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Shalimov zählt auf Russland

Igor Shalimov spielte sowohl bei der EURO '92 als auch der EURO '96™. Als Nationaltrainer der russischen Frauennationalmannschaft berichtete er uefa.com über seine Vorbereitungen und einen Besuch von Hiddink.

Russlands Trainer Igor Shalimov
Russlands Trainer Igor Shalimov ©Sportsfile

Igor Shalimov spielte sowohl für die auf die Sowjetunion folgende GUS in einer EM-Endrunde, als auch für Russland. Nun bereitet er sich darauf vor, sein Land als Trainer der Frauennationalmannschaft zur UEFA WOMEN'S EURO 2009™ zu führen. Shalimov übernahm das Team im Mai 2008 und führte es ungefährdet nach Finnland, wo man am Dienstag im ersten Spiel auf Schweden trifft. Der 40-Jährige sprach mit uefa.com über die Fitness zweier Schlüsselspielerinnen und die Unterstützung von Russlands Männertrainer Guus Hiddink.

uefa.com: Wie steht es um die beiden verletzten Spielerinnen?

Igor Shalimov:
Torhüterin Elvira Todua und Stürmerin Natalia Barbashina erholen sich noch von ihren Knieverletzungen. Wir hoffen alle, dass sie bald und rechzeitig genug wieder einsatzfähig sein werden.

uefa.com: Wie würden Sie die Vorbereitungen auf die Endrunde beschreiben?

Shalimov:
Ich bin sehr glücklich und muss dem Russischen Fußballverband einen Dank aussprechen. Wir haben neun Testspiele bestritten, alle davon gegen starke Gegner. Zum Beispiel konnten wir in Bochum gegen Deutschland spielen – für dieses Spiel gab es ein riesiges Interesse. Wir spielten vor 13 000 Fans auf einem tollen Platz. Es war in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Sache. Wir haben zwar am Ende verloren, aber die Mädchen haben Erfahrungen gesammelt, die ihnen in Finnland bestimmt helfen werden. Wir machen immer noch unnötige Fehler, wie etwa im Testspiel gegen die Niederlande [das 1:0 durch einen späten Elfmeter gewonnen wurde]. Allerdings sind diese Spiele psychologisch sehr wichtig. Die Vorbereitungen waren wirklich sehr gut, wir konnten all das durchführen, was wir geplant hatten.

uefa.com: Alle russischen Gegner in der Gruppe C – also Schweden, England und Italien – stehen in der Weltrangliste höher als Russland. Sind Sie Außenseiter?

Shalimov:
Auf keinen Fall. Im modernen Frauenfußball kann jedes Team jedes Spiel gewinnen. Es stimmt, dass unsere Gegner sehr stark sind. Schweden ist natürlich das gefährlichste Team. Wie Italien spielen sie im 4-4-2-System mit zwei schnellen und gefährlichen Stürmerinnen. England ist nur ein kleines bisschen schwächer. Wir haben sie im März beim internationalen Turnier in Zypern gesehen, wo wir auch gespielt haben. England spielt nur mit einer Spitze, das hat aber nichts zu heißen. Wir haben viele Informationen über unsere Gegner, und wir werden in Finnland noch mehr davon erhalten.

uefa.com: Was ist Ihr Ziel?

Shalimov:
Wir haben noch kein offizielles Ziel. Wir können uns nicht den Titelgewinn als Ziel setzen, wie es Schweden und Deutschland machen – dafür fehlt uns die Erfahrung. Das Wichtigste ist, dass wir uns von Spiel zu Spiel verbessern. Da sind wir gerade dabei. In Finnland wird es wichtig sein, in der Abwehr gut organisiert zu sein und dann schnell zu kontern. Ich denken, dass wir in den ersten beiden Partien gegen Schweden und England aus der Defensive heraus spielen werden. Wir werden bei diesem Turnier viele Erfahrungen sammeln können.

uefa.com: Guus Hiddink hat kürzlich eine ihrer Trainingseinheiten besucht. Wie war das für ihre Spielerinnnen?

Shalimov: Sie waren alle furchtbar aufgeregt! Es gab jede Menge Journalisten zu diesem Ereignis, wir hatten nie zuvor solch ein großes Interesse für die Frauennationalmannschaft. Den Mädchen hat das emotional ganz schön Auftrieb gegeben, denn Hiddink ist ein anerkannter Trainer, und jemand, der Glück mit sich bringt. Hiddink hatte ebenfalls seinen Spaß. Ich habe Guus ein paar Fragen gestellt – zum Beispiel, was er nach Russlands erstem Spiel bei der EURO 2008™ gemacht hat. Insgesamt war der Besuch in allen Aspekten ein positives Ereignis.





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