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UEFA-Präsident besucht Ungarn

Präsident

UEFA-Präsident Michel Platini hat Ungarn einen Besuch abgestattet, das im kommenden Jahr die EU-Präsidentschaft übernimmt. In den Gesprächen ging es unter anderem um die Lösung diverser Probleme im europäischen Fußball.

Michel Platini sprach mit MLSZ-Präsident Sándor Csányi und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán
Michel Platini sprach mit MLSZ-Präsident Sándor Csányi und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ©MLSZ

UEFA-Präsident Michel Platini hat während eines zweitägigen Besuchs in Ungarn mit politischen Führern des Landes und Offiziellen des Ungarischen Fußballverbands (MLSZ) gesprochen.

Nach einem Abendessen mit führenden ungarischen Fußballfunktionären am Dienstag war Michel Platini am Mittwoch zu Gast beim ungarischen Ministerpräsident Viktor Orbán in Budapest. MLSZ-Präsident Sándor Csányi, Generalsekretär Márton Vági und Vizepräsident Sándor Berzi waren ebenfalls bei den Gesprächen anwesend.

Hautpunkte der Diskussionen waren die Herausforderungen, denen sich der europäische Fußball gegenübersieht. Die Parteien waren sich einig darin, dass der Fußball trotz der Finanzkrise seine Stärke behalten hat. Michel Platini sagte, dass die UEFA die Unterstützung der Europäischen Union (EU) brauche, um Lösungen zu finden bei Wettunregelmäßigkeiten und beim Schutz von Nachwuchsspielern. Die Gespräche in Budapest waren von besonderer Bedeutung, weil Ungarn ab 2011 die EU-Präsidentschaft übernimmt.

Die MLSZ-Verantwortlichen informierten den UEFA-Präsidenten über die strategischen Änderungen, die durch die neue Vorstandschaft des Verbandes eingeführt wurden. Zu ihnen gehören die umgestaltete Struktur des nationalen Verbandes, die Zukunftsprogramme des MLSZ und die geplanten Investitionen in die Infrastruktur. Der Ministerpräsident versprach, in naher Zukunft ein nationales Stadion bauen zu lassen.

"In den kommenden drei Jahren planen wir, 500 Fußballplätze als Teil des OLLÉ-Programms zu errichten", sagte Sándor Csányi, der die finanzielle Unterstützung durch die UEFA, insbesondere durch das HatTrick-Unterstützungsprogramm, begrüßte. "Die Nationalmannschaft hat sich in der vergangenen Periode in der FIFA-Rangliste um 21 Plätze verbessert. Das ist ein Zeichen, dass es eine gute Entscheidung war, Sándor Egervári [als Trainer] zu verpflichten und den Kader auf jungen Spielern basieren zu lassen."

"Ich freue mich, sagen zu dürfen, dass wir sehr fruchtbare Diskussionen hatten", sagte Michel Platini. "Der Ministerpräsident verfügt über ein großes Fußballwissen, und er ist sich der relevanten Themen bewusst. Wie haben die gleiche Denkweise. Weil Ungarn die EU-Präsidentschaft übernehmen wird, haben wir darüber gesprochen, wie er der UEFA helfen kann, unsere Ziele zu erreichen, weil verschiedene Probleme auf eine Lösung warten, wozu aber die Unterstützung der EU nötig ist. Die größten Probleme sind Rassismus und Gewalt, aber auch Wettkriminalität, die besonders gefährlich ist."

"Die UEFA und die nationalen Verbände haben erklärt, dass es in diesen Bereichen null Toleranz gibt, aber die Fußballwelt kann die Behörden nur unterstützen, denn in deren Verantwortungsbereich liegt es, Untersuchungen und Aktionen in die Wege zu leiten."

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