei, jetzt beginnt wieder die harte Arbeit: "Wir haben den gleichen Kader und unser Ziel ist identisch mit dem der letzten Saison. Wir wollen den Titel", so der Italiener.

Einfach wird dies nicht, denn PFC CSKA Moskva war mit der Vizemeisterschaft im letzten Jahr nicht zufrieden und schickt sich an, Zenit vom Thron zu stoßen. Auch der FC Spartak Moskva, Viertplatzierter im Jahr 2010, hat sich viel vorgenommen und sich unter anderem mit dem irischen Nationalspieler Aiden McGeady verstärkt. Trainer Valeri Karpin hat zudem den besten Torjäger der letzten zwei Spielzeiten in seinen Reihen und hofft erneut auf viele Tore des brasilianischen Stürmers Welliton.

"Er gehört zu den besten Torjägern die es gibt, wenn er sich zu 100% reinhängt", so Karpin gegenüber UEFA.com. "Er hat 21 und 19 Tore in den letzten beiden Jahren gemacht und sein Potenzial ist offensichtlich. Er könnte sogar noch mehr Tore schießen, wenn er physisch und mental 100% geben würde. Er muss es wollen und bereit sein."

Vier Jahre lang hat kein Verein aus Moskau mehr die Meisterschaft geholt und weil der Titelhunger von Rubin und Zenit noch längst nicht gestillt ist, könnte die Hauptstadt auch in dieser Saison leer ausgehen. Rubins Trainer Kurban Berdyev hat einen Systemwechsel angekündigt und will künftig risikoreicher und offensiver agieren lassen. Laut Kapitän Christian Noboa konnte man sich letztes Jahr einiges bei Zenit abschauen.

"Zenit war in der letzten Saison eine Klasse für sich. Sie waren taktisch extrem stark und haben mit spielerischer Leichtigkeit ihre Tore erzielt", erkärt Noboa. "Dieses Niveau haben sie das ganze Jahr über gezeigt und das hat letztendlich den Unterschied gemacht. Wir haben fünf Mal 0:0 gespielt und waren nicht so konstant wie Zenit. Wir wollen zurück an die Spitze und sind vom ersten Spiel an nur auf Sieg aus."

Natürlich wollen auch ein paar Außenseiter auf sich aufmerksam machen. Der FC Anzhi Makhachkala hat mit der Verpflichtung von Roberto Carlos für die größte Überraschung auf dem Transfermarkt gesorgt und sicherte sich zudem die Dienste des viel versprechenden Stürmers Diego Tardelli. Auch der FC Terek Grozny sorgte für Schlagzeilen und holte sich Ruud Gullit als neuen Trainer. Viele große Namen also und es bleibt abzuwarten, wer am Ende den längeren Atem hat. Denn soviel steht fest: Es wird ein Marathon und kein Sprint.

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