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Saisonrückblick: Österreich

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UEFA.com blickt auf eine spannende Saison in Österreich zurück, an deren Ende der FC Salzburg seinen Titel verteidigen konnte, obwohl es kurz vor Schluss noch einmal knapp wurde.

Am Ende setzten sich Huub Stevens und seine Salzburger durch
Am Ende setzten sich Huub Stevens und seine Salzburger durch ©Getty Images

FC Salzburg bewahrte am letzten Spieltag in einem Herzschlagfinale die Nerven und sicherte sich mit einem 2:0-Erfolg bei SK Sturm Graz den sechsten Meistertitel der Klubgeschichte. Auch international konnte die Elf von Huub Stevens mit sechs Siegen in der Gruppenphase der UEFA Europa League für Aufsehen sorgen. Im ÖFB-Cup war im Achtelfinale gegen den späteren Pokalsieger Sturm Graz Endstation.

Meister:
 FC Salzburg
Salzburg kürte sich zu einem würdigen Meister. Trotz kurzer Schwächephase in den letzten Runden ließen sich die Mozartstädter nicht verunsichern und stemmten aus eigener Kraft den Titel. Im Gegensatz zu den vergangenen Saisonen legten die Salzburger heuer ihre Auswärtsschwäche ab und eroberten mit 33 Zählern soviele Punkte wie kein anderer Verein in der Fremde.

Pokalfinale: SK Sturm Graz - SC Wiener Neustadt 1:0
SK Sturm Graz eroberte mit einem 1:0-Erfolg gegen SC Wiener Neustadt den vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Klemen Lavrič erzielte in Minute 80 das einzige Tor des Spiels. Die Grazer, die die Bundesliga auf Platz vier abschlossen, sicherten sich damit über den Umweg Cup die Teilnahme an der UEFA-Europa-League-Qualifikation.

Internationale Startplätze:
FC Salzburg – UEFA Champions League, 2. Qualifikationsrunde
FK Austria Wien – UEFA Europa League, 2. Qualifikationsrunde
SK Rapid Wien – UEFA Europa League, 2. Qualifikationsrunde
SK Sturm Graz - UEFA Europa League, 3. Qualifikationsrunde

Absteiger: SK Austria Kärnten schloss die Endtabelle mit nur 15 Punkten auf dem letzten Platz ab. Besonders schlimm liest sich die Auswärtsbilanz des Klubs aus dem südlichsten Bundesland Österreichs. In 18 Spielen setzte es 15 Niederlagen sowie drei Remis.

Spieler der Saison: Somen Tchoyi
Somen Tchoyi wurde von einer Experten-Jury zum Spieler des Jahres gewählt. Der Kameruner in Diensten des FC Salzburg sorgte landauf landab für Zungenschnalzen in den Bundesliga-Stadien. Mit seiner feinen Technik, gepaart mit seinem dynamischen Antritt und einem guten Auge für die Mitspieler war der 27-Jährige federführend am Gewinn des Meistertitels beteiligt. Acht Tore und 13 Vorlagen in 36 Bundesliga-Spielen sprechen eine klare Sprache und bedeuten Platz sieben in der Scorerwertung.

Im Blickpunkt: Aleksandar Dragović (FK Austria Wien)
Aleksandar Dragović bildete ein Bollwerk in der Hintermannschaft von Vizemeister Austria Wien. Der 19-jährige Innenverteidiger interpretierte seinen Part mit einer abgeklärten Gelassenheit, die selbst so manchen Routinier staunen ließ. Als Belohnung für seine stabilen Auftritte durfte Dragović bereits acht Mal das Trikot der österreichischen Nationalmannschaft überstreifen. Topklubs wie SSC Napoli und FC Internazionale Milano sollen bereits ein Auge auf das Abwehrtalent geworfen haben.

Überraschung der Saison:  SC Wiener Neustadt
Aufsteiger Wiener Neustadt bot eine starke Leistung in der Premierensaison in der österreichischen Bundesliga. Die Niederösterreicher beendeten die Spielzeit auf Platz fünf und waren in keiner Phase des Saisonverlaufs in den Abstiegskampf verwickelt. Zudem arbeitete sich die Elf von Peter Schöttel bis ins Pokalfinale vor, wo es eine 0:1-Niederlage gegen SK Sturm Graz setzte.

Torjägerkrone: Steffen Hofmann, SK Rapid Wien (20)

Zahl: 22
So viele Spiele in Folge blieb Meister Salzburg ungeschlagen. Ein neuer Rekord in der Vereinsgeschichte. Zwischen dem 12. und dem 33. Spieltag konnten 14 Siege und acht Unentschieden herausgespielt werden. Die 0:2-Niederlage bei SV Kapfenberg in Runde 34 beendete schließlich den Rekordlauf.

Zitat: 
"Ich habe immer gesagt, dass ich denke, dass die Meisterschaft im letzten Spiel entschieden wird. Der Titel ist eine Bestätigung der Arbeit in dieser Saison. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, uns für die Champions League zu qualifizieren. Das ist unser nächstes Ziel. Ich denke, dass ich heute nicht so viel Bier trinken werde, sondern ein gutes Glas Wein. Vielleicht auch eine Flasche."

Huub Stevens, Trainer FC Salzburg