PSV fertig Feyenoord zweistellig ab
Sonntag, 24. Oktober 2010
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Fred Rutten lobte den "enormen Antrieb", nachdem sein PSV Eindhoven einen bemerkenswerten 10:0-Sieg gegen Feyenoord gelandet hatte, dessen Trainer Mario Been von "einem schwarzen Tag" sprach.
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PSV Eindhovens Trainer Fred Rutten und Hattrickschütze Jonathan Reis konnten nach einer bemerkenswerten Begegnung, in welcher der Eredivisie-Tabellenführer Feyenoord mit 10:0 besiegte, beide sehr stolz sein.
Die in dieser Saison noch ungeschlagene PSV durfte sich über drei Tore von Reis, je zwei von Balázs Dzsudzsák und Jeremain Lens und je eines von Ibrahim Afellay, Ola Toivonen und Orlando Engelaar freuen. Damit wurde gleichzeitig der Vereinsrekord für Ligasiege eingestellt - bereits 1973 gegen die Go Ahead Eagles und 1998 gegen den FC Volendam hatte es ein 10:0 gegeben. Für Feyenoord, das beim Stande von 0:1 einen Feldverweis für Kelvin Leerdam hatte hinnehmen müssen, war es die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte, man bleibt weiterhin Viertletzter.
"Ich bin stolz, besonders darauf, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben", sagte Rutten, dessen Mannschaft zur Pause nur 2:0 geführt hatte. "Gegen zehn Mann haben wir sehr diszipliniert gespielt und das Tempo hoch gehalten. Wenn man so viel Ballbesitz hat, tun sich automatisch Lücken beim Gegner auf. In der Vergangenheit haben wir uns auf Führungen ein bisschen ausgeruht, heute aber hatten wir enormen Antrieb, einen hohen Sieg zu landen."
Die PSV verpasste zwar den Rekordsieg der Eredivisie (der gelang einst AFC Ajax mit 12:1 gegen Vitesse), doch trotzdem war es ein grausames Erlebnis für Mario Been und seine geschlagene Elf. "Es ist mir so peinlich, ich schäme mich so", sagte Been. "Da ich für das Team zuständig bin, fühle ich mich auch verantwortlich. Wir wurden von PSV 10:0 gedemütigt. Das ist eine schwarze Stunde in unserer Geschichte, und es tut weh."
Reis dagegen trat mit einem Lächeln vor die Kameras, nachdem er nun in vier Spielen sieben Tore erzielt hat. "Wir haben das ganze Spiel über sehr gut gespielt und weiter guten Fußball geboten", sagte der 21-jährige Stürmer. "Wir haben immer weitergemacht und zehn Tore geschossen, was historisch für den Klub ist. Das Wichtigste aber ist es, weiter zu siegen und Meister zu werden. Ich will so weitermachen und weiter sehr hart arbeiten, denn nur mit harter Arbeit kommt man so weit. Ich will so viel wie möglich spielen und meinen Mitspielern und der PSV helfen, indem ich Tore schieße."