Treffen der Schiedsrichter-Talente und Mentoren
Donnerstag, 29. April 2010
Artikel-Zusammenfassung
In dieser Woche steht in Nyon ein besonders Projekt im Fokus. Zahlreiche Schiedsrichter und Assistenten aus dem Nachwuchsbereich bekommen von ehemaligen Top-Schiedsrichtern wertvolle Tipps und Ratschläge für den weiteren Karriereverlauf.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Das ambitioniere Förderungsprogramm der UEFA für junge Schiedsrichter erlebt einen weiteren Höhepunkt, wenn talentierte Unparteiische und ihre Assistenten in Nyon von ehemaligen internationalen Top-Schiedsrichtern unterrichtet werden.
Beim zehnten UEFA-Seminar für talentierte Schiedsrichter und Assistenten sind von Montag bis Mittwoch ehemalige Unparteiische vor Ort, um einer weiteren Generation möglichst viele gute Tipps mit auf den Weg zu geben. Insgesamt werden 13 Schiedsrichter, elf Assistenten und acht ehemalige Unparteiische an dem Kurs teilnehmen.
Die Rolle der erfahrenen Schiedsrichter ist dabei extrem wichtig, denn sie sind Mentoren ihrer jungen Kollegen. Die Mentoren bleiben über E-Mail und Telefon in regelmäßigen Kontakt mit den jungen Schiedsrichtern und besuchen sie oder laden sie in ihr jeweiliges Heimatland ein. Bei den Diskussionen dreht es sich um die Leistungen auf dem Platz sowie über Themen wie Ernährung, allgemeine Verhaltensregeln und die Verbesserung der Englischkenntnisse.
Die UEFA ist der festen Überzeugung, dass junge Schiedsrichter und Assistenten genauso behandelt werden müssen wie Nachwuchsfußballer. Letzte profitieren immens von der Erfahrung ihrer Trainer und ambitionierte Schiedsrichter können ebenso viel von den Personen lernen, die Jahre zuvor den gleichen Weg gegangen sind. Das von der UEFA ins Leben gerufene System mit Talenten und Mentoren ist deshalb so abgestimmt, dass Schiedsrichter-Talente so viel wie möglich Unterstützung bekommen.
Ehemalige Schiedsrichter-Talente sind mittlerweile zu führenden Unparteiischen geworden, was dadurch belegt wird, dass von zehn der europäischen Schiedsrichter, die zur FIFA-Weltmeisterschaft berufen wurden, sieben das Programm der UEFA durchlaufen haben.
Das Seminar in Nyon beinhaltet sowohl Praxis als auch Diskussionsrunden. Eine Trainingseinheit im Colovray-Stadion, welches gegenüber dem UEFA-Hauptquartier liegt und sich mittlerweile im Besitz des Europäischen Fußballverbands befindet, ist ebenfalls geplant. Auf der Tagesordnung stehen zudem eine Analyse von allen Anordnungen, die zuletzt an UEFA-Schiedsrichter gegangen sind, sowie ein Workshop zur Verbesserung der Abseits-Entscheidungen und der Kooperation zwischen Schiedsrichtern und Assistenten.
Schiedsrichter: Arman Amirkhanyan (Armenien); Stuart Attwell (England); Esther Azzopardi Farrugia (Malta); Alan Black (Nordirland); Carlos Velasco Carballo (Spanien); Georgios Daloukas (Griechenland); Hüseyin Göcek (Türkei); Tom Harald Hagen (Norwegen); Ovidiu Alin Hategan (Rumänien); Jiri Jech (Tschechische Republik); Artyom Kuchin (Kasachstan); Milorad Mažić (Serbien); Jérome Efong Nzolo (Belgien); Paolo Tagliavento (Italien).
Assistenten: Yevgeniy Belskiy (Kasachstan); Joël De Bruyn (Belgien); Gareth Eakin (Nordirland); Emil Ubias (Tschechische Republik); Serkan Gencerler (Türkei); Zaven Hovhannisyan (Armenien); Sian Massey (England); Milovan Ristic (Serbien); Octavian Sovre (Rumänien); Leonidas Vasileiadis (Griechenland); Svein Inge Wiken (Norwegen).