Dortmund setzt Siegesserie fort
Samstag, 11. Dezember 2010
Artikel-Zusammenfassung
Dortmund feierte mit dem 2:0 gegen Bremen am 16. Spieltag den 14. Sieg und marschiert weiter unaufhaltsam vorne weg, dazu gab es auch Siege für Leverkusen, Bayern und den 1. FC Köln.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Spitzenreiter Borussia Dortmund hat am 16. Spieltag den 14. Sieg eingefahren und den SV Werder Bremen mit 2:0 bezwungen. Bayer 04 Leverkusen übernahm durch einen 4:2-Sieg beim Hamburger SV zumindest für 24 Stunden den zweiten Tabellenplatz. Auch der zweite Bundesligist aus der Hansestadt musste eine Niederlage hinnehmen, der FC St. Pauli verlor beim FC Bayern München mit 0:3.
Der BVB ließ sich auch vom früheren Angstgegner Bremen nicht stoppen und hat damit komfortable elf Punkte Vorsprung vor Leverkusen. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und hatten schon nach fünf Minuten die erste gute Möglichkeit durch Shinji Kagawa. Vier Minuten später war es dann soweit, Nuri Şahin zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern herrlich in die Bremer Maschen, Tim Wiese war ohne Abwehrchance. Die Dortmunder schalteten danach etwas zurück und ließen die Bremer besser ins Spiel kommen, doch die Abwehr des Tabellenführers erwies sich zumeist als sattelfest und ließ keinen Gegentreffer zu. 20 Minuten vor dem Ende war es dann der Japaner Kagawa, der für die Entscheidung sorgte. Einen Schuss von Jakub Błaszczykowski konnte Wiese noch abwehren, beim Nachschuss von Kagawa war er aber machtlos.
Leverkusen zeigte eine abgeklärte Leistung und ist damit in dieser Saison auswärts weiter ungeschlagen. Nach einer halben Stunde gingen die Gäste ausgerechnet durch den ehemaligen Hamburger Sidney Sam in Führung, der eine Kopfballverlängerung von Arturo Vidal verwertete. Drei Minuten nach der Pause fiel der Ausgleich, nach einer Ecke des HSV beförderte Vidal den Ball unglücklich ins eigene Netz. 13 Minuten später traf der Chilene erneut, diesmal aber ins richtige Tor, nach einer Ecke war er mit dem Kopf zur Stelle. Mit einem Doppelpack schraubte Renato Augusto (66. und 78.) das Ergebnis in die Höhe, ehe der eingewechselte Eljero Elia zehn Minuten vor dem Ende noch einmal auf 2:4 verkürzen konnte.
Bayern brauchte gegen St. Pauli ein wenig Anlaufzeit und hatte zunächst Glück, dass die Gäste die Schwächen in der Münchner Hintermannschaft nicht ausnutzten. In der 16. Minute gingen die Hausherren dann aber doch in Führung, Hamit Altıntop donnerte einen Schuss aus 23 Metern genau in den Winkel. Auch danach leisteten sich die Bayern immer wieder Unkonzentriertheiten in der Abwehr und hätten zwei Minuten nach dem Seitenwechsel beinahe den Ausgleich kassiert, doch Marius Ebbers schoss aus fünf Metern den auf der Torlinie stehenden Diego Contento an. Auf der anderen Seite vergab Thomas Müller zwei dicke Möglichkeiten. In der 68. Minute kam es zur vorentscheidenden Szene: Pauli-Torhüter Thomas Kessler zog gegen Müller die Notbremse und sah dafür die Rote Karte, den fälligen Elfmeter verwandelte Philipp Lahm. In der 79. Minute gelang Franck Ribéry der Endstand, er umkurvte Kessler-Ersatz Mathias Hain und schob aus spitzem Winkel zum 3:0 ein.
Der 1. FC Nürnberg kam nach vier Niederlagen in Folge zu einem 1:1-Unentschieden bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Hausherren waren zwar von Beginn an die bessere Mannschaft, versäumten es jedoch, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Erst zehn Minuten nach Wiederanpfiff gingen sie in Führung, als Marvin Compper nach einer Ecke von Sejad Salihović mit dem Kopf zur Stelle war. Danach wurde der Club etwas offensiver und kam in der 87. Minute zum letztlich glücklichen Ausgleich. Mehmet Ekici spielte den Ball perfekt in den Lauf des eingewechselten Christian Eigler, der eiskalt vollstreckte.
Der 1. FC Köln hat drei ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg geholt und Eintracht Frankfurt mit 1:0 bezwungen. Dabei mussten die Domstädter in der ersten Halbzeit noch einen herben Dämpfer verkraften, denn Lukas Podolski zog sich eine Knöchelverletzung zu und musste nach 22 Minuten ausgewechselt werden. Die Verletzung erwies sich aber glücklicherweise als nicht so gravierend. Das goldene Tor durch den erst 19 Jahre alten Christian Clemens fiel in der 56. Minute. Der junge Mann fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz, und der Ball schlug flach im Kasten der Frankfurter ein. Danach gab es noch ein paar Chancen auf beiden Seiten, weitere Treffer sollten aber nicht mehr fallen.
Der 1. FC Kaiserslautern erkämpfte sich gegen den VfL Wolfsburg ein torloses Remis, allerdings wäre mehr möglich gewesen, wenn die Pfälzer ihre Möglichkeiten genutzt hätten. Wolfsburg wartet dagegen nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. Die Wölfe zeigten sich alles andere als bissig und durften sich bei ihrem Torhüter Diego Benaglio bedanken, dass sie wenigstens einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten. Der Schweizer rettete vor allem nach einer guten Stunde bei einem Kopfball von Adam Nemec glänzend.