Basel wieder an der Spitze
Sonntag, 1. August 2010
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Mit einem klaren 3:0 gegen St. Gallen hat Meister Basel wieder die Tabellenspitze erobert. Luzern hatte beim 4:2 gegen Neuchâtel mehr Mühe, während sich Thun und die Grasshoppers remis trennten.
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Während der FC Basel 1893 ohne Probleme gegen den FC St. Gallen 3:0 gewinnt, braucht der FC Luzern einen Kraftakt, um Xamax Neuchâtel 4:2 zu besiegen. Im dritten Sonntagsspiel trennten sich der FC Thun und der Grasshopper Club 2:2.
Ergebnnisse und Tabelle
Der FC Basel kam gegen ein weiteres Mal schwache St. Galler zu einem ungefährdeten Sieg, der sich bereits in der Anfangsphase abzeichnete. Alexander Frei erzielte in der 20. Minute das 1:0. Der Goalgetter wurde per Kopf von Valentin Stocker bedient, drehte sich um den ungelenken Tim Bakens herum und drosch den Ball volley ins Netz. Der FCB hielt das Tempo hoch, setzte den Gegner noch stärker unter Druck. Gilles Yapi Yapo, dem Zugang aus Bern, war in der 27. Minute das zweite Tor beschieden.
Von da an kontrollierte er das Spiel noch immer nach Belieben, ohne aber den Gegner im Stil der Startphase zu dominieren. St. Gallen brachte in der Offensive nichts Nennenswertes zustande. Den Schlusspunkt dieses einseitigen Spiels vor 27 813 Zuschauern im St. Jakob Park setzte Federico Almerares mit seinem Treffer zum 3:0 in der 81. Minute. Der FCB kam im Schongang zu drei Punkten und kann seinen Blick nun auf das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League richten.
Der FC Luzern, der am Donnerstag beim FC Utrecht 0:1 verlor, bot sich ein nervenzehrendes, spannendes Duell mit Xamax Neuenburg, das er dank einer sehr guten zweiten Halbzeit für sich entschied. Zur Pause hatte das Team Rolf Fringers nach Toren von Marcos Gelabert (18.) und Gerard Bi Goua Gohou 0:2 in Rückstand gelegen. Nach dem Seitenwechsel aber drehte der FCL stark auf und profitierte von der spielerisch Klasse seiner Offensive um Star Hakan Yakin. Zudem durfte Luzern ab der 54. Minute und einer Roten Karte für Xamax-Abwehrchef Stephane Besle in Überzahl agieren.
In der 60. Minute gelang Nelson Ferreira das Anschlusstor, dem acht Minuten später der Ausgleich durch Cristian Ianu folgte. Xamax konnte sich danach kaum noch befreien, hatte der Luzerner Welle nichts entgegenzusetzen. Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einem Flügellauf von Linksverteidiger Claudio Lustenberger, dessen scharfe Hereingabe von Abdul Rahman Dampha ins eigene Tor abgelenkt wurde, führte das Heimteam 3:2. Als die Neuenburger in den Schlussminuten nochmals ihre Kräfte mobilisierten, taten sich dem FCL Räume auf, die er in der Nachspielzeit zu seinem vierten Treffer, erneut durch Ianu, nutzte.
Im Lachenstadion sahen 5 100 Zuschauer eine durchschnittliche Partie zwischen dem FC Thun und den Grasshoppers, die noch immer nicht richtig Tritt gefasst haben und beim Aufsteiger eine berechtigte Niederlage einstecken mussten. Das Heimteam, gestärkt durch bereits vier gewonnene Punkte, war insgesamt besser und aktiver als die Zürcher, denen zudem die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. Anders Thun, das nach 17 Minute einen Pfostenschuss Ezequiel Scariones verzeichnete und sieben Minuten darauf eine sehr gute Möglichkeit vergab durch Nick Proschwitz, der aus kurzer Distanz übers Tor schoss.
Dennoch gelang GC das Führungstor: Boris Smiljanic verwertete einen Elfmeter, nachdem Roland Bättig ein Handspiel im Strafraum begangenen hatte (36.). Thun steckte aber nicht auf, sondern ergriff weiter die Initiative. In der 55. Minute war es dann soweit: Scarione glich mit einem sehenswerten Schuss aus über 20 Metern aus. Die Hausherren gaben sich damit aber nicht zufrieden; sie rannten weiter an und schienen in der Nachspielzeit belohnt worden zu sein, als Stefan Glarner den Ball nach einem Standard über die Linie drückte. Ein zweiter Handelfmeter, den wieder Bättig verursachte, trug den Grasshoppers aber noch das 2:2 ein. Smiljanic war wieder der Torschütze.