YB und Basel weiter im Gleichschritt
Mittwoch, 5. Mai 2010
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Das Titelrennen in der Schweiz bleibt weiter offen, allerdings hat BSC Young Boys dank eines umkämpften Dreiers gegen St. Gallen weiter drei Punkte Vorsprung auf den ebenfalls siegreichen FC Basel.
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Keine Veränderung im Super-League-Titelkampf: Während der BSC Young Boys in der 34. Runde zu Hause mit einiger Mühe den FC St. Gallen 2:1 schlug, gewann der FC Basel 1893 sein Spiel beim FC Aarau 3:0.
Der Sieg der Young Boys vor 24 456 Zuschauern im Stade de Suisse war zwar letztlich verdient, aber in erster Linie einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel zu verdanken. Denn YB hatte sich gegen aufsäßige, gut organisierte und konterstarke Ostschweizer während den ersten 45 Minuten überaus schwergetan. Zu pomadig, zu unentschlossen trat der Leader auf. Ab der 24. Minute musste er gar einem Rückstand hinterherrennen. Nico Abegglen staubte aus wenigen Metern ab, nachdem YB-Schlussmann Marco Wölfli eine Direktabnahme von Kristian Nushi noch abgewehrt hatte. Zwar steigerten die Berner nach diesem Gegentor, das sich durchaus abgezeichnet hatte, das Tempo, dennoch führte dies bis kurz vor der Pause zu keiner nennenswerten Torchance.
Die Berner hatten gar noch Glück, dass der FCSG die von YB gewährten Räume für Konter zwar zunächst nutzen, aber nicht in Torchancen ummünzen konnte. Trotz der durchzogenen Darbietung der Young Boys stand es zur Pause aber 1:1. In der 41. Minute ermöglichte der St. Galler Fernando mit einer ungenügenden Abwehr dem bis dahin unauffälligen Berner Angreifer Henri Bienvenu einen Torschuss. Dieser wurde zwar abgeblockt, er gelangte aber zum gut fünf Metern vor dem Tor stehenden Mauro Lustrinelli, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu schieben.
Nach der Pause setzten die Berner den Gast stärker unter Druck. Es waren fast nur noch die Berner, die agierten; Tormöglichkeiten waren die Folge: Nachdem Schiedsrichter Daniel Wermelinger einem Treffer Mario Raimondis nach gut einer Stunde die Anerkennung verweigert hatte, zwang Emiliano Dudar Lopar zu einer guten Parade. Einmal fehlten Xavier Hochstrasser nur Zentimeter, ein anderes Mal musste St. Gallens Frei auf der Linie klären.
Die zuvor selbstbewussten St. Galler hatten zunehmend mehr Schwierigkeiten, sich zu befreien. Erst in der Schlussphase gelang es dem Team von Uli Forte wieder, sich des Berner Drucks zu erwehren. Als YB dann aber alles nach vorne warf, schlug Hochstrasser einen Ball in Richtung Strafraum, wo Bienvenu aus der Drehung Jiry Koubsky umspielte und seinen Ball noch abgefälscht ins Tor fliegen sah - zum umjubelten 2:1 in der Nachspielzeit, dank dem sich die Hauptstädter ihren Drei-Punkte-Vorsprung wahrten.
Die Nachricht des späten YB-Sieges ereilte den FC Basel, als er bereits 2:0 führte. Das war nach rund 70 Minuten; das Spiel im Aarauer Brügglifeld war erst eine halbe Stunde später angepfiffen worden. Dieses 2:0 war zwar nicht unverdient, doch wäre auch den Aarauern, die sich vor allem im ersten Abschnitt drei bis vier gute Möglichkeiten erspielten, bei gerechterem Verlauf ein Torerfolg beschieden gewesen. Franco Costanzo im FCB-Tor musste das ein oder andere Mal eingreifen, in einer Szene, bei einem Schuss von Orhan Mustafi, half ihm zudem die Querlatte.
Der FCB tat sich im Angriff, ganz im Stil des Spitzenteams, zwar nicht häufiger hervor, dafür aber effizienter. In der 16. Minute verwertete Scott Chipperfield ein Zuspiel des später verletzt ausgeschiedenen Marco Strellers, nach 58 Minuten stand Valentin Stocker nach einer Hereingabe von Antonio Da Silva plötzlich alleine vor dem Tor, wo er die Nerven bewahrte und mit dem 2:0 die Vorentscheidung herbeiführte. Ein Tor Jacques Zouas kurz vor Schluss (90.) zum 3:0 setzte den Schlusspunkt.