Rapid gewinnt hitziges Derby
Sonntag, 28. November 2010
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Bei heftigem Schneefall erzielte Rapids Hamdi Salihi gegen die Austria den einzigen Treffer. Die Zuschauer sahen zwei völlig verschiedene Halbzeiten sowie eine Rote Karte für Michael Liendl.
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Der SK Rapid Wien ging im 295. Wiener Derby beim FK Austria Wien mit 1:0 als Sieger hervor. Damit beendete der Rekordmeister auch die fünf Jahre lange Durststrecke im Stadion des Konkurrenten. Hamdi Salihi war kurz nach der Pause für den einzigen Treffer zuständig.
In den Aufstellungen gab es keine Überraschungen, Peter Pacult musste weiterhin auf Steffen Hofmann und Jan Vennegoor of Hesselink verzichten. Sein Gegenüber Karl Daxbacher vertraute nach der Verletzung von Torhüter Robert Almer dem jungen Heinz Lindner.
Die Hausherren legten vor 13 000 Zusehern gleich richtig los und kontrollierten den ersten Durchgang nach Belieben. Einzig der Torerfolg blieb ihnen verwehrt. Tomáš Jun scheiterte beispielsweise mit seinem Drehschuss nach wenigen Minuten nur knapp. Kurz vor der Pause setzte Aleksandar Dragović den Ball wenige Zentimeter neben die Stange. Rapid war offensiv so gut wie nicht vorhanden, zudem mussten auch noch Markus Katzer und Yasin Pehlivan verletzt vom Feld.
Im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt aber vollkommen unerwartet. Plötzlich spielten die Grün-Weißen mutig nach vorne. Ein Eckball von Veli Kavlak wurde von Manuel Ortlechner unglücklich ans eigene Lattenkreuz gelenkt, Hamdi Salihi stand goldrichtig und verwertete aus kurzer Distanz - 1:0 (51.). Zwölf Minuten später sahen die Zuschauer aber schließlich die spielentscheidende Szene.
Michael Liendl stieß Rapids Andreas Dober zu Boden und sah dafür die Rote Karte, die Austria musste deswegen eine halbe Stunde in Unterzahl agieren. Von da an war bei der Heimelf die Luft raus, die Partie wurde immer hitziger. Rapid ließ danach gleich mehrmals die Chance zum zweiten Treffer aus, der knappe Vorsprung war aber nicht mehr wirklich gefährdet.
In der Tabelle schob sich Rapid auf Rang fünf und steht nun direkt hinter der Austria. Die SV Ried führt mit vier Zählern Vorsprung weiterhin überraschend die Liga an - die Plätze zwei bis sieben sind nur durch fünf Punkte getrennt.