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Die besten Geschichten der Woche

Aalborg BK hat uns in dieser Woche fast genauso beeindruckt wie Edu Coimbras Schuhe im VIP-Bereich. Hier steht, wer oder was in der Woche zwischen dem 13. und 20. Februar für Schlagzeilen sorgte.

Aalborg BK feiert ein Tor im UEFA-Pokal-Spiel gegen RC Deportivo La Coruña
Aalborg BK feiert ein Tor im UEFA-Pokal-Spiel gegen RC Deportivo La Coruña ©Getty Images

uefa.com erklärt, wer oder was in der Woche zwischen dem 13. und 20. Februar für Schlagzeilen sorgte.

Mannschaft: Aalborg BK
AaB ist stets für eine Überraschung gut. Nach einer Serie von zwölf ungeschlagenen Spielen in Folge wurde Interims-Trainer Allan Kuhn durch Magnus Pehrsson ersetzt, was bei den Fans nicht gerade Begeisterung auslöste. Doch die Kritiker verstummten schnell, denn AaB schlug RC Deportivo La Coruña im UEFA-Pokal mit 3:0. "Ich wette, dass uns dies nur wenige Leute zugetraut haben", so ein richtig gut gelaunter Torwart Karim Zaza nach dem Spiel. Der bekannte dänische Journalist Morten Crone Sejersbøl fügte hinzu: "Ich habe 'Feuert den Schweden' geschrieben, bevor Pehrsson seinen Job überhaupt angetreten hat. Natürlich habe ich meine Meinung geändert. Zum Glück hört [AaB-Sportdirektor] Lynge Jakobsen nicht auf die Medien."

Spieler: Anatoliy Tymoshchuk (FC Zenit St. Petersburg)
An Motivation hat es dem ukrainischen Nationalspieler offensichtlich nicht gefehlt. Nachdem der FC Bayern München die Verpflichtung von Tymoshchuk offiziell bekannt gab,drehte der Mittelfeldspieler beim 2:1-Erfolg von Zenit gegen den VfB Stuttgart voll auf und erzielte kurz vor der Pause den sehenswerten Siegtreffer. Allerdings sah er danach noch die Gelbe Karte, deshalb wird er im Rückspiel gesperrt fehlen. "Hauptsache, wir haben gewonnen", so ein nicht gerade überzeugend klingender Tymoshchuk nach dem Spiel.

Zitat: Franciszek Smuda (KKS Lech Poznań)
Der polnische Trainer wollte sich vor dem UEFA-Pokal-Spiel von Lech bei Udinese Calcio nicht von seiner Vorliebe für italienische Kultur blenden lassen: "Ich mag das italienische Essen sehr und hatte einmal einen tollen Urlaub auf Sizilien, aber das ist am Donnerstag alles total egal." Lech holte ein 2:2-Unentschieden.

Tor: Vágner Love (PFC CSKA Moskva)
Großartiges Tor - legendäre Frisur. Im UEFA-Pokal-Spiel bei Aston Villa FC waren gerade einmal 14 Minuten absolviert, als der brasilianische Torjäger, wohlgemerkt mit blau gefärbten Haaren, nach Doppelpass mit Alan Dzagoev zu einem sehenswerten Sololauf ansetzte und den Ball schließlich an Villa-Schlussmann Brad Guzan vorbei ins Tor schob. Es war seinneuntes Tor im laufenden Wettbewerb. Sollte CSKA noch ein paar Runden überleben, ist Jürgen Klinsmanns Rekord aus der Saison 1995/96 mit 15 Treffern in ernsthafter Gefahr.

Zahlen: 309 und 56
So viele Tore hat Raúl González mittlerweile für Real Madrid CF markiert und löste damit Alfredo di Stéfano alserfolgreichsten Torschützen des Vereins aller Zeiten ab. Aber auch in der Serie A wurde Geschichte geschrieben: Paolo Maldini spielte sein 56. - und vielleicht letztes - Mailänder Derby, allerdings kassierte sein AC Milan gegen den FC Internazionale Milano eine 1:2-Niederlage. Ex-Inter-Star Giuseppe Bergomi liegt in der Liste mit 44 Derbys deutlich hinter dem 40-Jährigen Maldini auf dem zweiten Platz.

Präsidenten-Besuch: Nicolas Sarkozy & Mikheil Saakashvili
Das Staatsoberhaupt aus Frankreich, Nicolas Sarkozy, verfolgte den 2:0-Hinspielerfolg von Paris Saint-Germain FC gegen den VfL Wolfsburg im UEFA-Pokal von der Tribüne aus und ging anschließend in die Kabine, um den Spielern zu gratulieren. "Sie sind Tabellenzweiter in der Meisterschaft und spielen erfolgreich im Europapokal. Man muss zufrieden sein", so Sarkozy. Ebenfalls allen Grund zur Freude hatte der georgische Präsident Mikheil Saakashvili, der sich einen Kindheitstraum verwirklichte und während eines Besuchs beim FC Barcelona den Rasen vom Camp Nou betreten durfte.

Wechsel: Paul Burgess
Zwölf Jahre lang hatte Paul Burgess den Rasen bei Arsenal FC in einem hervorragenden Zustand gehalten. Umso geschockter war man bei den Gunners, als Burgess nun von Real Madrid CF abgeworben wurde, um dort den Platz für das Endspiel der UEFA Champions League 2010 herzurichten. Burgess wurde in der Premier League fünf Mal zum Platzwart des Jahres gewählt und ist schnell zum Madrid-Fan konvertiert. Folglich hofft er darauf, dass die Königlichen in der UEFA Champions League seine Landsmänner von Liverpool FC ausschalten: "Mein Herz ist jetzt weiß, also möchte ich natürlich, dass meine Mannschaft gegen Liverpool gewinnt."

Pessimistische Aussicht: Leo Beenhakker (Feyenoord)
Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker hat zum vierten Mal in seiner Karriere bei Feyenoord angeheuert und arbeitet ehrenamtlich als technischer Berater des Vereins: "Feyenoord liegt mir im Blut", so der 66-Jährige, der seinen Job im Sommer als Assistent vom zukünftigen Trainer Mario Been antreten wird. Allerdings erwartet er keinen sofortigen Erfolg: "Ich habe Mario gesagt: 'Hey Kleiner, Du wirst die ganzen Lorbeeren einstreichen, wenn wir im Coolsingel [dem Rotterdamer Platz, wo der Verein die Meisterschaften feiert] sind. Natürlich werde ich auch da sein, auch wenn ich bis dahin mit einer Gehhilfe unterwegs bin.'"

Internet-Innovation: FC Olimpia Balti
Um mit der Konkurrenz in Moldawien mitzuhalten, hat sich Olympia etwas ganz besonderes ausgedacht und die Initiative "Mein Fußballklub" gestartet. Dabei können Fans im Internet Anteile des Klubs übernehmen und werden in jede Entscheidung mit einbezogen. Außerdem ruft der Klubs eventuelle Neuverpflichtungen dazu auf, sich über das vereinseigene Internetportal für ein Probetraining zu bewerben. Laut Vizepräsident Serghei Chiselov läuft das Projekt viel versprechend: "Trotz anfänglicher Skepsis haben wir über diesen Weg bereits den Kameruner Mittelfeldspieler Charles Jikong verpflichtet."

Zu guter Letzt...
Vor dem 1:1-Remis seiner Mannschaft gegen Villa am Mittwoch hatte der neue CSKA-Trainer Zico seinen Bruder Edu Coimbra in den Villa Park geschickt, um dort den Gegner genau unter die Lupe zu nehmen. Doch der Versuch des Brasilianers, sich dort unauffällig zu bewegen, ging gründlich daneben: Seine Schuhe waren im Hotel verloren gegangen, so musste er zu seinem feinen Anzug ein paar knallbunte Turnschuhe anziehen. Edu konnte sich der Aufmerksamkeit auch deshalb nicht entziehen, weil er im VIP-Bereich neben Englands Nationaltrainer Fabio Capello saß und somit zwangsläufig ins Visier der Kameras geriet: "Ich bin mir sicher, dass sie für ein paar Momente Fotos gemacht haben, um zu zeigen, dass ich Turnschuhe anhatte."