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Bayerns "Bundesliga-Klettertour"

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Nach der vorzeitigen Qualifikation zum Achtelfinale der UEFA Champions League will der FC Bayern München nun auch in der Bundesliga nach oben klettern. Mainz 05 tritt derweil beim SC Freiburg an.

Setzen sich Bayerns Erfolge (hier in Cluj) nun auch in der Liga fort?
Setzen sich Bayerns Erfolge (hier in Cluj) nun auch in der Liga fort? ©Getty Images

Zwischen dem VfL Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München wurden in den 70ern die Meisterschaften ausgespielt – heute jedoch befindet sich die Borussia auf dem letzten Tabellenplatz im Abstiegskampf und die Bayern scheinen sich auf Rang 7 auch nur langsam zu fangen. Immerhin gelang am Mittwoch mit einem 4:0 beim CFR 1907 Cluj der vorzeitige Einzug ins Achtelfinale der UEFA Champions League. "Ab sofort beginnt die Klettertour auch in der Bundesliga", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Wir sind jetzt in einer Phase der Saison, wo wir dank dem Sieg heute den Fokus ein bisschen mehr auf die Bundesliga legen können. Ich glaube, es ist jetzt ein guter Moment, um auch dort der Konkurrenz oben zu zeigen: Der FC Bayern ist nicht nur in der Champions League und im Pokal stark." So sieht das auch Trainer Louis van Gaal. "Wir haben uns gesteigert, auch das Selbstvertrauen meiner Spieler ist gestiegen. Und dann kann man sehen, wie Bayern München spielen kann." Dennoch: In der Ligatabelle sind es zehn Punkte auf Spitzenreiter Borussia Dortmund, da muss ein Sieg Gladbach her.

Im Windschatten des absoluten Überraschungsteams 1. FSV Mainz 05 hat sich der SC Freiburg seinen bisher besten Saisonstart der Bundesligageschichte (15 Punkte in zehn Spielen) erarbeitet. Nun treffen die beiden Teams im Breisgau aufeinander. "Der SC spielt bislang eine außergewöhnliche Runde, sie haben das Pech – oder vielleicht auch das Glück – dass viele Vereine wie zum Beispiel auch Mainz 05 aktuell nicht in der Tabelle stehen, wo sie etatmäßig stehen sollten", so Mainz-Coach Thomas Tuchel. "Dementsprechend nimmt niemand so wirklich Notiz von ihrem Erfolg, was bedeutet dass sie ganz in Ruhe weiterarbeiten können. Es ist nicht leicht, dort zu punkten. Der Gegner ist sehr diszipliniert, bei gegnerischem Ballbesitz ballorientiert, aber flexibel bei eigenem Ballbesitz." Tuchels Gegenüber Robin Dutt stimmt derweil in das Loblied über die Rheinhessen ein. "Es waren überzeugende Siege einer Mannschaft, die auf konstantem Niveau spielt, die personell flexibel ist, bei der nach Wechseln keine Abfälle zu beobachten sind, die mit unterschiedlichen Startformationen erfolgreich war und die auch nach der ersten Saison-Niederlage zurückgekommen ist und in Leverkusen gewonnen hat. Mainz ist sicherlich nach Dortmund die momentan stärkste Mannschaft in Deutschland."

Überraschend gut läuft es auch beim Tabellenfünften Eintracht Frankfurt, doch Michael Skibbe verliert die Realität vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg nicht aus den Augen. "Ich bin froh, dass wir nach unserem unglücklichen Start einen solchen Zwischenspurt hingelegt haben. Aber wir haben jetzt ein wahnsinnig schweres Programm vor der Brust. Da will jeder Punkt erst mal erkämpft beziehungsweise erspielt sein. Das ist eine enorm spielstarke Mannschaft, die im Offensivbereich über herausragende Akteure verfügt." Doch auch Wolfsburgs Steve McClaren hat die starke Form der Eintracht verfolgt. "Die Frankfurter sind ein schwieriger Gegner, sie spielen aggressiv und kämpfen als Team. Zudem haben sie mit Theofanis Gekas einen gefährlichen Stürmer. Wenn wir Stuttgart [einen 2:0-Sieg] als Maßstab nehmen, sehe ich keinen Grund, warum wir diese Leistung nicht auch gegen Frankfurt abrufen können. Denn wir haben die Qualität, jedes Spiel zu gewinnen. Der Schlüssel ist die richtige Einstellung."

Richtig gut läuft es bisher auch bei der TSG 1899 Hoffenheim, die mit 18 Punkten auf Rang drei steht und nun zum Hamburger SV muss. Allgemein werden die Kraichgauer als stabiler eingeschätzt als in den vergangenen Jahren. Chefcoach Ralf Rangnick hat eine Erklärung parat: "Unser Vorteil ist, dass der größte Teil des Teams im dritten Jahr zusammen spielt. Das Spiel gegen den HSV ist wichtig, um sich weiter vorne festzusetzen. Wir wissen aber auch, dass Hamburg nach den letzten Spielen Druck hat." Bei den Hanseaten hadert Armin Veh derweil mit den vielen Ausfällen im Besonderen und dem Schicksal ganz allgemein. "Wir lassen in einem Spiel ja nicht viel zu. Aber das, was wir zulassen, führt auch immer gleich zu einem Treffer. Fast alle Gegentore haben wir in Überzahl bekommen."

Kellerkind 1. FC Köln möchte beim 1. FC Nürnberg da weiter machen, wo man letztes Wochenende beim Sieg gegen den HSV mit dem neuen Trainer Frank Schaefer aufgehört hat. "Es ist klar, dass die beiden Siege der Stimmung gut getan haben. Wir konnten im Training gut arbeiten und die Mannschaft war sehr konzentriert. Grundsätzlich ging es darum der Mannschaft aufzuzeigen, welche Faktoren dazu geführt haben, dass wir ein gutes Spiel gemacht und schließlich gewonnen haben", so Schaefer. Nürnberg dagegen will den vierten Heimsieg in Folge. "Wir werden das Spiel mit der nötigen Konsequenz und Geduld angehen", verspricht Dieter Hecking.

Am Sonntag empfängt Hannover 96 zuerst Tabellenführer Borussia Dortmund, ehe Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Kaiserslautern und der VfB Stuttgart gegen den SV Werder Bremen spielen.

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