Pleiten für Zürich und YB
Sonntag, 8. November 2009
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Super League: Am 16. Spieltag setzte es zwei faustdicke Überraschungen: Der FC Zürich unterlag Luzern mit 0:1, der BSC Young Boys wurde vom FC Sion mit 1:3 nach Hause geschickt.
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Am 16. Spieltag der Super League setzte es zwei faustdicke Überraschungen: Der FC Zürich unterlag nach einer schwachen Darbietung dem FC Luzern mit 0:1; der BSC Young Boys wurde von einem unerwartet starken FC Sion mit einem 1:3 nach Hause geschickt.
Spielplan und Ergebnisse
Tabelle
FCZ kommt nicht auf Touren
Der FC Zürich kam im ersten Meisterschaftsspiel nach der 1:6-Klatsche in der UEFA Champions League bei Olympique de Marseille nicht so recht auf Touren. Er war dem FC Luzern insbesondere in den ersten 45 Minuten deutlich unterlegen und musste froh sein, nicht schon früh in Rückstand geraten zu sein. Cristian Ianu hatte nach einer Flanke von Michel Renggli den Ball mit einer Direktabnahme nur knapp am langen Eck vorbeigesetzt. Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile und erlaubten dem FCZ auch kaum klare Chancen. Nach 40 Minuten beanspruchte der Schweizer Meister dann einiges Glück, als ein Schuss Hakan Yakins aus rund 20 Metern nur an den linken Pfosten klatschte. Offensiv fehlte den wenig meisterlichen Gästen aus Zürich Durchschlagskraft und Präzision.
Auch im zweiten Durchgang wenig überzeugend
Auch nach der Pause blieb der FCL das aktivere Team, was sich schon bald auszahlen sollte. Nach 57 Minuten bediente Yakin per Kopf Joetex Frimpong, der den Ball aus gut zehn Metern einschoss. Er profitierte allerdings auch von einer nicht eben zupackenden Zürcher Hintermannschaft. Auch in der Folgezeit war der FCZ zu fehlerhaft und seine Offensivbemühungen zu umständlich, so dass er die stabile Luzerner Defensive kaum gefährdete. Der FCL selbst vergab noch einige aussichtsreiche Konterchancen. Nach dieser Niederlage vor gut 8000 Zuschauern steht der FCZ nun auf dem achten Tabellenrang.
Berner Fehlstart
Der Tabellenführer aus Bern erwischte einen klassischen Fehlstart, da die Walliser Gastgeber bereits nach fünf Minuten in Führung gingen. Nach einem Freistoß von Álvaro Domínguez scheiterte Vilmos Vanczák noch an YB-Keeper Marco Wölfli, doch reagierte Saidu Adeshina am schnellsten und köpfte das 1:0. Die Berner gingen fortan etwas entschlossener zu Werke, so dass sie sich auch Chancen erspielten. Doch sowohl Seydou Doumbia als auch Marco Schneuwly scheiterten am jeweils hervorragend reagierenden Walliser Schlussmann Andrijs Vanins. Auf der Gegenseite vergab Goran Obradović die Chance aufs 2:0, als er alleine vor dem Tor von Wölfli gestoppt wurde.
Zweites Tor noch vor dem Pausenpfiff
Doch noch vor der Pause gelang den Hausherren ein zweites Tor: Nach 38 Minuten beförderte der entschlossen vorgehende Obinna Nwaneri das Leder aus wenigen Metern über die Linie. Dem Torerfolg war ein erneuter Freistoß von Domínguez vorausgegangen. Im zweiten Durchgang war YB zwar bemüht, den Rückstand noch zu korrigieren, doch gelang den Hauptstädtern einfach zu wenig, um den spielstarken und auch gut organisierten FC Sion noch stark in Bedrängnis bringen zu können. In der 62. Minute entschied Domínguez, der auffälligste Akteur, die Partie mit seinem Tor zum 3:0. Wölfli war ein nicht all zu scharfer Schuss des kolumbischen Offensivspielers durch die Hände geglitten. Obwohl nach einer Flanke von David Degen der eben erst eingewechselte Matar Coly noch auf 1:3 verkürzen konnte (76.), brachte der FC Sion den Sieg vor 13 500 Zuschauern recht souverän über die Zeit.