Mainz holt Fürths Müller
Montag, 14. Februar 2011
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"Kuba" soll gegen St. Pauli zurück sein +++ Nur Vorsichtsmaßnahme bei Mathijsen-Rausnahme +++ Eintracht verleiht Petković erneut +++ Igor de Camargo für ein Spiel gesperrt +++ Klopp: "Gerechtigkeit erfahren"
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Der 1. FSV Mainz 05 hat mit Offensivspieler Nicolai Müller vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth einen Neuzugang für die kommende Saison vermeldet. Der 23-Jährige unterschrieb beim FSV einen Vertrag bis Sommer 2015, während die Vereine über die Ablöse Stillschweigen vereinbarten. Müller erzielte in 58 Zweitligaspielen für Fürth, aus deren Jugendabteilung er kam, zehn Tore. "Nicolai Müller ist einer der herausragenden Offensivspieler der zweiten Bundesliga, in der er konstant auf hohem Niveau spielt. Als torgefährlicher, laufstarker, schneller Spieler passt er perfekt zu unserer Spielweise", sagte Trainer Thomas Tuchel. Manager Christian Heidel ergänzte: "Er besitzt das Potenzial, bei uns einen weiteren Leistungssprung zu machen. Wir haben uns schon längere Zeit intensiv mit ihm beschäftigt. Daher sind wir auch in der Lage, diesen Transfer frühzeitig
zu fixieren." Der so Gelobte selbst sagte: "Ich bin an dem richtigen Punkt, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen, dazu hatte ich verschiedene Optionen. Mainz 05 ist genau der richtige Klub für mich, weil er ein klares fußballerisches Konzept verfolgt und mir die Chance bietet, mich in einer sehr positiven Atmosphäre weiter zu entwickeln."
Der FC St. Pauli bangt noch um den Einsatz von Fabian Boll im Derby am Mittwochabend gegen den Hamburger SV. Boll zog sich beim Heimsieg gegen den VfL Borussia Mönchengladbach eine schwere Prellung des Vorderfußes und des großen Zehs zu. Doch der 31-Jährige ist fest entschlossen, gegen die Rothosen aufzulaufen: "Solange mir kein Bein fehlt, werde ich für das Derby nicht ausfallen." Deniz Naki (Bronchitis) und Mathias Hain (muskuläre Problemen im Schulter- und Nackenbereich) konnten am Montag lediglich Lauftraining absolvieren. Über ihre Einsatzchancen für Mittwoch ist nichts bekannt.
Bei Borussia Dortmund fehlt mit dem angeschlagenen Jakub Błaszczykowski nach Shinji Kagawa ein weiterer Mittelfeldspieler verletzt. Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft leidet unter einem kleinen Einriss in einer Kapsel des rechten Knies und hat bis Mitte der Woche Trainingsverbot. Er konnte schon am Samstag beim 1:1 der Borussia beim 1. FC Kaiserslautern nicht mitwirken. Am kommenden Samstag zu Hause gegen den FC St. Pauli könnte er aber wieder zur Verfügung stehen. Auch Mohamed Zidan hat es etwas erwischt: Wenige Minuten nach seiner Einwechslung erlitt der Ägypter eine Rückenprellung. Er soll allerdings schon am Dienstag wieder voll trainieren können.
Eine reine Vorsichtsmaßnahme war dagegen die Herausnahme von Joris Mathijsen beim 1:0 des Hamburger SV beim VfL Wolfsburg am Samstag. Der Niederländer wurde sechs Minuten vor Schluss vom Feld genommen. Trainer Armin Veh erklärte: "Joris hat seinen lädierten Knöchel gemerkt, da sind wir lieber auf Nummer sicher gegangen." Am Mittwoch im Nachholderby gegen den FC St. Pauli soll er Verteidiger mit dabei sein.
Eintracht Frankfurt hat den sportlich keine Rolle mehr spielenden Verteidiger Nikola Petković bis Saisonende an den saudi-arabischen Erstligisten Al-Ahli ausgeliehen. Der 24-jährige Serbe kam im Januar 2009 vom FK Crvena Zvezda, bestritt aber bisher nur neun Bundesligaspiele für die Hessen. Von August 2010 bis Januar 2011 war er an den FC Tom Tomsk in Russland ausgeliehen.
Mittelfeldspieler Igor de Camargo von Bundesliga-Schlusslicht VfL Borussia Mönchengladbach wurde nach der Roten Karte am Samstag bei der Niederlage gegen den FC St. Pauli (1:3) wegen unsportlichen Verhaltens vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes für ein Meisterschaftsspiel gesperrt. Der Belgier hatte seine Elf nach neun Minuten mit 1:0 in Front geschossen, doch nach seinem Feldverweis in der 22. Minute kippte die Partie zugunsten der Hamburger.
Aufgeschnappt
"Wir haben in dieser Saison fast immer Gerechtigkeit erfahren, was das Ergebnis angeht. Wir hätten den glücklichen Sieg gerne mitgenommen, haben uns insgesamt aber viel zu wenige Chancen herausgespielt."
BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern. Nach dem Dortmunder Führungstreffer in der 81. Minute glich der FCK in der 90. Minute noch aus.