Mattersburg kämpft um den Klassenerhalt
Donnerstag, 23. April 2009
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In der Saison 2006/07 nahm Österreichs SV Mattersburg noch an der Qualifikation zum UEFA-Pokal teil, jetzt kämpft der Klub nach einer unglaublichen Serie von 21 Spielen ohne Sieg um den Klassenerhalt.
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In der Saison 2006/07 nahm Österreichs SV Mattersburg noch an der Qualifikation zum UEFA-Pokal teil, jetzt kämpft der Klub in der österreichischen Bundesliga nach einer unglaublichen Serie von 21 Spielen ohne Sieg um den Klassenerhalt.
Schlechte Position
Sechs Spieltage vor dem Ende der Bundesliga-Saison 2008/09 droht dem SV Mattersburg der Abstieg in die zweite Liga und damit der Fall in die Bedeutungslosigkeit. Die Mannschaft von Franz Lederer steht nach der 0:2-Niederlage am Wochenende beim FC Salzburg punktgleich mit dem Schlusslicht SCR Altach auf dem vorletzten Tabellenplatz in Österreichs höchster Spielklasse.
Große Ziele
Dabei war der Verein nach ordentlichen letzten Jahren mit großen Zielen in die neue Saison gestartet. Mit einer jungen Mannschaft - zu Saisonbeginn waren neun Spieler aus dem Kader nicht älter als 20 Jahre - wollte man sich nach guten letzten Jahren in der oberen Tabellenhälfte etablieren. "Die Plätze drei bis fünf sind für uns ein realistisches Ziel", erklärte Mattersburg-Coach Lederer, der sein Team in den Jahren 2006 und 2007 jeweils ins österreichische Pokalfinale gebracht hatte, vor Saisonbeginn selbstbewusst. In der Saison 2006/07 hatte man sogar den Sprung in den internationalen Wettbewerb geschafft, schied dort allerdings in der zweiten Qualifikationsrunde zum UEFA-Pokal gegen Polens Wisla Kraków mit einer 1:2-Gesamtniederlage aus.
Ordentlicher Start
Nach einem ordentlichen Saisonstart mit Platz sechs nach dem siebten Spieltag gab es dann allerdings die unglaubliche Serie von 21 Spielen ohne Sieg. Spätestens zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass die Burgenländer das Karriereende des Ex-VfL-Wolfsburg-Spielermachers Dietmar Kühbauer und den Transfer von Christian Fuchs zum VfL Bochum 1848 nicht kompensieren konnten. Ohne die beiden ehemaligen Leistungsträger fehlten der jungen Mattersburger Mannschaft die Denker und Lenker im Team. "Wir sind in einer Situation, in der wir natürlich die Spieler nicht austauschen können. Wir müssen deshalb das Beste daraus machen ", erklärte SVM-Präsident Martin Pucher die Lage.
Pucher stärkt Lederer
Zwar konnte Mattersburg am 29. Spieltag mit einem 5:4-Sieg gegen den SCR Altach seine Negativserie von fast zehn Monaten ohne Sieg endlich beenden, durch die anschließende 0:2-Niederlage beim FC Salzburg hat sich die Tabellensituation für den Klub aber nicht verändert. Vereinspräsident Pucher hält dennoch weiter an seinem Trainer fest: "Wir haben zwar im Herbst des letzten Jahres einige fürchterliche Spiele gemacht, wo wir sehr kraftlos waren, aber unser Trainer Franz Lederer ist Mattersburger, er hat mit dem Verein schon viele Erfolge gefeiert und er hat die nötige Energie, um die Mannschaft zum Klassenerhalt zu führen.
Optimismus bleibt
Und auch der Trainer selbst, der seit 2001 im Verein ist, von 2002 bis 2004 als Co-Trainer arbeitete und am 1. November 2004 die Verantwortung als Cheftrainer übernahm, ist trotz der schwierigen Tabellensituation vom Klassenerhalt seiner Mannschaft überzeugt: "Wenn wir bis zum letzten Spieltag engagiert spielen und uns nicht zurücklehnen, steigen wir nicht ab." Noch hat Lederer sechs Spieltage Zeit, um die Hoffnungen einer ganzen Region auf den Verbleib in Österreichs höchster Spielklasse mit seiner Mannschaft zu erfüllen.